Tipps für Anfänger

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Dartpfeile kaufen: Tipps für Anfänger

Lesezeit: 5 Minuten

Gerade für Anfänger im Darts stellt sich beim Dartpfeile kaufen immer die Frage, welche Dartpfeile wohl am besten sind. Dies ist vor allem wichtig, um den Dartsport besser kennen zu lernen und sich mal selbst am Board zu versuchen. Wir möchten euch einen Einblick geben worauf es beim Dartpfeile kaufen ankommt und welche Darts ihr zu Beginn wählen solltet. Generell lässt sich hier aber natürlich keine allgemeine Aussage treffen, da die Vorlieben jedes Spielers individuell sind. Ein paar grundsätzliche Regeln beim Dartpfeile kaufen gilt es aber dennoch zu beachten.

Dartpfeile kaufen für Anfänger – mit schweren Darts beginnen

Eine viel diskutierte goldene Regel beim Dartpfeile kaufen: Für den Anfänger ist es sinnvoll, dass er lieber mit schweren Darts beginnen sollte. Aber warum eigentlich? Ein schwerer Dartpfeil liegt generell erstmal stabiler in der Luft als ein leichter Dartpfeil. Umso schwerer die Darts, desto weniger anfällig sind sie für einen ungeraden Wurf des Anfängers. Normalerweise nimmt das Gewicht der Darts mit der Zeit dann etwas ab, wenn man sich erst einmal „eingeworfen“ hat und mit seinem Spiel einigermaßen zufrieden ist.

Manche Spieler aber bleiben immer bei den gleichen Darts, während andere das Gewicht mit der Zeit senken und so ihr Spielniveau mit der Zeit nach oben schrauben. Hier kommt es aber auch immer auf den Wurfstil des Spielers an. Einige Spieler werfen relativ lässig und benötigen somit nicht ganz so leichte Pfeile, während andere das Spielgerät ins Board feuern.

Doch welche Bestandteile gilt es beim Dartpfeile kaufen außer dem Gewicht zu beachten?

Nicht nur das Gewicht ist für den Dartsspieler beim Dartpfeile kaufen entscheidend. Besonders für den Anfänger kommt es noch auf viele weitere Details an. Hierbei ist die Rede von der Spitze, dem Barrel, dem Schaft und dem Flight.

Die Spitze

Die Spitze wird beim Dartpfeile kaufen oftmals unterschätzt. Gerade im Steeldart hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es doch hier keine großen Unterschiede geben kann. Doch weit gefehlt. Steeldartspitzen gibt es in verschiedenen Längen. Diese geben den ersten Unterschied vor. Hinzukommt der Halt im Board. Bei einem lockeren Wurfstil ist es manchmal nötig, dass die Spitzen sich richtig ins Board hereinfressen um einen Bouncer, also einen Abpraller, zu vermeiden. Hier gibt es Spitzen mit bestimmten Rillen, die dies verhindern sollen. Beim Softdart gibt es ebenfalls unterschiedliche Längen und zudem Qualitätsunterschiede beim Material der Spitzen. Egal ob Steel oder Soft, am Ende muss man als Anfänger für sich herausfinden, welche Eigenschaften für sich persönlich am besten passen. Mehr zu Stahlspitzen von Darts findet ihr hier.

Der Barrel

Beim Barrel geht es hauptsächlich um das Gewicht. Doch nicht nur das, denn auch die Form und die Länge sind beim Dartpfeile kaufen entscheidend. Je nachdem wie ihr den Dartpfeil in der Hand haltet, kann die Form entscheidend für euren Erfolg beim Darts sein. Achtet also genau darauf, welche Form sich gut in der Hand anfühlt und bei welchen Formen der Dart vielleicht nicht so fliegt, wie ihr es euch wünscht. Wir haben auch dazu noch einen ausführlicheren Artikel geschrieben, welchen ihr hier findet.

Der Schaft

Beim Schaft geht es ebenfalls um die Länge und das Material. Die Länge vom Schaft entscheidet darüber, wie der Pfeil im Board steckt. Hier solltet ihr euch einfach ausprobieren. Meist ist man zu Beginn selbst überrascht, welch eine Veränderung die Flugkurve des Darts annimmt, wenn der Schaft etwas kürzer oder länger ist. Auch das Material, meist Kunststoff oder Aluminium, ist für viele Spieler eine entscheidende Frage. Hierbei wiegen Schäfte aus Aluminium meist ein bisschen mehr und geben der Flugbahn des Dartpfeils etwas mehr Stabilität.

Der Flight

Der letzte Bestandteil des Dartpfeils bildet der Flight. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten, die ihr selbst nach dem Dartpfeile kaufen ausprobieren könnt. Beim Flight gibt es viele Verschiedenheiten, alleine das Material (Stoff oder Plastik) nimmt großen Einfluss auf den Wurf. Darts mit einem Stoffflight fliegen deutlich langsamer, halten dafür aber länger. Dann wären da ja auch noch die unzähligen Formen. Auch hier gilt es alles einmal auszuprobieren, um das Beste für sich herauszufinden. Mehr Infos zu passenden Flight für euch, findet ihr hier.

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Dartpfeile kaufen – welche nehme ich denn nun?

Wenn ihr nun Dartpfeile kaufen wollt, dann gibt es zwei Möglichkeiten für euch als Anfänger. Entweder ihr kauft Darts im Internet oder geht in einen Dartshop in der Nähe. Dartshops sind allerdings relativ selten anzutreffen, vor allem mit Personal, das euch wirklich weiterhilft. Wenn ihr also bei einem Freund die Möglichkeit habt mal selbst zu werfen, dann probiert euch dort aus. Bei uns könnt ihr dann im weltweit ersten Dartpfeil Konfigurator euren Dartpfeil nach Belieben zusammenstellen.

In vielen Dartshops gibt es nur fertige Dart Sets zu kaufen. Hierbei ensteht oftmals das Problem, dass einer der genannten Bestandteile nicht zu dem Wurfstil des Spielers passt. Daher stellen komplette Dartsets einen Anfänger oftmals nicht ganz zufrieden. Auch nutzt es nichts, sich die Darts eines Weltklassespielers zu kaufen, wenn Form, Länge und Gewicht nicht auf die eigenen Vorlieben zutreffen.

Steeldart oder Softdart?

Ein weiteres ganz wichtiges Entscheidungskriterium beim Dartpfeile kaufen ist, ob die Pfeile für ein Steeldartboard oder ein Softdartboard vorgesehen sind. Beim Softdart dürfen beispielsweise oftmals nur Pfeile bis zu einem Gewicht von 18 Gramm gespielt werden, während beim Steeldart die Grenze bei 50 Gramm liegt. Falls ihr also lieber schwere Darts spielt, dann macht es mehr Sinn Steeldart als Sportart zu wählen, da die Ergebnisse deutlich besser ausfallen werden.

Weitere Kleinigkeiten rund um den Dartpfeil für Anfänger

Rund um die Hauptbestandteile gibt es auch noch einige weitere Kleinigkeiten, die ihr als Anfänger im Dart beachten solltet. Der Protektor auf dem Flight der Darts ist eine dieser Kleinigkeiten. Oftmals werden die kleinen Schutzkappen auf dem Flight dazu genutzt, um die Lebensdauer der Flights zu verlängern. Was aber vielen Anfängern nicht bewusst ist, ist dass die kleine Schutzkappe auch ein zusätzliches Gewicht bedeutet und den Dart am hinteren Ende nach unten zieht. Wenn ihr gerne die Darts aufeinanderlegt, ist das eine gute Sache. Wenn ihr aber lieber die Darts von unten anspielt, kann dies zu einem echten Problem werden.

Gummiringe wichtiges Element beim Dartpfeile kaufen

Ein weiteres wirklich nützliches Detail sind die kleinen Gummiringe zwischen Barrel und Schaft. Die Gummiringe (auch O-Ringe genannt) werden in der Regel nicht sofort mitgeliefert, wenn ihr euren ersten Satz Darts bestellt. Schnell werdet ihr aber merken, dass sich die Stelle, an der Barrel und Schaft zusammengeschraubt sind, immer wieder aufdreht. Dies ist während einem Spiel unglaublich nervig. Hier schaffen die Gummiringe, die für kleines Geld zu erwerben sind Abhilfe. Sie sorgen schließlich für einen festen und sicheren Halt, sodass ihr befreit spielen könnt ohne die Darts an dieser Stelle immer wieder festdrehen zu müssen. Dieses und weiteres Zubehör findet ihr alles in unserem Dartpfeil Konfigurator und Einzelteile Shop.

Wir hoffen wir konnten dir als Anfänger hier einen Einblick in die Welt der Darts geben. Bei uns wirst auch du deinen individuell konfigurierten Dartpfeile finden, da du ihn dir hier ganz persönlich zusammenstellen kannst.

Daytrading lernen: 7 Tipps für Anfänger

Machst du diese 7 heftigen Trading Fehler?

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Hier bekommst du als Anfänger 7 wertvolle Tipps, um Daytrading lernen zu können, sodass du mit Forex oder CFDs sicher starten kannst.

Wer Daytrading lernen will, findet Unmengen an Informationen im Internet, in Büchern und auf Seminaren diverser Anbieter. Doch wo fange ich an?

Damit du als Trading Anfänger den Fokus auf die richtigen Inhalte legst, haben wir dir in diesem Blogbeitrag wichtige Trading Tipps zusammengetragen.

Damit kannst du den Fokus auf die wirklich wichtigen Themen legen, denn es gibt einige zu beachten. Bevor wir starten, solltest du dir unbedingt klar machen, dass Trading in der Regel mit gehebelten Finanzinstrumenten (Derivate wie Optionen, Futures, CFDs, FX. ) einhergeht. Der Hebel hat für viele seinen Reiz, wie wir noch feststellen werden, doch er ist genauso tückisch. Du kannst mit Trading sehr viel Geld verdienen, aber ebenso alles verlieren!

Damit letzteres nicht passiert, beginnen wir nun mit Tipp Nummer 1.

Daytrading lernen: Tipp 1 – Gezieltes Fachwissen aufbauen

Wer die absoluten Grundlagen noch nicht beherrscht, sollte sich die Zeit nehmen, diese zu verinnerlichen. Wer sich nicht gründlich auf die Börse und speziell das Trading vorbereitet, wird sein Geld schneller los als er gucken kann. Folgende Fragen musst du zwingend beantworten können, wenn du auch nur den Hauch einer Chance am Markt haben willst. Ich habe jeweils kurze Antworten dazu geschrieben, doch je nach Wissenstand solltest du tiefer in die Materie einsteigen.

  1. Welche Assetklassen gibt es? Die Rubriken der einzelnen Assets sind Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Devisen (FX). In den einzelnen Rubriken gibt es noch einmal Abstufungen. Bei Aktien spricht man beispielsweise von Bluechips oder Small Caps, was sich an der Größe des Handelsvolumens orientiert und somit unterschiedliche Tradingstrategien ermöglicht.
  2. Was ist überhaupt der „Markt“? Der Markt ist ein Sammelbegriff und beschreibt einen Ort, an dem Wertpapier- oder Derivatetransaktionen stattfinden. Es ist der (virtuelle) Ort, wo sich Käufer und Verkäufer finden und ihre Positionen gegen Geld tauschen. Wie beim Autohandel, werden auch die Preise für Wertpapiere (Basiswerte) über Angebot und Nachfrage bestimmt.
  3. Welche Marktteilnehmer gibt es? Die Marktteilnehmer teilen sich auf in Spekulanten (Du und ich), Investoren, Hedger und Arbitrageure. Hedger sichern sich bzw. Ihre Ware an Terminbörsen vor starken Preisschwankungen. Arbitrageure nutzen Preisdifferenzen eines Basiswertes an unterschiedlichen Börsen aus. Der moderne Computerhandel hat diesen Handelsstil in den letzten Jahren maßgeblich verändert.
  4. Wie kommt ein Kurs zustande? Es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Es ist in erster Linie vom jeweiligen Asset abhängig. Aktien werden über regulierte Börsen wie Xetra gehandelt. Das Orderbuch „matched“ Käufer und Verkäufer. Beim Devisenhandel (FX oder Forex) werden Transaktionen „OTC“, also over the counter am Interbankenmarkt abgewickelt. Derivate werden in der Regel von Banekn und Brokern bepreist und richten sich nach der Entwicklung des Basiswertes (z.B. DAX).
  5. Was ist ein Derivat und was ist der Hebel? Der Ausdruck „derivativ“ heißt übersetzt „abgeleitet“. Im Börsenhandel bedeutet es, dass ein Finanzprodukt von einem Basiswert abgeleitet wird. Noch einfacher ausgedrückt: Das Derivat macht die Entwicklung des Basiswertes mit. Nehmen wir einen CFD auf den DAX als Beispiel. Steigt der DAX , steigt auch der DAX CFD Kontrakt. Ob im Verhältnis 1:1, 1:10 oder sogar 1:100, entscheidet der gewählte Hebel des Traders. Ich kann mit Hilfe des Hebels also sehr hohe Renditen, aber auch Verluste erzielen.
  6. Wie kann ich handeln? Wer Daytrading nicht nur in der Theorie lernen, sondern auch praktisch betreiben will, braucht einen Laptop/PC/Smartphone, einen Internetzugang und ein Tradingkonto bei einem Online Broker. Der Broker sorgt für die Verwaltung des Kapitals und die Orderausführung.
  7. Wann kann ich handeln? Je nach Assetklasse gibt es feste Handelszeiten. Aktien können während der Börsenöffnungszeiten gehandelt werden. Devisen werden 24 Stunden durchgehandelt. Allerdings schließen alle Märkte von Freitag bis Montag.

Damit haben wir deine Grundlagen noch einmal aufgefrischt und wir können uns dem nächsten Tipp widmen.

Daytrading lernen: Tipp 2 – Eröffne ein Demokonto

Es gibt diverse Trading Plattformen, mit denen du Kurse verfolgen, Charttechnik ausprobieren und letztendlich Orders abgeben kannst. Welche Software und welchen Broker du wählst, hängt in erster Linie von den Finanzinstrumenten ab, die du handeln willst. Für viele Anfänger, die traden lernen wollen, hat sich ein kostenloses Demokonto bei eniem Online Broker für CFD und Forexhandel bewährt.

