Strategien für den Handel

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Strategie

Strategien für den Einzelhandel

„Strategie? Das ist doch was für überbezahlte Krawattenträger in Großkonzernen! Wir sind hier im Mittelstand. Wir reden nicht lange am Besprechungstisch, wir machen lieber Umsatz!“

Kenne Sie das? Dieses Denken ist weit verbreitet in kleinen und mittelständischen Unternehmen des Handels und auch in anderen Branchen. Oft wird das dann noch durch den vermutlich größten Selbstbetrug der aktuellen Zeit ergänzt: „Wir kennen unsere Kunden und wir wissen, was diese wollen!“

Planvolles Unternehmertum statt rhetorische Hemdsärmeligkeit

Dabei ist diese zur Schau gestellte Hemdsärmeligkeit selbst eher Theorie, denn die Praxis sieht vielerorts anders aus: Kunden bleiben fern, Umsätze gehen zurück und Geschäfte schließen. Vielleicht macht es ja doch Sinn, sich ein paar strategische Gedanken bzw. einen Plan zu machen, wie es mit dem eigenen Unternehmen weitergehen kann.

Wenn ich es gewohnt bin, morgens den Laden zu öffnen und zu warten bis ein Kunden kommt und kauft, und dann irgendwann feststelle, dass weniger kommen oder keine mehr, wird es Zeit das eigene Handeln zu überdenken. Am besten vorher schon, damit man gar nicht erst in die Situation kommt.

Handel neu erfinden

Das ist notwendig, denn die Veränderungen in den Kundenerwartungen und auf den Märkten sind aktuell so massiv, dass man nicht einfach so weitermachen kann. Man muss die Entwicklungen anerkennen und damit umgehen, man kann die Veränderungen nicht wegdiskutieren, oder sie aussitzen oder hoffen, dass die Politik sie wegstreitet. Das Internet geht nicht wieder weg. Man muss was tun und die Zukunft in die eigene Hand nehmen.

Vielmehr ist es sogar notwendig, den Handel (zumindest in Teilen) neu zu erfinden. Wo steht der deutsche Handel heute? Wie sieht der ideale Handel aus, aus der Perspektive des Kunden gedacht? Heute und in Zukunft? Was sind in diesem Szenario wichtige Innovationen, damit der lokale Handel auch in Zukunft noch dem Wettbewerbsdruck widerstehen kann?

Es geht also darum, strukturiert und systematisch nachzudenken, die Entwicklungen zu verstehen und einen Plan für die Zukunft zu entwickeln.

Was ist Strategie?

Eine Strategie ist ein mittel- bis langfristiger Plan, um ein definiertes Ziel zu erreichen. In diesem Plan werden Schwerpunkte gesetzt und aufgezeigt, auf welche Art und Weise man das Ziel erreichen möchte. Die Unternehmensstrategie als Strategie für das gesamte Unternehmen kann dann heruntergebrochen werden auf die einzelnen Bereiche des Unternehmens, die dann wiederum Pläne entwickeln, wie sie ihren Beitrag zum Erreichen des Gesamtziels leisten wollen.

Viele werden nun entgegnen, dass sie sich solche Überlegungen des ganzen Tag machen. Die Frage aber ist, ob es sich um ein durchdachtes Gesamtkonzept handelt, welches konsequent umgesetzt wird oder ob je nach Situation einfach aus dem Bauch heraus entschieden und ggf. die Strategie einfach gewechselt wird. Letzteres ist dann oft die Ursache für das Ausbleiben von Erfolg.

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Zum Beispiel: der Inhaber eines Ein-Euro-Ladens versucht, in einem Teil seines Ladens hochwertige und hochpreisige Waren zu verkaufen. Andere Geschäfte schaffen es ja auch, höhere Preise für Waren zu erzielen. Wie würde die inkonsequente Preisstrategie wohl ankommen? Das dazu notwendige Publikum würde die Waren in diesem Kaufumfeld nicht suchen und erwartet vermutlich auch eine andere Ladengestaltung. So stellt der Händler dann fest, dass er die Waren nicht verkaufen kann und kommt zu dem Schluss, dass die Leute heute nur noch „billig“ wollen.