Zum einen sind CFDs sehr transparent in der Abbildung, können für verschiedene Tradingstile genutzt werden und sind seit diesem Jahr von der Nachschusspflicht befreit. Zudem bieten viele CFD und FX Broker Kontoeröffnungen ohne Mindesteinzahlung an. Das heißt, du kannst dein Tradingerlebnis mit wenig Kapital starten. Aber bevor du einen Trade mit Echtgeld eingehst, solltest du zwingend auf einem Demokonto üben. Folgende Gründe:

  1. Du riskierst kein eigenes Geld. Demokonten sind sozusagen Spielgeld.
  2. Du übst unter realen Bedingungen, denn die Software des Brokers ist für Livekonten und Demokonten gleich.
  3. Du kannst solange trainieren, bis du ein Gefühl für die Märkte und ein fertiges Setup hast.

Du wirst mit der Zeit merken, dass Disziplin und Geduld äußerst wichtige Eigenschaften für Erfolg im Trading sind. Nimm dir die Zeit und übe anhand des Demokontos. Dort kannst du Fehler machen, ohne das es weh tut.

Daytrading lernen: Tipp 3 – Tradingstil finden

Es gibt drei unterschiedliche Trading Stile, die sich in erster Linie in der zeitlichen Komponente unterscheiden. Daraus folgt, dass auch unterschiedliche Finanzinstrumente genutzt werden.

Folgende Trading Stile unterscheiden wir:

  1. Scalping – Scalp Trades sind von äußerst kurzer Haltedauer. Ein Scalper hält einen Trade für wenige Sekunden oder Minuten. Er schneidet sich eine kleine Bewegung von wenigen Punkten aus einem Basiswert heraus.
  2. Daytrading – Daytrader halten Ihre Positionen klassischerweise ein paar Stunden, bis zum Ende des Handelstages. Wenn das avisierte Ziel nach wenigen Minuten erreicht wurde, ist das natürlich auch in Ordnung.
  3. Swingtrading – Swingtrader haben eine längere Dauer für Ihren Trade geplant. Swingtrades dauern gerne mal ein paar Tage bis hin zu einigen Wochen.

Ein bekannter und professioneller Trader sagte einmal: „Es gibt eine Million Strategien, um an der Börse Geld zu verdienen. Aber nur einer dieser Wege ist DEIN Weg.“

Du wirst mit der Zeit merken, dass du nicht für jeden Trading Stil und jede Strategie gemacht bist. Ich zum Beispiel bin kein guter Optionshändler und ich schaffe es auch nicht, einen Trade lange durchzuhalten. Das liegt an meinen Charaktereigenschaften, die mich (sowie jeden Trader) im Trading beeinflussen. Ich habe aber über Testen und Ausprobieren herausgefunden, dass ich mich im Daytrading wohlfühle. Meine Trades laufen durchschnittlich 3,5 Stunden. Manchmal dauert es nur 5 Minuten.

Du musst also über das Testen verschiedener Stile auf dem Demokonto, herausfinden, welche zeitliche Perspektive am besten zu dir passt.

Wichtig: Ich kann mit jedem Trading Stil gleich viel Geld verlieren oder gewinnen. Es gibt kein besser oder schlechter! Wenn ein Swingtrader einen Trade pro Woche macht und 100 Punkte erzielt, der Scalper hingegen 10 Trades macht und jeweils 10 Punkte erzielt, ist da Ergebnis identisch.

Daytrading lernen: Tipp 4 – Eine erste Idee testen

Wenn du deinen Trading Stil gefunden hast, weißt du ungefähr, wie viele Punkte du pro Trade erzielen willst und demnach auch, wie lange ein Trade voraussichtlich laufen wird. Mit diesem Wissen bist du schon ein ganzer Stück weiter als am Anfang, jetzt geht es aber darum, eine Trading Strategie auf Basis des Trading Stils zu entwickeln.

Hier solltest du dir aus Blogs, Foren und/ oder Youtube erste Ideen holen. Du solltest auch hier wieder verschiedene Ideen und Strategien auf dem Demokonto testen. Dann kannst du schauen, welcher Ansatz zu dir passt und gute Resultate erzielt. Es ist dabei sehr wichtig, dass du nicht irgendeine vielversprechende Strategie blind nachhandelst. Wie immer: Sie muss zu Dir passen, denn deine Charaktereigenschaften, dein Fachwissen, etc. sorgen dafür, wie erfolgreich du die Theorie in die Praxis umsetzt.

Ich habe bereits einige Strategien und Setups vorgestellt, sodass du hier eine kleine Auswahl zur Verfügung stehen hast:

Damit hast du einige Ideen, wie eine Trading Strategie aussieht. Du kannst jeden dieser Ansätze beliebig erweitern.

Daytrading lernen: Tipp 5 – Erstelle dein Trading Setup

Wenn du dich mit der ein oder anderen Strategie vertraut gemacht hast und weißt, ob du lieber im Forex-, Rohstoff- oder im Aktienmarkt unterwegs bist, dann kannst du dein eigenes Trading Setup aufschreiben. Hierbei geht es darum, ein Regelwerk zu erstellen, was mindestens folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Basiswerte willst du handeln und mit welchem Finanzinstrument?
  • Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit du einen Trade eingehst (bestimmte Chartformationen? Fundamentaldaten? Nachrichten. )?
  • Wann würdest du NICHT traden?
  • Wann beendest du einen Trade? Manuell oder mit Limits wie Stop Loss und Take Profit?
  • Welche Zeiteinheit liegt deiner Idee zugrunde? 5-Min-Chart, 1h-Chart. (abhängig vom Tradingstil)?
  • Welche Risikoparameter wählst du? Hebel, Positionsgröße.

Ich möchte hier noch einmal betonen, dass dieses Setup zu dir passen muss! Deshalb gilt auch hier wieder: Testen, analysieren, optimieren auf einem Demokonto. Ich verrate dir hier schon einmal, dass die Herausforderung im Trading nicht darin besteht, ein erfolgreiches Trading Setup zu erstellen, sondern die dauerhafte Disziplin, um es professionell umzusetzen. Damit das gelingt, gibt es ein paar Hilfsmittel, wie das Trading Tagebuch.

Daytrading lernen: Tipp 6 – Ein Tagebuch anlegen

Manche erinnern sich beim Wort „Tagebuch“ böse an ihre Jugend. Doch dieses mal geht es nicht darum, seinen Liebeskummer zu dokumentieren, sondern die Gedanken und Handlungen des Tradingtages. Das kann nach ein paar Wochen zwar der allgemeinen Erheiterung dienen, hat aber eigentlich einen höheren Sinn.

Durch die lückenlose Dokumentation aller Trades schaffst du dir ein perfektes Analysetool. Du kannst anhand des Tagebuchs immer wieder zurückblicken und schauen, ob du die Fehler der letzten Woche wiederholt, oder endlich abgestellt hast. Da wir Trader zu Recency Bias (schnelles Vergessen) neigen, ist eine zeitnahe Dokumentation des Trades unerlässlich.

Was kommt alles in ein Trading Tagebuch? Alles was du brauchst, um eine vernünftige Nachbetrachtung machen zu können. Neben dem Resultat des Trades (in Punkten und/oder Euro) macht es Sinn, die Gedanken und Emotionen zu protokollieren. Hast du dich komfortabel gefühlt? War das Setup glasklar oder bist du abgewichen? Wenn ja, warum? Würdest du den Trade noch einmal machen?

Du kannst das Tagebuch in Excel-, Word- oder anderweitigem Dokument anlegen. Manche Trader nutzen auch ein klassisches Notizbuch. Ich selbst drucke mir die Charts aus, vermerke dort Trade Ein-/Ausstieg, meine Gedanken, das Ergebnis und ob es ein Trade war, der meinem Setup entsprach.

Daytrading lernen: Tipp 7 – Auf einfache Charttechnik konzentrieren

Viele Trader, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, glauben, dass sie einen Super-Indikator finden oder entwickeln müssen, der ihnen nur Gewinntrades signalisiert. Das ist Zeitverschwendung.

Oft sind die simpelsten Indikatoren die vielversprechendsten. Als Anfänger solltest du dich auf einfache Indikatoren konzentrieren. Hierzu zählt zum einen ein gleitender Durchschnitt und zum anderen einfache Unterstützungs- und Widerstandslinien.

Wenn du noch nicht weißt, wie du Widerstände und Unterstützungen erkennst, habe ich hier einen Beitrag für dich.

Als gleitenden Durchschnitt wählst du zum Beispiel einen Simple Moving Average oder einen Exponential Moving Average. Als Skalierung nehmen viele Trader die 200. Auch dazu findest du einen separaten Blogbeitrag.

Diese beiden Charttechnik Indikatoren ermöglichen dir die Optimierung deiner Trade Ein- und Ausstiege, da du nun Zonen im Chart erkennst, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für Rücksetzer oder Trendwechsel sorgen werden.

Im nachfolgenden Chart sind diese Indikatoren vereint. Erkennst du die simple aber wirksame Anwendung? Sowohl an dem EMA200 als auch den einzelnen Linien findet der Kurs immer wieder halt oder kehrt komplett um.

Übrigens: genau diese beiden Indikatoren werden von diversen Hedgefonds und Investmentbanken genutzt. Und diese Big Boys sind die wahren Profis.

Fazit:

Ich habe dir 7 Tipps vorgestellt, die dir nicht nur helfen werden, dich richtig zu fokussieren, sondern auch eine Schritt-für-Schritt Anleitung bieten, um Daytrading lernen zu können.

Du solltest solange auf dem Demokonto üben, bis du deine Trading Strategie weit genug entwickelt hast. Das bedeutet, dass sie über einen Zeitraum von mehreren Wochen positiv verlaufen ist. Trotz des Demokontos wirst du schon Erfahrungen über gute und schlechte Trades gesammelt.

Wichtig ist auch, dass du bereits in der Testphase die richtigen Risikomanagement-Parameter gefunden hast. Dazu gehört die Wahl der richtigen Positionsgröße und die Absicherung mittels Stop Loss.

Wenn du nun ein Echtgeldkonto eröffnest merkst du, dass nun die Emotionen hinzukommen. Dein Trading wird sich noch einmal verändern. Absolut wichtig sind Geduld und Disziplin. Behalte dein wahres Trading Setup im Auge und dokumentiere deine Trades.

Wichtig:Wenn du mit Trading nachhaltig Geld verdienen möchtest (wovon ich ausgehe), dann benötigst du eine erprobte Strategie. In unserem kostenlosen Videotraining zeigen wir dir, wie du unsere Newstrading Strategie (auch nebenberuflich) umsetzen kannst. Über den folgenden Button kommst du zur Terminauswahl. Starte jetzt:

Wie schreibt man ein Buch?

Buch schreiben – die zehn besten Tipps, um spannende Bücher zu schreiben.

Zuletzt aktualisiert 27.03.2020

Ein Buch schreiben: So fängt man an.

1. Der Plot

Will man ein spannendes Buch schreiben, so braucht man einen guten Plot. Das ist der Handlungsverlauf eines Romans, der sich aus allen Ereignissen einer Geschichte ergibt. Das wichtigste Grundprinzip eines spannenden Plots: Kausalität. Das heißt, alle Ereignisse eines Plots sollten kausal zusammenhängen. In einer guten Geschichte passiert nichts, was sich nicht aus dem Vorhergehenden ergibt.

Einzige Ausnahme: der Einstieg. Das erste Ereignis in einem Buch kann rein zufällig sein. Doch es sorgt dafür, dass alle darauffolgenden Ereignisse ins Rollen kommen – deshalb wird es auch auslösendes Ereignis genannt. Das auslösende Ereignis steht zu Beginn einer Geschichte und setzt alles Darauffolgende in Gang. Das ist ganz ähnlich wie beim Dominoeffekt: Der erste Stein fällt und reißt alle nachfolgenden Steine mit. Für einen guten Unterhaltungsroman ist die Kausalität des Plots die wichtigste Basis.

2. Der Hauptkonflikt

Bevor man beginnt, das Buch zu schreiben, sollte man die Handlung der Geschichte in einem Satz zusammenfassen. Das hilft, die wichtigsten Geschehnisse trotz vieler kreativer Einfälle nicht aus dem Auge zu verlieren. Doch der Satz sollte nicht nur eine Zusammenfassung der Geschichte sein, er sollte auch den Hauptkonflikt enthalten. In jedem Buch finden sich eine Menge Konflikte, doch der Hauptkonflikt gibt den rote Faden vor.

Betrachten wir zum Beispiel den Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind. So könnte die Geschichte in einem Satz lauten:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn will sich aus dem Geruch junger Frauen ein Parfum machen, das ihn liebenswerter macht.

Der Satz fasst zwar das Buch zusammen, doch der Hauptkonflikt fehlt. Mit anderen Worten: Wo ist in dieser Geschichte das Problem? Das, was sie erst so richtig spannend macht? Hier die Zusammenfassung in einem Satz inklusive Hauptkonflikt:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn ermordet junge Frauen und macht aus ihnen ein Parfum, das ihn liebenswerter machen soll.

In der zweiten Version ist klar, woraus sich in diesem Buch die Spannung ergibt, wo das größte Konfliktpotenzial liegt: Die Hauptfigur des Romans ist ein Mörder. Damit ist klar, dass er eine Menge Ärger am Hals hat. Im Buch ordnen sich alle Ereignisse und Szenen diesem Hauptkonflikt unter – das ist der rote Faden der Geschichte.

Bevor man anfängt das Buch zu schreiben, formuliert man am besten eine Zusammenfassung der Geschichte in einem Satz. Die Zusammenfassung sollte so einfach wie möglich sein. Wird der Satz zu kompliziert, dann ist vielleicht auch die Geschichte zu kompliziert. Geübte AutorInnen kriegen das in den Griff, doch mit weniger Übung könnte das schwierig werden.

3. Die Dramatik

Ein Unterhaltungsroman besteht aus einer Reihe von Ereignissen. In der Planungsphase sollte man sich die wichtigsten Ereignisse und Wendepunkte des Plots zurechtlegen. Der Hauptkonflikt in einem Satz gibt vor, welche Ereignisse zur Geschichte gehören und welche nicht. Ist der Handlungsverlauf soweit klar, dann sollte er einen guten Spannungsbogen kriegen: Der Plot braucht eine innere Dramatik. Diese entsteht dadurch, dass sich die Ereignisse allmählich zuspitzen.

Um einen guten Spannungsbogen für sein Buch hinzukriegen, kann man mit Dramenmodellen arbeiten. Das einfachste Dramenmodell ist der Dreiakter, der auf Aristoteles zurückgeht. Bis heute wird der Dreiakter für die Dramatisierung von Drehbüchern und Romanen eingesetzt.

1. Akt
Zu Beginn steht ein auslösendes Ereignis und die ersten sich allmählich steigernden Ereignisse.

2. Akt
Die Ereignisse spitzen sich immer weiter zu – bis sie schließlich in einem Höhepunkt gipfeln, der meist eine dramatische Wende für den Handlungsverlauf mit sich bringt.

3. Akt
Im letzten Akt folgt eine Kette von besonders dramatischen Ereignissen und dann der Schluss. Der Schluss muss die logische Folge der vorhergehenden Geschehnisse sein. Je weniger Zufall im Spiel ist, desto mehr Drama.

Bevor man anfängt, das Buch zu schreiben, formuliert man am besten vier Sätze:

Satz 1: Zusammenfassung der Geschichte inklusive Hauptkonflikt.
Satz 2: Auslösendes Ereignis und erster Akt.
Satz 3: Zweiter Akt mit Höhepunkt (= Wendepunkt).
Satz 4: Dritter Akt mit finalem Kampf (Show-Down) und Schluss.

Und hier der Dreiakter im Bild: Das auslösende Ereignis bringt die ganze Geschichte in Gang. Danach sollten sich die Ereignisse allmählich zuspitzen und auf einen Höhepunkt zusteuern, der eine dramatische Wende bringt. Danach spitzen sich die Ereignisse weiter zu, dann folgt meist ein finaler Kampf (Show-Down) und der Schluss.

4. Die Figuren

Spannende Bücher brauchen interessante Figuren. Um das hinzukriegen, entwickelt man die Hauptfiguren für sein Buch dreidimensional. Das heißt, die Figuren brauchen ein prägnantes Äußeres (1. Dimension), sie haben ein psychologisches Profil (2. Dimension) und ein soziales Profil (3. Dimension).

Interessante Figuren sollten außerdem etwas Außergewöhnliches haben. Etwas, das sie aus der Masse hervorhebt: ein außergewöhnliches Hobby oder außerordentliche Charakterzüge oder eine außergewöhnliche Lebensgeschichte oder etwas anderes Einzigartiges.

Am leichtesten gelingen spannende Figuren, wenn man ihnen einen ungewöhnlichen Wunsch mitgibt und den starken Willen, sich diesen Wunsch zu erfüllen – gegen alle Hindernisse. Viele AutorInnen schreiben Bücher, die 300 Seiten und mehr haben. Dann muss man das Interesse am Schicksal der Figur über viele Seiten aufrechterhalten. Verfolgt die Hauptfigur unbeirrt ein bestimmtes Ziel, so bleiben die LeserInnen bis zum Schluss dran um herauszufinden, ob die Figur es am Ende schafft.

5. Die Spannung

Die Basis für gute Spannung
Plant man ein spannendes Buch zu schreiben, dann sind ein dramatischer Plot und interessante Figuren eine solide Basis für gute Spannung. Das Wichtigste: Plot und Figuren müssen gut zusammenpassen.

Zum Beispiel in einer Liebesgeschichte:

Die Geschichte führt den Helden auf ein Segelboot, obwohl er nie schwimmen gelernt hat. Um sich vor seiner großen Liebe nicht zu blamieren, schweigt er eisern und lässt sich scheinbar entspannt aufs offene Meer hinaussegeln.
Draußen kentert das Schiff. Durch einen unglücklichen Zufall wird seine große Liebe ohnmächtig, geht über Bord und droht zu ertrinken.

Da Plot und Figuren gut zusammenpassen, wissen wir als LeserInnen zu diesem Zeitpunkt längst, dass unser Held nicht schwimmen kann und panische Angst vor dem Wasser hat. Da entsteht die Spannung schon aus der ganz banalen Frage: Wie schafft er es, seine große Liebe zu retten?

Ausbau des Spannungsbogens
Der Spannungsbogen kann noch weiter ausgebaut werden durch zahlreiche Konflikte. Die sorgen dafür, dass der Held eine Menge Probleme am Hals hat: er kämpft gegen die Natur, einen mächtigen Gegner (Antagonisten) oder sich selber.

Zurück zu unserem Beispiel:

Das Schiff kentert. Es ist stürmisch und dunkel. Der Held klammert sich verzweifelt an ein Wrackteil und rudert mit Armen und Beinen, um seine große Liebe vor dem Ertrinken zu bewahren. Diese treibt ohnmächtig in ihrer Schwimmweste auf den Wellen. Dann verhakt sich ein Wrackteil in einer Naht und die Schwimmweste verschwindet im dunklen Wasser – die Ohnmächtige droht unterzugehen. Der Held ist noch zu weit weg, um sie festhalten zu können. Doch er kann nicht schwimmen – wird er es trotzdem schaffen, sie zu retten?

Unterstützung des Spannungsbogens
Um ein spannendes Buch hinzukriegen, sollte man diese Grundspannung durch viele weitere Faktoren unterstützen. Zum Beispiel sorgt man beim Schreiben dafür, dass sich die Ereignisse überschlagen – je kürzer die dramatischen Geschehnisse getaktet sind, desto rasanter das Tempo und desto mehr Spannung baut sich auf. Außerdem ergeben sich weitere Spannungsmomente durch Missverständnisse, Rätsel, Geheimnisse und eine zeitliche Begrenzung. Auch der Schreibstil kann den Spannungsbogen unterstützen, beispielsweise durch eine knappe, gehetzte Erzählweise.

6. Genre und Thema

Will man sein Buch später veröffentlichen, sollte man sich schon frühzeitig Gedanken darüber machen, zu welchem Genre die eigene Geschichte gehört. Denn spätestens, wenn man sich mit dem fertigen Manuskript bei einem Verlag bewirbt, will dieser das Genres des Buches wissen. Passt das eigene Manuskript zu keinem Genre oder Subgenre, dann ist es deutlich schwieriger, einen Verlag zu finden. Das Veröffentlichen eines Buches gelingt leichter, wenn man bereits bei der Planung die wichtigsten Prinzipien des jeweiligen Genres berücksichtigt. Welche Genres und Subgenres es gibt und welche charakteristischen Merkmale sie haben, das ist in meinem Sachbuch “Buchgenres kompakt” nachzulesen.

Viele spannend erzählte Bücher haben außerdem oft ein Thema, um das sich alles dreht. Auf diese Weise wird das Erzählte intensiver. Zum Beispiel „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Alles in dieser Geschichte dreht sich um Geruch und Tod. Schon auf der ersten Seite klingt das Thema an:

Zu der Zeit, von der wir reden, herrschte in den Städten ein für uns moderne Menschen kaum vorstellbarer Gestank. Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz und nach Rattendreck, die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett“. Und „am allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs“ wird die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille geboren: „Es war einer der heißesten Tage des Jahres. Die Hitze lag wie Blei über dem Friedhof und quetschte den nach einer Mischung aus fauligen Melonen und verbranntem Horn riechenden Verwesungsbrodem in die benachbarten Gassen. Grenouilles Mutter stand, als die Wehen einsetzten, an einer Fischbude in der Rue aux Fers und schuppte Weißlinge, die sie zuvor ausgenommen hatte. Die Fische, angeblich erst am Morgen aus der Seine gezogen, stanken bereits so sehr, daß ihr Geruch den Leichengeruch überdeckte.

(Zitate aus Patrick Süskind, Das Parfum, Die Geschichte eines Mörders. Diogenes Taschenbuch 1994, Seite fünf und sieben).

Die Zusammenfassung in einem Satz inklusive Hauptkonflikt zeigt, dass „Geruch und Tod“ bereits in der Grundkonstellation der Geschichte angelegt ist:

Ein Mann ohne Eigengeruch und mit genialem Geruchssinn ermordet junge Frauen und macht aus ihnen ein Parfum, das ihn liebenswerter machen soll.

Aber auch im Handlungsverlauf und bei vielen anderen Details des Romans spielen „Geruch und Tod“ eine wesentliche Rolle. Auf diese Weise zieht sich das Thema durch alle Ebenen der Geschichte. Ein Thema trägt dazu bei, das Erzählte zu verdichten und auf diese Weise zu intensivieren.

7. Show don’t tell

Das Prinzip „Show don’t tell“ gilt derzeit als eine der wichtigsten Empfehlungen beim Bücherschreiben überhaupt. Dieses Prinzip unterscheidet zwei Arten von Erzählweisen: narrativ und szenisch. Beim narrativen Erzählen werden die Geschehnisse beschrieben.

Beim szenischen Erzählen werden die Ereignisse „gezeigt“ durch Dialoge und Handlungen. Wir schildern bildhaft, was wir vor unserem inneren Auge sehen, damit die Geschehnisse lebendiger werden. Das szenische Schreiben gelingt, wenn wir alle fünf Sinne ansprechen: Wir beschreiben, was die Figuren in der Geschichte hören, was sie sehen, riechen, schmecken und fühlen. Das Ziel ist, dass bei den LeserInnen eine bildhafte Vorstellung von dem Geschehen entsteht.

Klassische Beispiele für die narrative Erzählweise sind Märchen wie Hänsel und Gretel. Hier ein Beispiel, wie sich der Unterschied bemerkbar macht.

So klingt es narrativ:

Hänsel und Gretel verirrten sich im Wald. Dort war es dunkel und kalt, und sie fürchteten sich sehr.

So klingt es szenisch:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
“Ich bin müde”, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
“Wir müssen weiter”, drängte er.

(Das Beispiel verdanke ich meiner Kollegin Simone Harland und dem Autorenforum Montségur.)

Wesentlicher Bestandteil des szenischen Erzählens sind Dialoge. Aber es kommen noch viele weitere Elemente hinzu, insbesondere bildhafte Schilderungen von Schauplätzen, Figuren und Handlungen.

8. Die Dialoge

Man könnte meinen, das Wichtigste am Dialog ist, was gesprochen wird. Doch das Gegenteil ist der Fall: Dialoge leben vor allem von dem, was nicht ausgesprochen wird. Der häufigste Anfängerfehler: Die Figuren reden zu viel.

Zurück zu unserem Beispiel von Hänsel und Gretel.

Hier wird zu viel geredet:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
“Es ist so kalt hier und wir wissen doch gar nicht, wo wir sind. Außerdem bin ich müde”, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
“Bald ist es Mitternacht und wenn wir nicht schnell den Weg nach Hause finden, müssen wir im Wald übernachten. Dort sind wir den wilden Tieren ausgeliefert. Wir haben keine Zeit, wir müssen weiter”, drängte er.

Und so klingt die wortkarge Version:

Gretel zitterte und ihr blasses Gesicht hob sich von den nachtschwarzen Baumstämmen ab.
“Ich bin müde”, flüsterte sie.
Hänsel wischte sich mit dem Handrücken die Nase.
“Wir müssen weiter”, drängte er.

Spannende Dialoge entstehen erst durch Überarbeitung. Steckt man mitten im Schreibprozess, dann schreibt man Dialoge am besten so, wie einem die Worte gerade in den Sinn kommen. Diese erste Version sollte man später überarbeiten: Damit es unterhaltsamer und spannender wird, hilft es oft, die Sätze in direkter Rede soweit zu kürzen, dass sie gerade noch verständlich sind. Den LeserInnen reichen meist schon wenige Worte, um einer Geschichte folgen zu können. Alles, was darüber hinausgeht, wird oft als langweilig empfunden.

Natürlich gibt es richtig gute Bücher mit wortreichen Dialogen. Aber es braucht eine Menge Erfahrung, um ausführliche Dialoge zu schreiben, die nicht langweilen. Deshalb ist es zu Beginn einfacher, Dialoge knapp zu halten.

9. Das Gefühl

In der Musikszene ist es längst bekannt und wir ZuschauerInnen wissen es spätestens seit „The Voice of Germany“: Beim Singen geht ohne Gefühl nichts. Und beim Malen und Schreiben ist es nicht anders: Nur wenn man sein eigenes, echtes Gefühl in ein kreatives Werk hineingibt, wird es richtig gut. Warum das so ist? Weil wir Menschen sehr feine Antennen für die Gefühle anderer haben. Weil wir merken, ob ein Lied, ein Bild oder eine Geschichte menschliche Gefühle transportiert. Drückt ein kreatives Werk echte Gefühle aus, reagieren wir mit eigenen Gefühlen darauf – wir sind berührt und das Werk hinterlässt einen tiefen Eindruck bei uns.

Doch wie kommen meine Gefühle in das Buch, das ich schreibe? Wenn ich eine Szene schreiben will, dann tauche ich in die Geschehnisse ein, ganz tief, bis ich das fühle, was die Personen in meiner Szene empfinden – das, was ich gerade beschreiben möchte. Erst dann schreibe ich das Ganze auf – aus meinen eigenen, echten Gefühlen heraus.

10. Ein guter Schreibstil

Die schwierigste Frage zum Schluss: Was macht einen guten Schreibstil aus? Und wie komme ich dahin?
Da hilft nur eines: Ausprobieren. Viel schreiben. Herausfinden, womit man sich wohlfühlt. Zu Beginn kann man sich an dem orientieren, was man selber gerne liest. Eine gute Übung ist es, wenn man seinen eigenen Text immer wieder aufs Neue schreibt in unterschiedlichen Schreibstilen: mal als Comic, mal wie Kafka, mal wie Rowling und mal wie ein Heftroman. So kann man die Unterschiede besser erkennen und lernt, die Sprache bewusst einzusetzen.

Vorsicht ist geboten mit Metaphern und Adjektiven. Viele tolle Bücher sind gespickt davon, doch andere werden dadurch unleserlich. Denn Metaphern und Adjektive sind wie das Salz in der Suppe: Mit Bedacht eingesetzt sind sie wundervoll, aber eine kleine Prise zu viel reicht schon, um das Ganze ungenießbar zu machen.

Romane schreiben – Teil I
Entwickeln Sie Schritt-für-Schritt aus der ersten Idee einen spannenden Roman. In nur fünf Modulen lernen Sie die wichtigsten Prinzipien:

  • Wie Sie zwischen guten und weniger guten Ideen unterscheiden.
  • Wie Sie einen schlüssigen und spannenden Plot entwickeln.
  • Wie Sie das Interesse an Ihren Figuren wecken und wachhalten.