In einem weiteren Laden wird den Kunden eine hochwertige und qualifizierte Beratung versprochen. Allerdings wurden die Mitarbeiter aus Kostengründen nicht geschult und haben oft keine Zeit für den Kunden, weil sie gerade die Regale einräumen müssen. Was sagt der Kunde wohl zu diesem Einkaufserlebnis?

Die Strategie macht klar, was man will und nordet alle auf das Ziel ein. Das konsequente Handeln der Verantwortlichen unterstreicht das immer wieder.

Für die Erarbeitung einer Strategie geht es ums Nachdenken, ums Analysieren, um das Verstehen der Welt, das Einschätzen von Risiken und Chancen und um Vieles mehr. Daraus entsteht dann die Strategie, also der Plan für die Umsetzung. Nicht nur der fertige Plan ist wichtig sondern auch der Weg dahin, der hilft, die Welt besser einzuordnen.

So eine Strategie wirkt nicht kurzfristig sondern erst in Zukunft. Es gibt keine direkte Rückmeldung, ob sich Ideen und Zeit tatsächlich rentieren. Das Ergebnis sieht man erst in der Zukunft. Im operativen Geschäft sieht man am Abend, was in der Kasse ist. Das ist direktes Feedback – ob positiv oder negativ. Das macht es oft schwer, sich auf einen Strategieprozess einzulassen. Wenn die Kasse voll ist, braucht man ja nichts zu tun, und wenn sie leer ist, hat man keine Zeit, weil man muss ja mehr verkaufen. Aber wenn man die Zielerreichung nicht dem Zufall überlassen will oder auch eigene Mitarbeiter auf diesen Weg mitnehmen will (muss!), ist es hilfreich einen klaren Plan zu haben.

Eine niedergeschriebene Strategie hilft, konsequent den Web zum Ziel zu verfolgen und nicht immer wieder Umwege zu gehen, Eine eigene Strategie ist eine gute Hilfe, dem Bild von der Zukunft des eigenen Unternehmens möglichst nahe zu kommen.

Strategische Überlegungen:

Als Anregung zum Nachdenken zeigen wir im Folgenden ein paar Beispiele für strategische Überlegungen auf. Letzten Endes gilt: jede Ausgangslage ist anders und selber nachdenken hilft!

Online oder Offline?

Brauche ich als lokaler Händler einen eigenen Onlineshop? Oder brauche ich als Onlinehändler einen stationären Shop? Sicherlich werden die Nischen, in den denen man ohne Onlineshop auskommt weiter schrumpfen. Heute findet ein großer Teil der Wertschöpfung im Internet statt, so dass es für die meisten Fälle vorteilhaft sein dürfte, online präsent zu sein und auch einen Shop zu betreiben. Hinzu kommt die Chance deutschlandweit, europaweit oder gar weltweit potenzielle Kunden über das Internet ansprechen zu können. Allerdings ist natürlich auch der Wettbewerber nur einen Mausklick entfernt.

Daran schließt sich die Frage an, wie denn in Zukunft eingekauft wird. Alles Online? Werden die Händler in Zukunft noch EIGENE Onlineshops haben? Oder eher über große Plattformen verkaufen? So wenig wie das eigene Ladengeschäft gesetzt sein sollte, muss der Onlinehandel gesetzt sein. Wie gehen die Onlinekunden wohl damit um, wenn der Versand für Hin- und Rücktransport vom Kunden bezahlt werden muss? Oder die Paketdienste nicht mehr an die Haustür liefern? Oder wird es in Zukunft vielleicht ganz neue Formen der Warenbeschaffung und Versorgung geben?