Guten Morgen Frau Huselmann,
vielen Dank für die vielen guten und hilfreichen Tipps! Ich habe ein eher ungewöhnliches Problem, das mir in den anderen Kommentaren nicht begegnet ist und hoffe, dass Sie mir trotzdem helfen können: Ich schreibe unheimlich gerne, Gedichte, kurze Geschichten und Szenen. Für ein ganzes Buch fehlt mir aber schlicht die Idee zur Handlung. Die brauche ich aber ja, um sie hinterher auch ausformulieren und spannend aufschreiben zu können.
Bin ich einfach nicht geeignet, ein Buch zu schreiben? Gibt es Tipps, um auf erste Ideen zu kommen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe,
Isabel

es gibt nur einen Weg, um herauszufinden, ob Sie dafür geeignet sind, ein Buch zu schreiben: Sie probieren es aus. Da es sehr viel Spaß macht, ein Buch zu schreiben, lohnt sich auf jeden Fall ein Versuch. Wie man erste und vor allem gute Ideen findet, das können Sie hier in meinem Blogbeitrag nachlesen: Wie man gute Romanideen findet.

Viel Freude wünsche ich Ihnen bei der Ideensuche!
Anette Huesmann

Vielen Dank für die guten Tipps. Ich hege seit langem den Traum ein Buch zu schreiben und habe auch unzählige Ideen in meinem Kopf. Nur finde ich kaum Zeit, mich hinzusetzen und einfach anzufangen. Haben Sie Tipps, wie ich es schaffe, trotz Studium, Prüfungsstress und vielem anderen, an einem Buch zu arbeiten? Ist es überhaupt möglich, so ganz “nebenbei” ein Buch zu schreiben?

Hallo Frau Wallenberger,

die meisten Bücher werden “nebenbei” geschrieben – denn die meisten Autor*innen schreiben nicht hauptberuflich Bücher, sondern nebenberuflich. Um das hinzukriegen, funktionieren am besten feste Schreibzeiten. Das heißt, Sie wählen die Stunden, die gut in Ihren persönlichen Alltag passen: immer Freitagabend von 18.00 bis 22.00 Uhr oder jeden Morgen von 7.00 bis 8.00 Uhr oder immer Samstagvormittag und Sonntagvormittag. Sie sollten ein bestimmtes Zeitfenster als feste Schreibzeit wählen und so oft wie möglich die Schreibzeit einhalten – egal ob Sie müde sind, keine Lust haben oder lieber schlafen möchten. Haben Sie mehrere Schreibzeiten pro Woche, dann kommen Sie schneller voran, haben Sie nur eine Schreibzeit pro Woche, geht es langsamer voran. Aber in jedem Fall kommen Sie voran. Übrigens haben auch viele große Schriftsteller*innen so gearbeitet und trotz Arbeit “nebenbei” Romane geschrieben.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen
Anette Huesmann

Ach so, noch etwas: Kann ich meine Kapitel/ Geschichte aich an mehrere Verlage gleichzeitig schicken und dann gucken, wer absagt und zusagt (wie man das auch immer macht) und anschließend eintscheiden, welchen Verlag mein Buch verkaufen darf?
Und man schickt ja nur das Manuskript zum Verlag, und wenn der das Manuskript annimmt, wie entsteht daraus ein Buch mit Cover, Klapptext und Co.? Muss man Geld dafür bezahlen? Wenn ja, wie teuer ist so etwas? Muss ich den Klapptext selber entwerfen? Und das Cover auch?
Ich hoffe, sie haben Geduld für diese vielen Fragen! Entschuldige und liebe Grüße, Sarah ;)

Hallo Frau Mars,

auch dazu finden Sie die Antworten in meinem Blogbeitrag “Buch veröffentlichen“.

Ich drücke Ihnen die Daumen
Anette Huesmann

Hallo, ich habe folgende Frage.
Sie haben gesagt keines der Ereignisse darf zu viel sein. Was ist nun aber wenn man am Anfang ein Ereignis beschreibt zu dem die darauffolgenden Geschichte hin führt? Dieses Ereignis führt ja kein anderes Ereignis ein ist das dann schlecht?

nein, das passt auch gut. Denn das am Anfang geschilderte Ergebnis gehört ja in diesem Fall zwingend zur Geschichte dazu, weil es das Ende der Geschichte ist – und nur am Anfang kurz als Vorgeschmack auf das, was noch kommt, geschildert.

Viel Erfolg
Anette Huesmann

Guten Tag Frau Huesmann,
erst einmal vielen Dank für ihren Beitrag!
Da sie selbst Autorin sind- wie hat das angefangen, dass sie irgendwann Erfolg hatten? Wie schickt man fertige Bücher zu einem Verlag? Und zu welchem? Und schickt man die komplette, fertige Geschichte oder nur wenige Kapitel? Wenn alle Verläge die Geschichte nicht annehmen.- kann man dann auch alleine, sprich ohne Verlag ein Buch herausbringen? Wenn ja, wie? Und wird es dann trotzdem in die Buchhandlungen kommen? Ich möchte mein erstes Buch schreiben und habe dort fast alles fertig- es wird quasi ein Tier- Roman. Ich habe viel im Internet geguckt, aber dem darf man auch nicht alles glauben :). Deswegen dachte ich mir, dass Rat von einer Autorin doch bessser sei. Ich bin selbst unter 16 Jahre alt und könnte Tipps gut gebrauchen.
Danke schonmal im Voraus und Entschuldigung für die vielen Fragen!

Hallo Frau Mars,

Sie können alles hier auf meinem Blog nachlesen, in meinem Beitrag “Buch veröffentlichen“.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!
Anette Huesmann

Eine sehr gute Zusammenfassung, um ein spannendes Buch zu schreiben.

Es fehlt der Teil mit der Schreibroutine. Jemand, der ein Buch schreiben will, muss unbedingt eine Schreibroutine entwickeln – im Idealfall schreibt man täglich mindestens eine Seite für sein Buch. Das ist deshalb wichtig, weil diejenigen, die unregelmäßig schreiben, irgendwann das Schreiben ganz aufgeben – dieses Problem haben vor allem Einsteiger-Autoren.

Liebe Frau Huesmann,
Auch von mir erstmal danke für diese guten Tipps. Sie haben mir damit wirklich sehr geholfen.
Trotzdem habe ich noch etliche Probleme meine Buchidee umzusetzen. Das ist mein erstes Buch und ich hatte Anfangs das Problem, dass ich direkt losgeschrieben habe. Aber ich hatte ständig Schreibblockaden und hatte immer viele Stellen, an denen ich noch kein “großes Ereignis” beschreiben wollte, aber auch nicht wusste, was ich ansonsten schreiben sollte. Ich weiß nicht, ob das an meiner mangelnden Planung lag, obwohl ich die Geschichte eigentlich komplett im Kopf hatte. Jetzt habe ich mich mit ihrer und einigen anderen Websites besser informiert.
Aber ich habe nun immernoch das Problem, dass ich keine “Lückenfüller” finden kann, die nichts extrem Wichtiges beinhalten, aber die Handlung auch nicht zum Stocken bringen.
Sollte man vor dem Schreiben erst die einzelnen Punkte des ganzen Buches planen oder gibt es dafür eine andere Lösung?
Vielleicht können sie mir weiter helfen?
Danke schonmal im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
Maria

viele planen vor dem Schreiben jede Szene der Geschichte – das ist eine Möglichkeit, wie man schon frühzeitig einen Überblick über die ganze Geschichte bekommt. Andere planen eine Geschichte während sie bereits daran schreiben, auf diese Weise sind sie mit der Planung immer zwei oder Schritte weiter als mit dem Schreiben. Doch egal, welche der beiden Methoden man wählt, eine Geschichte sollte niemals Lückenfüller enthalten. Vielleicht ist Ihre Buchidee ja keine Buchidee, sondern die Idee für eine tolle Kurzgeschichte? Es gibt Geschichten, die füllen keine 300 Seiten. Deshalb sind sie nicht schlechter, sondern einfach nur kürzer.

Viel Freude am Schreiben wünsche ich Ihnen
Anette Huesmann

Liebe Frau Huesmann,
erstmal Danke für diesen Blog und die vielen Tipps, die mir sehr gut weitergeholfen haben.
Ich bin 43 Jahre alt und versuche gefühlt zum 1000 Mal ein Buch/Roman zu schreiben. :)
Mein Problem besteht darin, daß ich immer nur den ersten Kapitel aufschreibe und diesen anschließend immer wieder versuche zu verbessern, weshalb ich nie weiter komme.
Erst sind es nur einzelne Sätze, die ich umformulliere, dann ganze Abschnitte, bis ich den ganzen Kapitel streiche und wieder von vorne Anfange.
Selbst wenn ich der Meinung bin, daß endlich alles “sitzt”, finde ich beim durchlesen immer noch irgendetwas, was mir nicht gefällt, und fange wieder an zu “verbessern”.
Wenn ich mir das Aufgeschriebene nicht durchlese, sondern einfach nur weiterschreibe, befürchte ich, daß ich später versehentlich Details einbinde, die mit denen am Anfang nicht übereinstimmen.
Wie kann ich das Problem lösen?

Sie können sich das ähnlich vorstellen, als wenn Sie sich vorgenommen hätten, einen Kuchen zu backen. Im ersten Arbeitsschritt sieben Sie das Mehl. Doch Sie sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden und werfen das gesiebte Mehl weg. Dann beginnen Sie erneut damit, das Mehl zu sieben – und werfen es im Anschluss wieder weg. Auf diese Weise wird es nie einen Kuchen geben. Das Bedauerliche ist, dass Sie auf diesem Weg auch nichts lernen. Denn Sie üben immer nur das Sieben des Mehls und können nie die folgenden Arbeitsschritte lernen und üben. In diesem Fall wäre mein Rat: Mit den Unzulänglichkeiten leben. Erst mal weitermachen mit dem nicht perfekt gesiebten Mehl. Den Kuchen fertig backen, sich daran freuen (auch wenn er noch nicht perfekt geraten ist) und dann einen neuen Kuchen backen. So kommen Sie allmählich voran, können dazu lernen, besser werden – bis eines Tages der perfekte Kuchen vor Ihnen steht.

In diesem Sinne würde ich Ihnen raten: Nicht löschen, sondern weiterschreiben. Nur so kommen Sie voran und können allmählich besser werden. Und im Gegensatz zu einem Kuchen kann man bei einem Roman eine erste Fassung erstellen, die man dann immer weiter perfektionieren kann ;-)

Viel Freude am Schreiben wünsche ich Ihnen
Anette Huesmann

Liebe Frau Huesmann,
zuerst einmal vielen Dank, für ihren wirklich sehr hilfreichen und interessanten Blog.

Ich bin schon seit einiger Zeit dabei, an dem Plot für mein Buch zu arbeiten. Die Handlung habe ich schon fertig aufgebaut. Unsicher bin ich mir allerdings noch, ob ich aus einer Perspektive (also der Perspektive der Hauptfigur) erzählen soll oder aus mehreren Perspektiven.

Hätten sie vielleicht einen Tipp, wann das erzählen aus mehreren Perspektiven zuträglich ist, oder wann man es lieber bei einer Perspektive lassen sollte?

Schon einmal danke im Voraus für ihre Antwort… : )

das hängt davon ab, was Sie in der Geschichte alles erzählen möchten. Wird eine Geschichte nur aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt, dann können Sie nur Szenen schildern, bei denen die Hauptfigur anwesend ist. Denn es wird ja nur aus ihrer Sicht erzählt und damit ist man beschränkt auf die Dinge, die die Hauptfigur selber miterlebt. Alles andere muss sie dann erzählt bekommen oder irgendwie “erfahren”. In diesem Fall ist man auch auf die Innensicht der Hauptfigur beschränkt, kann also nur erzählen, wie die Hauptfigur das empfindet und was sie darüber denkt.

Erzählt man dagegen eine Geschichte aus der Perspektive mehrerer Figuren, dann kann man mehr Facetten einer Geschichte erzählen. Man kann auch Szenen schildern, an denen die Hauptfigur nicht beteiligt ist. Und man kann die Sichtweise anderer Figuren schildern, wie es ihnen damit geht und was sie darüber denken. Manche Geschichten müssen multiperspektivisch erzählt werden, weil sie sonst nicht funktionieren.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo,
ich würde meine Geschichte gerne schreiben lassen Haben Sie Tipps?
Es geht um sexuelle Gewalt in der Kindheit, die Auswirkungen aufs Erwachsenenleben und darum zu verarbeiten.

Herzliche Grüße
Anonymous

es gibt die Möglichkeit, eine Biografin bzw. einen Biografen damit zu beauftragen. Hier finden Sie Adressen:

Viele Grüße
Anette Huesmann

Sehr coole Tipps! Besonders “Show, don’t tell” finde ich für gelungenes Storytelling enorm wichtig.

Auch deine Ausführungen zur Struktur finde ich sehr gelungen! Am Plot knabbere ich immer wieder etwas.

Als ich vor einiger Zeit – vermutlich hat das jeder schon mal erlebt – eine Schreibblockade hatte, habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob es nicht typische Plots gibt, die ich quasi als Vorlage verwenden könnte, um gedanklich selber wieder in Gang zu kommen.

Daraus hat sich ein (wie ich finde) ebenfalls cooler Artikel über Geschichten schreiben nach Plot-Vorlagen entwickelt, den ich hier gerne mit beisteuere, in der Hoffnung, damit vielleicht jemandem helfen zu können, der auch gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht :)

Was ist dein Tipp bei Planlosigkeit beim Storydesign?

Liebe Grüße und “Tolle Arbeit”!

danke dir für die Rückmeldung. Ich hatte mich schon vor einigen Jahren mit derselben Frage beschäftigt – und bin beim gleichen Werkzeug gelandet wie du: Die 20 Masterplots von Ronald B. Tobias – siehe mein Artikel “20 Masterplots – ein Lehrbuch für AutorInnen“.

Masterplots sind eine gute Möglichkeit, der eigenen Geschichte mehr Tiefe zu geben.