Gleichwohl spricht auch nichts gegen stationäre Geschäfte. Sie werden weiterhin eingebunden sein und auch eine eigene Rolle spielen, wenn es gelingt ein attraktives Angebot zu machen. Jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen. Auch wenn man sich entscheidet nur eine lokales Geschäft zu betreiben, spart man sich zwar den Onlineshop, muss aber die Frage beantworten wie Kunden in den Laden kommen. In diesem Fall könnte dann das Thema Markenbildung eine viel größere Rolle spielen, damit mich die Kunden kennen, weiterempfehlen oder als Geheimtipp weitergeben.

Vermutlich ist bei der Frage ob Online oder Offline die Antwort relativ einfach: Beides! Der Verkauf auf allen Kanälen wird sicherlich ein zukunftsträchtiges Modell sein

Marktpositionierung

Für das Marketing spielt die klare Marktpositionierung des eigenen Geschäfts eine bedeutende Rolle. Wie soll mein Geschäft auf dem Markt wahrgenommen werden? Für was ist mein Geschäft und meine Services bekannt? Wie unterscheidet sich mein Geschäft und Angebot von dem der Wettbewerber?

Nach innen ist die Positionierung strategischer Guide und hilft beim Treffen von Entscheidungen über Richtung, Produkte, Services etc. Nach außen ist die Positionierung das Bild des Unternehmens in den Köpfen der bestehenden und potenziellen Kunden. Letzten Endes ist die Positionierung der Web, Wettbewerbsvorteile zu erringen.

Markenbildung

Der Aufbau einer eigenen Marke ist ein weiterer Aspekt des strategischen Marketings, den man – je nach Strategie – erwägen kann. Das heißt, Themen, Ansichten, Anschauungen, Werte, die eigenen Kultur, Emotionalität etc., sprich den “Charakter”, die “Persönlichkeit” des Unternehmens oder des Produktes konsequent zu vermitteln. Wenn dieser Charakter attraktiv ist, wird es einfacher sein, die eigenen Produkte und Services zu verkaufen. Der Aufbau einer Marke ist bei einer Hochpreisstrategie von besonderer Bedeutung.

Marktplätze Amazon, Zalando & Co

Will ich die großen Marktplätze wie Amazon, Zalando & Co nutzen, um Kunden zu erreichen? Hier kann man als Händler schnell viele potenzielle Kunden erreichen und schnell auch größere Mengen an Waren absetzen. Als Händler steht man allerdings nicht mehr im direkten Kundenkontakt und der Wettbewerb mit anderen Händler ist groß. Allerdings kann das als Händler mit einem Nischenprodukt auch wieder reizvoll sein.

Kooperationen eingehen

Kooperationen sind auf vielen verschiedenen Ebenen möglich. Die bekannteste Form der Kooperation ist sicherlich die Werbegemeinschaft, die gemeinsam Kunden anspricht. Im Marketingbereich gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten. Generell lassen sich auch technische oder personelle Ressourcen teilen. Einen Fachmann für einen bestimmten Bereich (z.B. Schaufenstergestaltung), den man alleine nicht auslasten kann, oder technische Ressourcen wie der gemeinsame Betrieb eines mandantenfähigen ERP-Systems, eines gemeinsamen Onlineshops oder ähnliches. So können Kosten gespart werden. Allerdings entsteht Aufwand für Abstimmungen und für die Abrechnung der Ressourcen.

Warenauswahl

Welches Sortiment wollen wir anbieten? Konzentrieren wir uns auf ein kleines, aber feines begrenztes Sortiment? Oder bieten wir ein breites Sortiment an? Online gibt es einige „pure Players“ wie Zooplus, windeln.de, Thomann und andere, die sich auf wenige Warengruppen spezialisiert haben und sich so auch gegen Amazon zur Wehr setzen können. Oder bieten wir unseren Kunden ein begrenztes, kuratiertes Warensortiment an und können die Breite des Angebotes dann über einen Onlineshop abwickeln? Nach dem Motto „Das Kleidungsstück passt, Sie wollen es in Rot und wir schicken es Ihnen nach Hause!“

Preisstrategie

Bieten wir teures an oder preiswertes? Durch das Internet besteht eine hohe Preistransparenz bei vielen Produkten, die leicht vergleichbar sind. Preiswert ist da einfach, man muss nur die Preise der Konkurrenz unterbieten. Die Frage ist, ob das sinnvoll ist. Teures anbieten ist schwieriger und erfordert mehr Gedanken zur Positionierung. Aber beides sind mögliche Strategien, für die man sich entscheiden muss.