Viele Grüße
Anette

Auch mich reizt es ein Buch zu schreiben. Ich habe einige Ideen wie die Geschichten beginnen. Nur ein Ende zu finden habe ich meist ein Problem, weswegen ich zögere. Gibt es hier Tipps :)

wenn man anfängt mit dem Schreiben, ist es leichter, das Projekt zu einem guten Ende zu bringen, wenn man die Geschichte inklusive Ende in groben Zügen durchplant. Sonst ist das Risiko sehr groß, dass man mitten drin hängen bleibt, weil man sich in eine Sackgasse geschrieben hat. Wenn man auf der Suche nach einer guten Idee für das Ende ist (und so überhaupt keinen vernünftigen Einfall hat), hilft es oft, ganz spielerisch an die Sache dranzugehen. Zum Beispiel mit Tarotkarten, weil diese Abbildungen haben, die sich interpretieren lassen. Zieht man zum Beispiel den Tod, kann man sich fragen, was wäre, wenn die Hauptfigur am Ende stirbt – oder ihr Hund stirbt – oder die Nachbarin stirbt? Und so weiter. Auf diese Weise kann man sich ganz spielerisch ein paar Möglichkeiten erarbeiten. Die lässt man dann ein paar Tage / Wochen liegen und wenn man später mit neuen Augen draufkuckt, merkt man oft schnell, welche der vielen Möglichkeiten meine Phantasie am besten ankurbelt bzw. welche ich am spannendsten finde. Natürlich kann man auch jede andere Form der Ideenfindung nutzen, z.B. das Ende von Fernsehfilmen, den Polizeibericht oder Würfel mit Symbolen.

Viel Spaß!
Anette Huesmann

Liebe Frau Huesmann,
Ich bin 14 Jahre alt und habe bereits einen Roman angefangen, der rund 30.000 Wörter bis jetzt umfasst. Leider habe ich beim Lesen festgestellt, dass die Protagonistin sich an vielen Stellen sehr unterschiedlich verhält, viel zu viel passiert, das nichts mit dem Hauptplot zu tun hat und für den Leser einfach zu verwirrend geschrieben ist. Außerdem hat die Protagonistin so viele Probleme, die es zu lösen gibt, dass der Roman viele tausend Seiten lang werden müsste, um auch die Geschichten der Nebenfiguren zu behandeln und alle Probleme zu lösen. Da es mir nicht so erscheint, als könnte ich das durch Überarbeiten zu einem sinnvollen Roman machen, habe ich entschieden, das so zu lassen und dafür einen neuen Roman anzufangen mithilfe Ihrer Tipps. Dennoch habe ich Angst, dass mir dieselben Fehler unterlaufen werden und am Ende nichts mehr richtig Sinn ergibt. Hätten Sie Vorschläge für mich, wie ich meinen Roman übersichtlicher gestalten könnte und nicht während des Schreibens vom Thema abschweife, damit dieser Roman besser wird?
Mit freundlichen Grüßen
Alicia

Sie haben es schon selber gesagt, was Sie tun sollten: nicht abschweifen :-) Ich würde Ihnen empfehlen, schon bei der Planung darauf zu achten, dass Sie nur Szenen einplanen, die wirklich zur Geschichte gehören. Und beim Schreiben ist es noch wichtiger, nur Dinge zu erzählen, die wirklich dazu gehören. Wenn einem das beim Schreiben nicht gelingt, dann sollte man spätestens beim Überarbeiten darauf achten und dann alles streichen, was nicht wirklich dazu gehört. Auf diese Weise könnten Sie auch Ihren Romananfang überarbeiten und dann sehen, was noch geblieben ist.

Viel Spaß beim Schreiben!
Anette Huesmann

Hallo,
Ich möchte nun schon sehr lange ein Buch schreiben. Ich sammle nur immer zu viele Ideen und kann mich nicht entscheiden was in die Geschichte passt und was ich eher weglassen sollte.
Deshalb habe ich mich erst einmal an Kurzgeschichten ausprobiert um ein Gefühl dafür zu bekommen. Allerdings bin ich noch genauso Planlos wie davor.
Meine Motivation hält sich dadurch in Grenzen, weil ich einfach nicht weiß wie ich weitermachen soll.
Hätten Sie vielelicht einen Tipp für mich?
LG Anna

in der Tat, das ist eines der schwierigsten Dinge beim Schreiben. Theoretisch könnte man eine Menge schreiben, aber praktisch muss man sich entscheiden, was man weglässt und was man beschreibt. Erst, wenn man diese Entscheidungen für sein Projekt getroffen hat, kann man loslegen oder weiterschreiben. Um herauszufinden, was man schreibt und was nicht, ist der Hauptkonflikt in einem Satz das wichtigste Hilfsmittel. Diesen Satz muss man für seine Geschichte finden (ist oben beschrieben, wie man den findet). Dieser Satz gibt den roten Faden vor für die Geschichte: Die Ereignisse, die dazu dienen, diesen Satz mit Leben zu füllen, die schildert man, alles andere lässt man weg.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo Frau Huesmann,

zunächst großes Lob für ihren sehr lehrreichen Blog, dem ich viele nützliche Tipps entnehmen konnte!

Mich würde mal interessieren, wie wichtig ein “Happy End” für einen Roman ist… Ich schreibe autobiographisch über ein erlebtes Liebesdrama. Leider geht die Geschichte für den Protagonisten nicht gut aus. Könnte das enttäuschend für den Leser sein? Allerdings will ich nichts “hinzudichten” und möglichst nahe an der Realität bleiben, da ich sonst befürchte, es könnte gestellt wirken.

Und wäre es sinnvoll den Einstieg mit dem “dramatischen Ende” zu beginnen und die Geschichte sozusagen als Rückblende aufzubauen um aufzuwickeln, wie es dazu kam?

Ich bin nämlich derzeit noch mit dem Plot beschäftigt…
Mich würde Ihre Meinung brennend interessieren!

Vielen Dank im voraus und liebe Grüße,
Sascha

je eher Mainstream, desto wichtiger ist ein Happy End – je eher literarisch, desto wichtiger ist ein tragischer Schluss.

Da Ihre Geschichte autobiografisch angelegt ist, wird es wohl eher kein Mainstream sein. In diesem Fall wäre ein tragisches Ende eher förderlich.

Viele Romane (und auch Filme) stellen das dramatische Ende an den Anfang und erzählen die eigentliche Geschichte in einer Rückblende. Hat aber den Nachteil, dass man bereits zu Beginn verrät, dass es kein Happy End geben wird. Würde ich nur machen, wenn es der Dramatik der Geschichte keinen Abbruch tut. Denn viele Geschichten leben davon, dass ich als Leserin eben nicht weiß, wie sie enden.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo Frau Huesmann,
Ich bin 14 und versuche mich gerade an meinem ersten Buch jedoch fällt mir die Einleitung sehr schwer. Ich habe leider keinerlei Ahnung wie ich diese spannend gestalten soll. Das Buch soll von dem Amerikanischen Bandenkrieg handeln. Hätten sie eventuell einen guten Tipp?
Viele Grüße
Rene

ich würde mich nicht zu lange mit dem Einstieg aufhalten. Der darf am Anfang ruhig holperig sein, schließlich muss man sich erst “warm schreiben” und in die Geschichte reinkommen. Jetzt im Moment ist der Einstieg nur ein erster Entwurf. Am Ende, wenn das Buch fertig ist, kehrt man zum Einstieg zurück und schreibt ihn ein zweites Mal bzw. überarbeitet ihn. Dann ist man viel mehr in der Geschichte drin und kann ihn viel besser schreiben. Der Trick ist: Am Anfang den “schlechten” Einstieg einfach stehen lassen, um voran zu kommen, und dann ganz am Ende den holperigen Einstieg überarbeiten, bis er richtig gut ist.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Ich versuche eine Fantasy Geschichte zu schreiben, aber ich bekomme es nicht hin, dass ein Ereignis nach dem anderen abläuft!

in meinem Video auf youtube habe ich beschrieben, wie man das macht:

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hey cool. Ich will auch gerade naja Versuche gerade ein Fantasy Buch zu schreiben. Ich wünsche dir viel Erfolg und vielleicht finde ich dein fertiges Werk Mal im Laden.

Guten Tag Frau Huesmann
mein Enkel hat mir empfohlen sich an sie zu wenden. Ich versuche ein Buch über Piraterie ähnliche Ereignisse im 19. Jahrhundert zu schreiben teilweise tauchen reale Personen (z. B. Queen Victoria) und teils auch Personen aus anderen Büchern/ Filmen ( z. B. Captain Jack Sparrow aus Fluch der Karibik) wie kann ich diese in meine Geschichte einfliesen lassen ohne die komplette Lebensgeschichte umzuschreiben bzw. Plagiat ohne Quellenangabe zu betreiben.

Hallo Frau Krause,

tauchen historische Personen des öffentlichen Lebens in einem Roman auf, so erwarten die LeserInnen, dass die Eckdaten stimmen. Sie sollten also deren Lebensgeschichte keineswegs umschreiben. An Figuren aus anderen Geschichten haben deren AutorInnen die Urheberrechte, Sie würde also deren Urheberrechte verletzen, wenn diese in Ihrer Geschichte auftauchen. Es gibt zwar die sogenannte Fanfiction, aber diese bewegt sich in einem rechtlichen Graubereich.

Viele Grüße
Anette Huesmann

Hallo Frau Huesmann
Ich habe eine ganze Reihe von ca. 10 Romanen verfasst. Beim letzten Lesen bevor ich es einem Verlag zusende sind mir erhebliche Logikfehler in meiner Geschichte aufgefallen wie kann ich diese im 2. Versuch überarbeiten. Ich habe es schon selber versucht, aber bin daran gescheitert das die ganze Handlung des Buches und die der nachfolgenden Bücher auf diesen einen Logikfehler basiert.

Hallo Herr Otto,

ich würde Ihnen empfehlen, sich eine Lektorin zu suchen. Viele bieten auch Coaching, Schreibberatung und Gutachten für Manuskripte. Dann haben Sie eine neutrale Person, die Sie darin unterstützt, die Logikfehler beim nächsten Überarbeitungsschritt rauszunehmen. Ein Verzeichnis professioneller LektorInnen finden Sie hier: http://www.lektoren.de.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Liebe Frau Huesmann,

in meiner Geschichte kommen immer wieder Dialoge vor, welche in Englisch geführt werden, da die Protagonisten unterschiedliche Nationalitäten haben.
Mir fehlt eine elegante Lösung, diesen Fakt klar zu verdeutlichen ohne direkt vor oder während des Dialogs darauf hinzuweisen.

Die entsprechenden Passagen auf Englisch zu verfassen kam mir bereits in den Sinn. Jedoch habe ich mich dagegen entschieden, da ich glaube, dass das früher oder später für den Leser zu anstrengend wird.

Über einen kurzen Tipp würde ich mich sehr freuen.:)

Viele Grüße
Alex

schwierig, in der Tat, vor allem, wenn es sich durch das ganze Buch zieht. In manchen Büchern wird es so gelöst, dass nur einmal erwähnt wird, dass jemand in der fremden Sprache spricht – und da die am Gespräch beteiligten Personen alles verstehen, ist der Dialog in Deutsch wiedergegeben. Lediglich ein Hinweis vor oder nach dem Dialog zeigt, dass Englisch gesprochen wird: Ihr Akzent verriet, dass sie aus Illinois stammte o.s.ä. Das würde ich nicht bei jedem Dialog wiederholen, aber vielleicht etliche Seiten später noch ein zweites Mal anklingen lassen, um es wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Viel Erfolg
Anette Huesmann

Hallo
Zuerst mein Lob für die knappe Sammlung, das Schreiben betreffend.
Ihre Kurzfassung von “Parfüm” hat mich auf einen Logikfehler im Plot des Romans gebracht. Grenouille möchte, mittels des Dufts von Mädchen, sich selbst in einen unwiderstehlichen Duft hüllen. Ich bezweifle, dass ein Mann, der nach Mädchen riecht, sympathisch ist. Er sucht auch nicht den sympathischen Duft an sich, sondern nur immer den Duft junger Frauen. – Wahrscheinlich wäre der Erfolg des Romans ausgeblieben, wenn sich Grenouille männlicher Körper zur Duftgewinnung bedient hätte. Ein Mann, der nach Frau riecht, ist für Frauen vermutlich wenig attraktiv, so wenig wie eine Frau, die nach Mann riecht, für einen Mann attraktiv ist oder umgekehrt..
Gruß

Auf den ersten Blick muss ich Ihnen Recht geben. Wenn ich spekulieren darf, vermute ich eher das Vorhandensein von Pheromonen, die Grenouille wahrgenommen hat. Durch seinen ausgeprägten Geruchssinn vermochte er diese im Schweiß der Menschen, insbesondere der Frauen, wahrzunehmen und bediente sich der verschiedenen Arten von Pheromonen, um am Ende das universale Pheromon zu erschaffen. Dass er als Mann auf Frauen fixiert zu sein scheint, unterstreicht das noch, da, zumindest im heterosexuellem Sinn, weibliche Pheromone eine größere Wirkung auf den Mann haben. Ich weiß nicht, ob Patrick Süskind irgendwelche Bezüge zur Biochemie hat, aber das Buch hätte durchaus von einem Biochemiker geschrieben worden sein können. Einem sehr einsamen.
Gruß und einen guten Rutsch.

Hallo Frau Huesmann,

ich habe und fühle mich teilweise immer noch sehr verloren beim Schreiben.
Ich lese sehr viele Detektivgeschichten und Bücher, die sich mit dem Wettstreit im Geiste befassen (“Ich wusste, dass du dies tust, also tat ich das”). Deshalb habe ich unheimlich viel Spaß dabei mir eigene Kniffe, Strategien und Figuren, die sich gegenseitig ausspielen, auszudenken. Ich notiere mir alles, was mir einfällt und brenne immer darauf es in meiner Geschichte zu verwenden. Leider liegt mein Interesse somit weniger darin, das Drumherum aufzubauen. Weitere Charaktere entwickeln, damit die Geschichte nicht so karg ist, mir die Umgebung auszumalen und Übergänge von Szene A zu Szene B zu schaffen. Ich würde mich eher als analytischen Schreiber sehen, dem es dann am freundlichen Nachbarn von Nebenan, oder dem netten Kollegen von der Arbeit mangelt, weil diese für die Lösung des Falls nicht benötigt werden.
Deshalb fühle ich mich etwas verloren beim Schreiben. Ich sehe diesen riesigen Berg an zusätzlichen Dingen, die ich brauche um meine Geschichte abzurunden und fühle mich so eingeschüchtert, dass ich kaum weiterschreiben kann.
Ich werde versuchen, die Schneeflockenmethode zu verwenden, sie erscheint mir sehr Hilfreich und beruhigt meine innere Aufgeregtheit ein wenig – das hilft mir sehr. Aber haben Sie eventuell einen einfachen aber guten Tipp, wie ich meiner sehr konstruierten Geschichte mehr Leben einhauchen kann, sodass sie auch dem gemeinen Leser gefallen könnte und nicht nur dem reinen Puzzlefan?

vielleicht sind Sie gerade dabei, eine völlig neue, außergewöhnliche Art eines Krimis zu entwickeln? Bevor Sie sich dazu zwingen, Dinge in den Krimi einzubauen, die Ihnen nicht frei aus der Feder fließen, würde ich Ihnen empfehlen, zunächst herauszufinden, wie Ihr ganz eigener Stil bei anderen ankommt. Sie könnten ein oder zwei Kapitel auf einer Plattform wie wattpad.com hochladen und mal sehen, wie es dort bei den LeserInnen ankommt. Oder ein paar TestleserInnen finden – das sollten natürlich Krimi-Fans sind. Erst wenn Sie merken, dass Ihr Stil wirklich zu kryptisch/knapp/hölzern rüberkommt, würde ich versuchen, daran zu arbeiten.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo,
mein Name ist Nina und ich bin 15 Jahre alt. Mir geistert schon seit geraumer Zeit eine Idee im Kopf herum die ich sehr gerne in einen guten Roman umwandeln würde. Ich schreibe gerne und viel, aber ich habe noch nicht wirklich meinen Style gefunden. Außerdem ist meine größte Angst, dass ich die Charaktere nicht rund bekomme und die Geschichte zu chaotisch ist. Haben sie da vielleicht ein paar Tipps für mich?
FG Nina

meine wichtigsten Tipps finden Sie gleich hier auf dieser Seite. Außerdem gibt es Schreibratgeber, gerade für den Einstieg kann ich besonders empfehlen “Wie man einen verdammt guten Roman schreibt” von James N. Frey. Es braucht beim Schreiben wie auch bei anderen Fertigkeiten eine Weile, bis man besser wird – so, als ob man ein Musikinstrument lernt. Auch beim Schreiben muss man dann ganz viel üben, dann wird es allmählich besser.