Waren selbst produzieren?

Es gibt viele Produzenten, die sich mit ihren Produkten inzwischen mit ihren eigenen Onlineshops direkt an Kunden wenden und den Einzelhandel so umgehen. Auch der Großhandel oder Einkaufsgemeinschaften treten manchmal bereits mit eigenen Onlineshops in Konkurrenz zum Einzelhandel und bieten hier oftmals sogar bessere Konditionen, insbesondere was den kostenfreien Umtausch o.ä. angeht. In manchen Bereichen ist aber auch denkbar, selbst in die Produktion einzusteigen (oder produzieren zu lassen) und somit in Konkurrenz zu den eigentlichen Produzenten zu gehen. Das ist natürlich nicht für allem Produkte möglich, bietet aber neue Möglichkeiten. Amazon macht es vor und produziert bestimmte Massenprodukte inzwischen unter eigener Marke selbst.

Emotion und Empathie versus Big Data und Marketing Automation

Wie wichtig werden positive Kundenerfahrung und attraktives Kauferlebnis im digitalen Zeitalter für den Handel sein? Werden Big Data, Analytics, Predictive Marketing und somit rationale Erfolgsfaktoren dominieren? Oder könnte gerade der stationäre Handel auf Emotion und Empathie setzen? Wie sieht moderner Service im stationären Handel aus? Wie können bisherige Stärken, die nichts mit Technologie zu tun haben, ausgebaut werden? Oder können Omni- oder Multi-Channel-Konzepte einen zusätzlichen Nutzen bringen?

Nischenstrategie und kuratiertes Angebot

Amazon ist immer da erfolgreich, wo ein Geschäft skalierbar ist und schnelles Wachstum Effizienzvorteile bringt. Die Erfahrungen in der Plattformwirtschaft und das technische Knowhow machen Amazon in vielen Bereichen unschlagbar. Das heißt aber auch, dass es dort wo es speziell wird, ein Leben neben Amazon gibt.

Produkt- oder Marktnischen mit einem kuratierten, beschränkten Angebot können eine Alternative für viele Kunden sein. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Beschränkung der Auswahl, die mit wenigen, exklusiven Waren ein spezielles Publikum glücklich macht. Hohe Fachkenntnis und der persönliche Kontakt zum Kunden machen den Unterschied.

Umgang mit Strategie

Kleinere und mittlere Händler entscheiden oft aus dem Bauch heraus. Sie entwickeln ihre Strategie intuitiv. Ihr Bauchgefühl zeigt, was strategisch machbar ist und was nicht. Das geht so lange gut, bis die ersten Schwierigkeiten auftauchen. Ist das der Fall, entscheidet man sich kurz um und dann verfolgt man eben eine neue Strategie.

Viele kleine und mittlere Unternehmen – unabhängig von der Branche – arbeiten ohne Drehbuch, ohne ausformulierte Strategie. Studien belegen, dass nur ein kleiner Teil der kleinen und mittelständischen Unternehmen das Instrument einer systematischen Strategieentwicklung nutzt. Das kann (muss nicht!) früher oder später einen hohen Preis haben. Methodisch arbeitende Unternehmen sind aber erfahrungsgemäß erfolgreicher. Eine schriftlich festgehaltene und ausgearbeitete Unternehmensstrategie ist sinnvoll als Guide für den Alltag. Alltägliche Entscheidungen können so passender für den erarbeiteten und definierten Rahmen getroffen werden.

Damit hat eine Strategie eine starke Wirkung nach innen. Für Mitarbeiter ist es immer wichtig zu wissen, wohin das Unternehmen will und beobachtet intensiv, wie konsequent die Führung im Alltag damit umgeht. Das gilt genauso für die Wirkung nach außen.

Eine Strategie hat immer auch Konsequenzen

Erfolgsversprechend ist es, sich über die eigene Zielgruppe Gedanken zu machen, diese gezielt anzusprechen und ein darauf spezialisiertes Angebot zu definieren. Versucht man ALLE zur Zielgruppe zu erklären, wird die gezielte Ansprache schwierig und NIEMAND fühlt sich angesprochen.

Der eigene Plan muss dann konsequent durchgezogen werden. Wenn ich definiere, meine Kunden kompetent in hoher Qualität beraten zu wollen, brauche ich dafür das entsprechend kompetente und qualifizierte Personal. Hat dieses dann für das Kundengespräch keine Zeit, weil die neu gelieferte Ware in die Regale geräumt werden muss, läuft das dem Plan zuwider und hinterlässt enttäuschte Kunden.

Diese Zusammenhänge zu erkennen, die gegenseitigen Abhängigkeiten zu sehen und dann eben auch zu bearbeiten, ist das Ziel einer Strategie. So etwas kann man nicht nur im Kopf haben. Das Aufschreiben, und zwar das Aufschreiben in einer Form, dass andere es verstehen können, hilft dabei, den eigenen Plan genau zu durchdenken und ihn für Mitarbeiter, Führungskräfte und eventuelle Gesellschafter klar zu machen. Diese können dann auch Rückmeldungen geben, für den Fall, dass inkonsequent gehandelt wird.

Ein Plan hilft

Ein definierter Plan hat einen großen Vorteil: Wenn das gewünschte Ergebnis nicht eintritt, kann man anhand des Plans analysieren woran es liegt. Wurde der Plan nicht konsequent umgesetzt? Ist der Plan falsch? (z.B. falsche Zielgruppe ausgewählt) Sind die Annahmen für den Plan falsch? (z.B. gewählte Zielgruppe interessiert sich nicht für die angebotenen Produkte) Etc. Der Plan gibt Anknüpfungspunkte für die Analyse und Korrekturen.

Handelt man alltäglich neu aus dem Bauch heraus, wird diese Analyse eher schwierig. Es gibt nichts greifbares, an dem man sich orientieren könnte. Ich weiß nicht, was funktioniert und was nicht. Ich weiß nur DASS es funktioniert oder eben nicht. Für den Umgang mit eventuellen Problemen ist das zu wenig.

Wie kommt man zu einer Strategie?

Es gibt nicht den einen richtigen Weg, eine Strategie zu finden. Aber die folgenden Fragen können für den ersten Schritt helfen:

  1. Wer sind meine Kunden? Welchen tatsächlichen Bedarf haben meine Kunden?
  2. Welches unverwechselbare, besondere Angebot kann ich meinen Kunden machen?
  3. Wie kann ich messen, ob ich erfolgreich bin?

Letztendlich ist eine Strategie die permanente Konzentration auf den wirkmächtigsten Punkt im Unternehmen: auf den Kunden. Intensive Marktanalyse, nicht nur zu Marktwachstum und Marktpotenzial, sondern vor allem die Definition des genauen Kundenutzens.

Alltag als natürlicher Feind der Strategie

Die strategische Arbeit muss in der Geschäftsleitung verankert werden. Die Dinge, die im Tagesgeschäft aufploppen, aber sind allgegenwärtig: die Maschine, die plötzlich kaputt ist, der Lieferant der nicht liefern kann, ein Problem mit dem Produkt, ein Kunde der sich beschwert, die überraschende Betriebsprüfung, eine kurzfristige Besprechung im Gesellschafterkreis – alles das verlangt die Aufmerksamkeit der Geschäftsleitung. Aber es gibt eben auch wichtige Dinge, die nicht dringend sind, die über den Erfolg mit entscheiden.