Viel Freude am Schreiben wünsche ich!
Anette Huesmann

Hallo Liebe Schreibtrainerin

Ich heiße Larissa und bin 12 Jahre alt. Ich schreibe seit circa zwei Jahren an einem Buch aber ich komme im Moment gar nicht weiter. Ich finde keine Zeit um zu schreiben. Kürzlich erst habe ich angefangen meinen ersten Versuch auf den Laptop zu schreiben und zu verbessern. Mein Wunsch ist es das Buch herauszugeben in dem nächsten Jahr doch ich glaube ich bin mitten in einer Sackgasse. Immer wenn ich mich an den Laptop setze hält meine Konzentration nur eine bestimmte Zeit. Ich hoffe wirklich dass sie mir helfen können.
Danke:-)

es ist ganz normal, dass man schnell müde wird. Schreiben ist wie ein Hochleistungssport, man muss sich sehr konzentrieren und braucht dafür viel Kraft und Energie. Und dann wird man auch schnell müde. Aber man gewöhnt sich allmählich daran: Es ist wie beim Joggen, am Anfang schafft man nur ein paar Minuten, mit ein bisschen Übung eine halbe Stunde und mit viel Übung eine Stunde. Aber nur wenigen gelingt es, mehrere Stunden am Stück zu joggen. Deshalb schreiben die meisten AutorInnen täglich – jeden Tag ein bisschen, dann kommt man gut voran.

Viel Spaß beim Schreiben :-)
Anette Huesmann

Na dann mache ich mich mal daran den Plot für meine Geschichte(n) zu überarbeiten. Ich finde die Tipps für die erste Übersicht hervorragend. Danke für diesen gelungenen Beitrag.
Ich möchte das ganze in ein Comicskript umsetzen und werde wahrscheinlich die Helddnreise wählen…
Was mich jetzt zusätzlich interessiert: Ist es möglich in einer Geschichte mehrere Dramatikmodelle zu verwenden? – Für zwei parallelverlaufende Handlungsstränge je einen eigenen sowieso, aber eben ein anderes Modell, oder wird das für den Leser zu unverständlich.

Danke für ihre Zeit und liebe Grüße
Schimmerklang

das Ziel ist natürlich, dass die Leser*innen nicht merken, ob ein Dramenmodell verwendet wurde. Und ja, man kann zwei Dramenmodelle für dieselbe Geschichte verwenden. Denn der Dreiakter und die Heldenreise widersprechen sich nicht, im Gegenteil. Die Heldenreise kann man als abgewandelten Dreiakter sehen, mit weiteren Zwischenstationen. Wenn man gerade beginnt, eine Geschichte zu entwickeln, ist der Dreiakters sehr hilfreich, um die wichtigsten Wendepunkte festzulegen. Ist man mit der Planung weiter vorangeschritten und kennt seine Hauptfigur schon richtig gut, dann kann die Heldenreise dabei helfen, sich die Veränderung der Hauptfigur genauer anzusehen.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Juhu,
ich versuche mich nach langem hin und her nun auch wieder im schreiben.
Ich schreibe ja sehr gerne szenisch das ist einfach mein Ding es fühlt sich für mich so einfach realer an was ich schreibe. Meine Richtung ist ja fantasy und Romantik �� aber so kommen wir zu meinem Problem.
Der Dialog woran merke ich konkret das er zu lang ist – ich habe nämlich das Problem das ich schon immer gerne mehr Worte als nötig verwende!
Gibt es da eine pauschale Grundregel oder ein paar mehr Tipps auf was ich alles so achten kann.
LG FLashy

Hallo Flashy,
ich weiß, das ist doof – aber ich kann nur antworten: Das kommt darauf an. Auf die Szene, die Figuren, den Schreibstil usw. Meine Erfahrung ist: Gerade AnfängerInnen machen am häufigsten den Fehler, dass die Figuren zuviel Quatschen und dadurch die Szene an Spannung verliert. Deshalb mein Tipp: kürzen, kürzen, kürzen. Solange, bis die Szene gerade noch verständlich ist. Da helfen TestleserInnen sehr, um herauszufinden, ob man so dem Geschehen noch folgen kann.

Wenn man unsicher ist, kann man auch für einen Test von einer Szene zwei Versionen erstellen: Eine Version mit den noch etwas längeren Dialogen und eine Version mit den gekürzten Dialogen. Dann beide Versionen an TestleserInnen geben und voten lassen: Welche Version ist besser, welche schlechter? Wenn 10 TestleserInnen ein Votum abgeben, dann findet man schnell heraus, ob die Dialoge durch das Kürzen wirklich gewinnen.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo.
Ich habe vor, ein Buch zu schreiben, habe auch schon eine Idee über was dieses handeln soll.
Ich würde aber gerne wissen, ob diese Idee schon ein anderer hatte.
Wie finde ich das heraus?

lesen – und Menschen fragen, die sich auskennen: BuchhändlerInnen, BibliothekarInnen usw. Aber selbst wenn ein anderer die Idee schon hatte (über die Jahrhunderte haben schon so viele Menschen Geschichten geschrieben, es gibt kaum eine Idee, die es so oder so ähnlich noch nicht gab), es kommt nicht (nur) auf die Idee an, sondern vor allem, was man selber daraus macht.

Viel Spaß!
Anette Huesmann

nach langer Recherche bin ich endlich bei ein paar Tipps gelandet, die mir tatsächlich geholfen haben – danke erstmal dafür. Dennoch hat sich dadurch ein mir bisher unbekanntes Problem bei meinem Schreiben aufgezeigt. Besonders mit dem Übertragen meines Plots auf einen Dreiakter habe ich immer wieder Probleme. Ich habe das Gefühl, zu viele Ereignisse bzw. Höhepunkte in meine Geschichte einzubauen, möchte aber auch nichts weglassen, da ich Angst habe, dass es dann zu langweilig werden könnte. Ich befürchte jedoch, dass meine Geschichte zu komliziert und vielleicht auch etwas zu unlinear wird. Haben Sie möglicherweise eine Idee, wie ich dieses Problem in den Griff bekommen könnte und denken Sie eine Geschichte kann auch zwei Höhe- bzw. Wendepunkte besitzen? Und wird das Lesen nachher möglicherweise zu anstrengend, wenn eine Geschichte verschiedene Handlungsstränge aufweist, in denen sich die Personen auch überschneiden? Oder sollte man lieber einem klaren Handlungsstrang mit möglichst wenigen Charakteren folgen?

Mit etwas überfragten aber freundlichen Grüßen ;-) ,

der Dreiakter, wie ich ihn hier in meinem Blog vorstelle, ist die einfachste Version dieses Dramenmodells. Es gibt eine weiterentwickelte Form des Dreiakters, wie sie zum Beispiel in Hollywood verwendet wird – hier nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Spielfilmdramaturgie. Diese Version hat mehrere Wendepunkte. Und es gibt noch ein weiteres Dramenmodell, das oft von AutorInnen und DrehbuchautorInnen verwendet wird, die Heldenreise – hier nachzulesen: https://www.die-schreibtrainerin.de/heldenreise/. Auch die Heldenreise hat mehrere Wendepunkte. Das heißt: Der hier in meinem Blogbeitrag beschriebene Dreiakter ist die einfachste und leichteste Möglichkeit, einen Handlungsstrang zu dramatisieren. Und natürlich gibt es viele weitere Möglichkeiten, die auch mehrere Wendepunkte haben. Viele Geschichten haben etliche Wendepunkte und verschiedene Handlungsstränge. Aber je komplexer die Handlung, desto schwerer ist die Geschichte in den Griff zu bekommen. Wenn man mit dem Schreiben noch nicht so viel Erfahrung hat, ist es zu Beginn leichter, einen klaren Handlungsstrang mit wenigen Charakteren zu entwickeln.

Viel Freude wünsche ich beim Entwickeln!
Anette Huesmann

Ich habe Ihre Hinweise sehr aufmerksam gelesen und sie haben mir auch weiter geholfen. Danke! Ich habe mich im Moment auf Kurzgeschichten und Erzählungen konzentriert. Sei es für Kinder oder auch Erwachsene, aber irgendwann möchte ich schon mal einen richtigen Roman schreiben. Vielleicht klappt es doch einmal. Ich werde Ihre Seite ab und zu einmal besuchen!

Liebe Frau Anette!
Als Jugendliche habe ich schon sehr gerne und viel geschrieben! Ich hätte viel Fantasie und Ideen für Geschichten/Romane ! Klingt jetzt merkwürdig, aber im Jahr 2003 während dem abwaschen, lief bei mir ein Film im Kopf ab für eine Geschichte, die ich seit diesem Zeitpunkt niederschreiben möchte. Irgendwie fehlte mir die Zeit und ein Computer , mit der Zeit wird es jetzt noch schwieriger , da ich jetzt sechs Kinder habe! ;) Doch das Gefühl , endlich dieses Buch schreiben zu wollen , ist so stark geworden in meinem Herzen – das es an der Zeit ist durchzustarten! Das gute daran , diese Geschichte hat in den vielen Jahren einige Veränderungen in meinem Kopf durchgemacht, dass ich denke – es wäre jetzt perfekt ! Doch mein Problem ist , dass ich ein gutes Autoren Programm suche und Sie fragen wollte, was Sie von Papyrus* halten? Da ich in diesem Bereich wirklich gar keine Erfahrung habe, vermute ich das ich viel Zeit benötige um mich mit diesem Programm vertraut zu machen , bis ich endlich loslegen kann!
Würde mich sehr auf eine Antwort freuen !
Liebe Grüße Manuela

ich selber nutze immer noch WORD, um meine Bücher zu schreiben ;-) aber ich habe schon viel Gutes über Schreibprogramme gehört, insbesondere über Papyrus. Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall, das Programm mal näher anzusehen. Es gibt viele Tutorials auf youtube, da bekommt man schon einen Eindruck von diesem Programm, und mit der Demoversion kann man dann herausfinden, ob man selber gut damit arbeitet.

Viel Freude!
Anette Huesmann

Hallo
Ich schreibe schon seit der 5 klasse sehr gerne und Ich versuche jetzt ein buch zu schreiben über eine wahre story . Nur ich weiss nicht wirklich wie und wo ich anfabgen soll. Habe alles was mir einfällt immer aufgeschrieben. Aber irgebdwie fehlt da und da etwas.

hier auf meinem Blog habe ich geschrieben, wie man am besten einen Anfang findet:

Viel Spaß beim Schreiben!
Anette Huesmann

Hey, ich bin 15 Jahre alt und ich liebe es zu schreiben. Ich bin gerade an einer Geschichte dran, hab aber das Gefühl das ich zu viele Wörter wiederhole oder ziemlich viel mit ‘ich’ anfange und ich weiß nicht wie man es umschreiben kann. Ich hab mir andere Bücher durchgelesen und die verwenden es zum Beispiel nicht so oft. Ich bitte um Hilfe.
Ps danke im Vorraus

Ernest Hemingway hat einmal gesagt: “Die erste Fassung ist immer Mist.” Das gehört zum Schreiben dazu, der erste Entwurf ist nie gut – aber das ist ein ganz wichtiges Übergangsstadium. Denn nur wenn man eine erste schlechte Fassung hat, kann man daraus eine gute Endfassung machen – durch Überarbeiten. Das Überarbeiten von Texten ist einer der wichtigsten Prozesse beim Schreiben. Er dauert oft länger als das Schreiben der ersten Fassung und ist meist viel schwieriger. Auch das Überarbeiten muss man lernen und auch dafür gibt es Ratgeber. Diese beiden hier zum Beispiel:

Hans Peter Roentgen: Vier Seiten für ein Halleluja. Sieben Verlag 2008.

Sylvia Englert: So lektorieren Sie Ihre Texte. Verbessern durch Überarbeiten: Schritt für Schritt von der Erstfassung zum fertigen Manuskript. Autorenhaus Verlag 2020.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Liebe Schreibtrainerin,
ich sitze seit einigen Jahren über meinen Notizen und Charakterausarbeitungen, habe Handlungsstränge und chronologische Abfolgen geplant. Es soll ein Fantasy-Jugendroman werden.
Je mehr ich mich jetzt allerdings um die Fertigstellung bemühe, um so größer wird das Gefühl, ich hätte die Story abgeschrieben bzw. geklaut. Wie kann man mit dieser Unsicherheit umgehen und es nicht zur Blockade werden lassen?

damit kämpfen viele AutorInnen – Zweifel an den eigenen Fähigkeiten, am Stoff und an der Umsetzung. Das gehört zum Schreiben dazu :-) Wenn man sich das immer wieder vor Augen führt, das hilft beim Durchhalten.

Was das Abschreiben betrifft – es gibt sehr viele Stoffe und Themen, die sich in den Büchern wiederholen. Und trotzdem ist keine Geschichte wie die andere. Am Ende zählt die individuelle Umsetzung, das, was man selber dazu gibt, was andere so nie schreiben würden. Es lohnt sich also, das eigene ganz individuelle Werkt zu Ende zu bringen!

Viel Erfolg
Anette Huesmann

Ich schreibe gerade ein Buch und verwende um auszudrücken, was die Charaktere hören unter anderem die Namen von Liedern. Zwei Fragen.
1. Ist das eine gute Idee?
2. Könnte ich Probleme wegen dem Urheberrecht bekommen?

das könnte funktionieren und ist ein interessantes Stilmittel. Was das Urheberrecht betrifft, würde ich Ihnen empfehlen, eine Juristin zu fragen, die auf Urheberrecht spezialisiert ist.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hi, ich bin 15 Jahre alt und schreibe schon seit der 5 Klasse sehr gerne Geschichten. Früher habe ich einfach drauf los geschrieben. Das war dann wie ein spontaner Wasserfall voller Kreativität, dem entsprechend hatten meine Geschichten dann auch Logiklücken. Aber trotzdem finde ich dass es an sich sehr hilfreich und ” belehrend” war. Aber jetzt zu meiner Frage die wahrscheinlich auch zu den Standart fragen gehört:

Ich schreibe grade an einer Geschichte die ich an sich ganz gut finde. Nur ist mein wahrscheinlich oft vorkommendes Problem echt ein Hindernis für mein geplantes ” Buch”. Ich schreibe immer nur dann wenn ich mal Lust habe weshalb ich echt kaum voran komme. Ich habe jetzt seit Monaten nicht mehr weiter geschrieben und komme erst jetzt wieder so ein bisschen in meinen Schreibfluss rein. Ich möchte aber regelmäßig weiter schreiben. Mindestens 1 oder 2 mal in der Woche. Könnten sie mir Tipps geben wie ich mich selber ( einen sehr faulen Menschen) vllt sogar täglich zum Schreiben motivieren kann? Ich würde mich wirklich über eine Antwort freuen.

PS: Ihre Tipps finde ich wirklich sehhehr hilfreich. Ich wusste davor zum Beispiel nichts von dem „Show don’t tell“ Prinzip. :)

am besten hilft “tägliche Routine” – damit kommen viele AutorInnen ganz gut zurecht. Das bedeutet: Ich reserviere mir jeden Tag eine halbe Stunde oder eine Stunde oder zwei Stunden für das Schreiben. Am besten zu einer bestimmten Uhrzeit: jeden Nachmittag um 15 Uhr oder jeden Abend um 18 Uhr oder jeden Morgen um 6 Uhr. Und egal, ob man Lust hat oder ob man zum Schreiben aufgelegt ist oder sonstwas – in dieser reservierten Zeit setzt man sich hin und schreibt. Auf diese Weise wird das Schreiben zum täglichen Ritual, zur Gewohnheit. Das hilft sehr vielen AutorInnen dabei, immer dran zu bleiben und weiterzuschreiben. Manche machen das jeden Tag, andere jeden Samstag und jeden Sonntag, je nachdem, wie viel Zeit man erübrigen kann. Das klappt dann nicht IMMER, aber wenn man es 80 % der Zeit schafft, die reservierte Zeit auch einzuhalten, kommt man gut voran.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hey:)
Die Tipps sind sehr hilfreich, nur wollte ich fragen, ob sie vielleicht auch Tipps haben, wie man Ideen zu einer Fantasy Geschichte bekommt. Es gibt ja schon so viele Fantasy Bücher, dass ich denke, dass es schwierig wird, zu einer eigenen und neuen Idee zu kommen.

Und ist man, wenn man jung ist automatisch schlechter im Bücher schreiben? Ich bin erst 14.

man muss für eine Geschichte nicht immer die zündende neue Idee haben. Wenn man eine zündende neue Idee hat, ist das natürlich super, und dann würde ich diese Geschichte auch unbedingt schreiben. Aber falls man keine neue zündende Idee findet – dann hilft es manchmal, eine Idee, die es schon gibt, auf eine ganz neue, andere Weise zu erzählen. Wie das gehen könnte, findet man zum Beispiel durch einen Perspektivwechsel heraus. Mehr dazu habe ich auf meinem Blog geschrieben: https://www.die-schreibtrainerin.de/ideen-finden-fuer-buecher/.

Wenn man jung ist, dann ist man nicht automatisch schlechter – aber man hat vermutlich weniger Übung. Doch in den kommenden Jahren ist noch eine Menge Zeit, um dazuzulernen und zu üben – und dann wird das Schreiben immer besser. Man muss nur dranbleiben und immer weiter an sich glauben, auch wenn es mal nicht so gut läuft.

Viel Freude am Schreiben wünsche ich :-)
Anette Huesmann

Hallo,
Mein Name ist Fabienne und ich bin 16 Jahre alt. Ich hoffe wirklich sehr das sie mir weiterhelfen können! Ich habe bereits viele Versuche gestartet um ein gutes Buch zu schreiben, doch leider verlies mich nach kurzem bzw. nach ein paar Kapiteln die Kreativität. Jede Idee dieser Versuche stammen von Träumen so merkwürdig das auch klingen mag. auch dieses Mal hatte ich einen Traum der mich nicht verlässt. Nicht Täglich aber oft Träume ich die selbe Geschichte bloß mit Vortsetzungen, deshalb habe ich mir diesmal fest vorgenommen das ich sie aufschreibe allerdings habe ich keine ahnung wie ich das angehen soll.Sie haben in Ihren Tipps ja sehr hilfreich erzählt wie man es angehen sollte allerdings ist mein Problem das isch nicht genau weiß wie ich es vormulieren soll. wie schreibe ich die ersten Zeilen bzw die erste Seite das sie auch spannend klingt und mein Buch erfolgreich wird ohne das ich gleich alles verrate? und Meine 2 Frage ist noch ob sie einen tipp haben wie ich meine Kreativität nicht verliere ?

Ich hoffe wirklich sehr das sie dies sehen und mir antworten.
Lieben Dank
Fabienne

Liebe Fabienne,
dranbleiben und weiterschreiben, das ist der wichtigste Tipp – dann wird man im Laufe der Zeit immer besser und bekommt auch seine Probleme allmählich in den Griff. Es ist wie beim Joggen: Am Anfang schafft man nur ein paar Minuten und ist total außer Atem. Wenn man dann aufgibt, wird es nie besser. Aber wenn man dranbleibt und immer weiter trainiert, schafft man irgendwann eine halbe Stunde, dann eine Stunde zu laufen, ohne außer Atem zu geraten. Das ist mit dem Schreiben ähnlich: dranbleiben und üben, üben, üben. Dann wird es allmählich besser. Das Wichtigste: Man muss akzeptieren, dass der erste Entwurf nicht gut ist. Durch Überarbeiten entsteht dann aus dem schlechten Text ein guter Text. Kein Mensch schreibt aus dem Stand einen guten Text. “Die erste Fassung ist immer Mist”, sagte schon Ernest Hemingway. Das heißt, nur wenn man akzeptiert, dass man am Anfang einen schlechten Text schreibt, hat man die Chance, durch Überarbeitung daraus einen guten Text zu machen.
Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Ihre Tipps helfen mir schon einmal sehr weiter, wobei ich der Meinung bin, einiges schon beachtet zu haben.
Mit meinen knapp 16 Jahren bin ich sicherlich auch noch recht jung und habe auch noch Zeit, zu lernen, doch über die Jahre hinweg (ich schreibe seit der 3. Klasse lyrisch und seit der 5., also mittlerweile 6 Jahre, auch prosaisch) hab ich doch manchen Fehler austreiben können.

Probleme habe ich mit den Dialogen, sowie meiner Ausdauer. Ich weiß selbst, dass meine Charaktere zu viel reden und ich versuche, unnötige Sätze zu streichen, leider funktioniert das nicht immer so gut. Ich habe Angst, dass ich zu viel weg lasse, sodass der Leser nicht mehr alles versteht. Kann das passieren?

Problematisch ist auch das “Show-don’t-tell”-Prinzip, über welches ich zwar bereits weitestgehend informiert bin, das ich aber nicht besonders gut umzusetzen schaffe, sodass ich schnell an der Qualität meiner Texte zweifle und dann ab und an die Lust verliere. Aber ich denke die zuweilen sehr anstrengende Überarbeitung kennt jeder.

Ich sagte, ich hätte Probleme mit der Ausdauer. Es ist so, dass ich (fälschlicherweise, wie ich weiß) häufig warte, bis ich Lust zu schreiben habe, wobei diese oft Wochen lang ausbleibt, weil ich die Lust erst beim Schreiben bekomme, ich mich aber nicht aufraffen kann. Dann war es auch so, dass ich, während ich an einem Buch arbeitete, bereits Ideen für mindestens zwei weitere entwickelt habe, deren Handlungen mir mit einem Mal viel vielversprechender erschienen. Logischerweise war das so – immerhin beschäftigt man sich monatelang mit ein und der selben Idee und dann wirkt die neue natürlich sehr viel frischer.

Haben Sie vielleicht einen Tipp, wie man dieses Problem in den Griff bekommt? Sollte man den ersten Entwurf des Manuskripts so schnell wie möglich runter tippen oder reicht es, wenn man anderthalb Jahre dafür benötigt? (Immerhin bin ich auch Schülerin und habe, mal abgesehen von den momentanen Sommerferien, sonst nicht eine ganze Woche lang Zeit.)
Und kennen Sie hilfreiche Ratgeber oder Internet-Blogs, die sich mit Dialogen beschäftigt haben? Können Sie mir eine Anlaufstelle nennen, wo ich herausfinde, wann man einen Absatz lassen sollte (ein weiteres Problem meinerseits) oder mir gar selbst dazu Tipps geben?

Liebe Grüße
und schönes Wochenende noch!

Hallo Laura,
für Dialoge kann ich Ihnen dieses Buch empfehlen: Oliver Schütte: „Schau mir in die Augen, Kleines“. Die Kunst der Dialoggestaltung. Herbert von Halem Verlag 2020. Wenn man nicht hauptberuflich schreibt, dann benötigt man für einen Roman zwei bis drei Jahre, Sie liegen also mit anderthalb Jahren gut in der Zeit. Sie könnten sich eine Schreibgruppe zu suchen – das motiviert dranzubleiben und man bekommt Feedback von Gleichgesinnten für den eigenen Text. Schreibgruppen gibt es in vielen Städten, wenn man Schreibgruppe oder Schreibwerkstatt und den eigenen Ortsnamen googelt, wird man oft schon fündig.
Viel Freude am Schreiben wünsche ich Ihnen :-)
Anette

Ich habe viele gute Ideen, verzettele mich aber beim Schreiben immer wieder. Ich möchte meinem Lieblingsmenschen ein Buch vom letzten Jahr schreiben. An unsere Geschichte angelehnt. Wie ein Tatsachenroman, ein Tagebuch. Aber auch so, dass es andere Menschen mit Interesse lesen können…Wie kann ich das schaffen? Habe schon zwei Entwürfe und komme bei Beiden nicht weiter.

Hallo Claudia,
das gelingt am besten, wenn Sie die autobiografische Geschichte wie einen Roman oder eine Kurzgeschichte bearbeiten und dramatisieren. Zu Beginn formulieren Sie einen Satz als roten Faden für die Geschichte (“Wie zwei Menschen sich zufällig in einem Zugabteil begegnen und danach nichts unversucht lassen, um einander wiederzusehen” … oder so ähnlich). Dann legen Sie Anfang – Mitte – Schluss fest (Begegnung im Zug – die Idee, um die andere Person wiederzufinden – Treffen am See) und dann erst beginnen Sie zu schreiben. Sie erzählen nichts in der Geschichte, was nicht dazu dient, den roten Faden mit Leben zu erfüllen. Auf diese Weise verlieren Sie das Ziel nicht und erzählen stringend am Kern der Geschichte entlang.
Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Hallo,
Ich heiße Jasmin und liebe Krimi Romane habe bereits viele angefangen zu schreiben aber leider nicht fertig gemacht mir schießen viele Ideen durch den Kopf mein Problem beim schreiben ist die Rechtschreibung ich brauchte ein Tipp was für Möglichkeiten gibt es um die Rechtschreibung zu korrigieren.
L.G:
Jasmin Heigl

im ersten Schritt kann man eine Rechtschreibprüfung über den Text laufen lassen. Entweder die Rechtschreibprüfung des Programms (z.B. von WORD) oder den Duden Korrektor, das ist ein Zusatzprogramm, das man in Word installieren kann. Ist der ganze Text fertig, kann man ein Korrektorat machen lassen – das heißt, der Text wird von jemandem auf Rechtschreibfehler und Satzzeichenfehler Korrektur gelesen.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Sehr geehrte Schreibtrainerin,
ich habe diese Website erst entdeckt und hoffe, dass ich nicht zu spaet bin. Ich haette 2 Fragen.
1. Glauben sie dass Lesen langsam aus der Mode geraet? Also dass man keinen finanziellen Erfolg mehr mit Buechern erzielen kann?
2. Sind kurze Geschichten, ca. 3 in einem Buch gut ankommend? Z.B ein dickes Horrorbuch mit 3-5 100-200 Seiten Horrorgeschichten?
Ich hoffe sie lesen diese Nachricht und koennen mir antworten:)

ich glaube nicht, dass Lesen aus der Mode gerät. Derzeit werden mehr Bücher denn je veröffentlicht. Doch die Menge an Büchern macht es schwerer im Vergleich zu früher, mit einem bestimmten Buch möglichst viele Menschen zu erreichen. Diese Konkurrenz, also andere gute Bücher, macht es schwieriger, mit einem guten Buch Geld zu verdienen.

Ein Manuskript mit drei Horrorgeschichten bei einem Verlag unterzubringen, ist vermutlich nicht so einfach. Verlage mögen lieber Bücher mit rund 300 Seiten und einer guten Geschichte. Doch es wäre kein Problem, aus drei Geschichten mit je rund 100 Seiten drei E-Books zu machen und diese im Selfpublishing herauszubringen. E-Books in dem Umfang gibt es durchaus, der Preis muss dann entsprechend niedriger sein als bei dickeren Büchern.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Danke für die Zeit, die sich genommen haben, liebe Frau Huesmann, und Ihre assoziativen Veranschaulichungen. Ich glaube, ich habe Sie verstanden.

Nun bin ich bereits 68 Jahre alt. Acht Jahre habe ich gebraucht, um mich in einem hoffentlich guten Stil zu üben. Geschrieben – überzeugt – verworfen, geschliffen – überzeugt – verworfen … und immer wieder gefeilt und gefeilt … Was ich damit sagen will, ist: Wenn ich überhaupt in meinem Alter noch Gehör bei den Verlagen finden will, muss ich mich von der Masse abheben, in welcher Form auch immer. Dennoch ist die “beste” Geschichte und der “beste” Schreibstil abhängig vom Geschmack des Lektorats und unterliegt bestenfalls einem guten Literaturagenten.

Bei der Wahl eines Buches steht für mich zunächst die Sprache des Autors im Vordergrund, die Handlung an sich ist zweitrangig.

Es gibt eine Liste deutschsprachiger Literaturagenten – ein Irrgarten für relativ unerfahrene Autoren. Können oder dürfen Sie explizit darauf verweisen und übernehmen Sie gegebenenfalls die Korrektur meines Fantasy-Buches – eine “feenhafte” Liebesgeschichte?

Übrigens: So ganz unerfahren bin ich dann doch nicht. Es gibt bereits einige Kurzgeschichten und Gedichte von mir, veröffentlicht in den Sonder-Editionen der Cornelia-Goethe Akademie.

Seien Sie gegrüßt

Ihre Ratschläge kommen für mich leider zu spät. Mein erstes Buch befindet sich bereits in der Korrektur und Feinschliff.
Einiges scheine ich dennoch richtig gemacht zu haben. Probleme hatte und habe ich bei der Erzählperspektive, der Absatzgestaltung und den Dialogen. Ich neige zu zu vielen Dialogen, weil ich davon überzeugt bin, dass ein guter Dialog der ersatzweisen Erzählform nicht wirklich gerecht werden kann. Ein guter Dialog ist für mich dynamisch, spritzig, dramatisch, charakteristisch… wie auch immer. Eines darf er nicht sein: nämlich langweilig, irritierend, ausschweifend, vom Plot entfernend. Dialoge, bezogen auf das leidige, unverzichtbare Adverb, sind oft sogar schwieriger.
Handwerk im Sinne von Buchaufbau, Spannungsbogen, Auflösung usw. haben ihre Berechtigung und möchte ich keineswegs infrage stellen. Warum aber diesem Einheitsbrei folgen? Dem Leser ist es am Ende egal, welcher Regel der Autor folgt – solange er nur gut unterhalten wird?

Hallo Frau Koellner,

es ist wie mit der Malerei: Im ersten Schritt lerne ich das Handwerk, um dann im zweiten Schritt etwas ganz Eigenes daraus zu machen. Picasso beispielsweise lernte das Handwerk (Perspektive usw) von der Pike auf und erst, als er alles beherrschte, löste er sich vom kleinen 1×1 der Malerei. Oder in der Musik: Ein genialer Musiker lernt zunächst Noten und ein Instrument und übt, bis er alles perfekt beherrscht. Erst im Anschluss kommt das freie Improvisieren beispielsweise im Jazz. Hat ein Mensch nie ein Instrument gelernt und nie Noten gelernt und setzt sich direkt das erste Mal in seinem Leben an ein Klavier, um frei zu improvisieren, ist die Chance, dass dann etwas Wunderbares entsteht, nicht sehr hoch.

Auch beim Schreiben ist es sehr hilfreich, erst das Handwerk zu lernen und sich dann im zweiten Schritt davon zu lösen und frei zu improvisieren. Dann steigt die Chance, dass etwas Gutes dabei entsteht.

Viel Erfolg für Ihr Buch wünsche ich Ihnen
Anette Huesmann

Guten Tag Frau Dr. Anette Huesmann,

Ich wollte ihnen auf diesem Weg danken! Danke für Ihre tolle Seite, sie hilft mir sehr und ist unkompliziert zu lesen. Für mich als totalen Anfänger genau richtig.
Ich hoffe es ist Okei sie in meinem Blog zu erwähnen, den ich neu eröffnet habe. Ich hab mich erst bis zur Figur durchgelesen und durchgedenkt, jedoch bin ich schon voller Eifer und Vorfreude endlich mit dem Buch zu Beginnen. Grosses “MERCI”, wie die Schweizer/Innen so schön sagen, dass sie mir ermöglichen einen besseren Einblick zu erhalten.
Falls Sie Zeit und Lust haben, schauen sie vorbei, sie sind gerne auf meinem Blog willkommen. Vielleicht haben sie mir ja sogar einige Tipps für meine Blog-Schreibart; https://selbstversuch-ichschreibeeinbuch.blogspot.ch/
Das Buch werde ich sicher ein wenig anders Gestalten.

Mit viel Spass an der Sache
Tessa

Liebe Frau Huesmann,

vielen Dank für Ihre interessanten Beiträge und die kurzen und knackigen Tipps! Ich habe schon viele Ihrer Artikel gelesen und wollte Ihnen einfach mal ein kurzes Dankeschön und ein dickes “Bitte weiter so!” da lassen :)

Liebe Grüße,
Nikola

Hallo Frau Huesmann,
In den letzten Tagen habe ich viele Beiträge von Ihnen gelesen und mir Notizen gemacht da sie mir wirklich sehr geholfen haben. Deshalb möchte ich Ihnen erst einmal Dankeschön sagen.
In der vierten Klasse fing ich an Roboter zu schreiben und mir dann eine Geschichte dazu aus zu denken. Schnell blieb es nicht dabei und so schreibe und denke ich mir nun schon seit 9 Jahren immer und immer wieder zwischen durch Geschichten aus, teilweise komme ich sogar wieder willen auf Ideen, da viele Dinge zumindest schnell mein Interesse wecken und ich mich irgendwie von vielen Dingen inspirieren lasse. Nun möchte ich aber zum ersten mal Anfangen wirklich eine Geschichte fertig zu “denken” und daraus ein Buch zu machen. Jedoch habe ich niemals ein Buch wirklich komplett geschrieben und noch dazu hatte ich bis vor 6 Jahren Starke LRS und war ein wenig Faul weshalb mir Grammatik nicht immer so gut liegt. Zum größten Teil möchte ich erstmal meine Geschichte komplett fertig durch dacht haben bevor ich anfange daran zu schreiben und möchte dies dann lieber auch größtenteils selbst machen, jedoch frag ich mich ob es etwas wie einen Schreibhelfer Gibt? Natürlich es gibt lektorantinen aber ich meine jemanden der einem dabei hilft dir Idee so umzusetzen und aufS Buch zu bringen wie man es sich vorstellt, während man noch beim schreiben ist. Oder ist das das selbe?

Meine zweite Frage ist:
Ich habe mir eine feste Geschichte ausgedacht, die noch ein wenig ausgearbeitet werden muss, die ich in einem Band erzählen möchte und nebenbei werde ich zwischen durch in der Geschichte fragen aufwerfen und Dinge platzieren die ich in einer Fortsetzung benutzen könnte. Also das heißt ich möchte mir die Freiheit nehmen dies wirklich entweder, später wenn es erschienen ist, alleine stehen lassen zu können oder eben doch eine Fortzetzung zu bringen. Jetzt ist aber das Problem das die Geschichte definitiv länger als 300 Seiten gehen wird, aber nicht für zwei Bücher sondern wenn überhaupt nur für anderthalb Bücher reichen würde und ich dies natürlich nicht will da es als solches definitiv in ein Buch kommen soll. Die Frage habe ich deshalb jetzt weil ich von Ihnen hier in den Kommentaren gelesen habe das für Anfänger,also für neue und unbekannte Autoren, man kaum einen Verlag finden wird wenn man ein Buch schreibt das über 300 Seiten geht, Was meins definitiv gehen wird. Jetzt ist halt die Frage was ich machen soll da es für mich außer frage steht eine andere Geschichte zu schreiben die erstmal nur 300 Seiten geht, da ich die Zeit lieber in diese Idee investieren möchte und diese Idee als mein erstes Buch durchsetzen möchte. Zum Grund warum die Geschichte so lang ist: In der Geschichte geht es um eine Gruppe von Schulabgängern die in eine andere “Welt” kommen wo sie auf eine Armee und einen Clan treffen die im Krieg sind. Der Hauptcharakter geht zu erst zur Armee da diese die Gruppe von jungen Erwachsenen findet und später wechselt er dann zum Clan um schlussendlich nach einem schlimmen Ereignis, am Ende des 2 Akts wahrscheinlich, wieder zur Armee zu wechseln und dann wenige Seiten später mit dieser Gegen den Clan kämpft. Dabei steht die ganze Zeit im Raum Wer den jetzt die guten und die bösen sind weshalb der Hauptcharakrer definitiv auch eine längere Zeit beim Clan und bei der Armee sein soll damit es später noch dramatischer und undurchsichtiger ist wer den jetzt recht hat. Wissen Sie vielleicht wie ich in dieser Lage vorgehen sollte? Was halten Sie von dieser Story Ablauf Idee und dies in einem Buch zu erzählen?

Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn sie sich kurz Zeit nehmen könnten um mir zu helfen.
Mit freundlichen Grüßen
Jeremy Germeroth

Hallo Herr Germeroth,

man kann sich beim Schreiben coachen lassen. Das biete ich als Dienstleistung an und auch viele LektorInnen. Dann bekommen Sie schon frühzeitig Rückmeldung zu Ihrer Geschichte. In Ausnahmefällen nehmen die Verlage auch längere Geschichten, vielleicht ist ja Ihr Buch ein Ausnahmefall. Aber viele Geschichten profitieren davon, wenn die Text gekürzt werden, dann sind sie straffer und besser. Man kann “eine” Geschichte auch nicht einfach auf zwei Bücher verteilen. Jedes Buch (auch wenn es eine Trilogie ist oder eine mehrbändige Reihe) muss eine vollständige Geschichte erzählen. Die Entscheidung, ob ein oder zwei Bücher, hängt also nicht in erster Linie an der Länge des Textes, sondern am Umfang der Geschichte.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen
Anette Huesmann

Hallo Frau Huesmann,

ich habe mich schon seit meiner Kindheit für das Schreiben interessiert. Ich habe nun nach sehr langer Überlegung einen Plot im Kopf, von dem ich zu 100% überzeugt bin. Ich habe allerdings das Problem, dass mir neben dem “Hauptplot” nicht so richtig Ideen kommen, welche Zwischenhandlungen ich einbauen könnte. Also damit meine ich, was in der Story abgesehen vom Hauptthema alles passieren, stattfinden oder gesagt werden könnte. Das ganze drumherum eben. Haben Sie da vielleicht Tipps für mich?

es braucht nicht immer einen Nebenplot. Viele Geschichten haben einen spannenden Hauptplot und nicht mehr. Wenn Sie bei Ihrer Geschichte keine Handlung haben, die sich für einen Nebenplot eignet, würde ich mich darauf konzentrieren, den Hauptplot so interessant und spannend zu erzählen wie möglich. Das kann vollkommen ausreichen.

Viele Grüße
Anette Huesmann

Guten Abend,
auch ich fand die Tipps sehr hilfreich. Vielen Dank!
Ich habe bereits seit langem eine etwas neuere Idee für ‘einen’ Roman. Es handelt sich um eine Geschichte mit demselben Anfang, jedoch kann der Leser während des Lesens zweimal eine eigene Entscheidung treffen, wie es weitergehen soll. Sprich, ich würde eine Geschichte schreiben mit demselben Anfang, die sich in der Mitte in zwei unterschiedliche Richtungen trennt und dann gegen Schluss noch einmal in zwei, also insgesamt vier, individuellen Schlüssen endet. Das heisst das Buch würde den gleichen Anfang haben, aber je nach dem, wie sich der Leser entscheiden, in einem Liebesroman, einem Krimi etc. enden.
Ich konnte bisher nirgends eine solche Buchform finden, wüsste auch gar nicht, wie man die nennt, und wollte bei Ihnen nachfragen, ob so etwas überhaupt möglich wäre oder so etwas laut Ihrer Erfahrung bei Lesern gut ankommen würde?
Liebe Grüsse, Rahel

das klingt nach einem spannenden Experiment. Im Fernsehen hat es solche Filme schon gegeben, bei denen die ZuschauerInnen über das Ende entschieden haben. Auch bei E-Books gab es solche Pläne schon, aber bei gedruckten Büchern habe ich noch nicht davon gehört. Wenn Sie Lust auf ein solches Experiment haben, dann sollten Sie es ausprobieren. Es ist sicher Geschmackssache, ob man so etwas mag. Es kann natürlich dazu führen, dass Sie nicht so viele LeserInnen erreichen. Doch wenn Sie dafür brennen, sollten Sie es trotzdem versuchen.

Viel Erfolg!
Anette Huesmann

Mein Tipp für Anfänger. Nutzt für erste Anfänge eine Open-Source plattform. Ich schreibe derzeit zb eine fanfic für stranger things und plane derzeit ein ganz eigenes Projekt. Der Vorteil ist das man egal wie kurz die Kapitel sind fast direkt Rückmeldung bekommt. Mir hat dies beim Einstieg sehr geholfen und es ist unheimlich motivierend. Wer mir nicht glaubt sucht bei wattpad einfach nach “Zusammen durch die Dunkelheit” fangt einfach mit einem kleinen Projekt an und wenn den Leuten euer Stil gefällt wagt euch an etwas größeres.

Sehr schöne Tipps, die mir teilweise echt weitergeholfen haben.

Zzt schreibe ich an einen Buch über einen reisenden Autoren, der sich Geschichten anderer Leute anhört, und während er sich Notizen darüber macht, erinnert er sich dabei an frühere Geschehnisse aus seinem Leben mit dem selben Thema.

Ich habe das Gefühl, als ob dieses ständige Springen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit des Autors zu kompliziert/verwirrend sein kann für die Leser.
Zudem kann diese “Themawiederholung” zu langweilig für den Leser sein.
Macht es darum Sinn in dieser Art der Erzählung weiterzuschreiben oder sollte ich den Erzählstil ändern?

@Siggi
In der Tat, eine der anspruchsvollsten Herausforderungen beim Schreiben ist der Umgang mit Zeitsprüngen. Das gut hinzukriegen ist schwer, aber gerade deshalb reizvoll. Ich würde das mal ausprobieren und anderen zu lesen geben, um herauszufinden, ob Ihnen das gut gelingt. Wenn man mit dem Schreiben noch am Anfang steht, würde ich das nicht unbedingt als erstes Projekt wählen, das macht den Einstieg und das Vorankommen beim Schreiben noch schwieriger.

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