Make or buy?

Letztendlich geht es nicht wirklich um die Frage „Make or buy?“. Die eigene Strategie erfordert immer die verantwortliche Mitarbeit der Geschäftsleitung. Ein Berater kann helfen, den Prozess zu strukturieren und er kann die richtigen Fragen stellen, die dann zu einem Ergebnis führen. Aber niemand außer der Geschäftsleitung kann tatsächlich die Strategie für das eigene Unternehemn erarbeiten.

Kollegiale Beratung

Ein förderndes Umfeld ist sicherlich hilfreich. Das kann die Familie sein oder auch ein Kreis von Kollegen, die bereit sind, sich offen auszutauschen. Auch eine solche „kollegiale Beratung“ kann ein guter Ausgangspunkt für strategische Diskussionen und die Erarbeitung einer Strategie für jedes der beteiligten Unternehmen sein. Ansonsten können auch Bücher, Materialien aus dem Internet, Tipps vom Steuerberater, einem Unternehmensbeirat etc. helfen, auf dem Weg zur Strategie voran zu kommen. Und natürlich kann ein kompetenter Strategieberater helfen, die Strategie zu erarbeiten. (Ein guter Strategieberater kostet erst mal Geld, aber es gibt auch Fördertöpfe, die solche Prozesse bezuschussen. Eine Prüfung ist es allemal wert.)

Dokumentation und Dauer

Wichtig ist die schriftliche Dokumentation der erarbeiteten Strategie. Auf Basis der schriftlichen Dokumentation der Strategie erfolgt dann das Controlling und vor allem die Weiterentwicklung der Strategie. Immer wieder ändern sich Dinge, die man dann in der eigenen Planung berücksichtigen muss. Insofern ist die Entwicklung einer Strategie immer ein fortwährender Prozess. Für den Start kann man sicherlich mit 5-30 Manntagen an Arbeit rechnen

Neuerfinden des eigenen Geschäftsmodells

Bereits oben war die Rede davon, den Handel neu zu erfinden. Was heißt das konkret? Im Handel passieren aktuell viele Entwicklungen, die zum einen mit Technologie zu tun haben, aber vor allem damit, sich sehr genau auf die Bedürfnisse des Kunden einzustellen. Amazon als der große „Aggressor in der Branche“, hat mit seinem Onlinehandel die Branche gehörig aufgemischt. Wenn man genau hinschaut, ist Amazon beliebt, weil die Plattform einfach zu bedienen ist und Amazon mit unzufriedenen Kunden sehr kulant umgeht. Das hat mit Technologie zunächst mal gar nichts zu tun, sondern damit, Kundenbedürfnisse und –wünsche zu erkennen und bedienen.

Ein anderes Beispiel sind Anna Alex und Julia Bösch, die Gründerinnen von Outfittery. Outfittery hat den Einzelhandel und den Onlinehandel neu gedacht und das Curated Shopping als Erfolgsmodell für den E-Commerce entwickelt. Curated Shopping kombiniert den elektronischen Handel mit der persönlichen Beratung des Fachhandels. Auch hier geht es in erster Linie um Kundenbedürfnisse, die dann über den Kanal des E-Commerce bedient werden. Natürlich spielen in solchen Überlegungen auch Skalierbarkeit und Unternehmenswachstum eine große Rolle. Aber im Kern geht es erst mal um Kundenbedürfnisse.

Jetzt kann man argumentieren, dass diejenigen, die solche neuen Ideen auf den Markt bringen, eine gehörige Portion Glück hatten. Wie heißt es so schön? „Ja, stimmt: das war Glück. Und je härter ich arbeite, umso mehr Glück habe ich!“. Solche Ideen sind immer auch Ergebnis eines kreativen und systematischen Erarbeitungs- und Denkprozesses. Sein Glück kann man eben beeinflussen, wenn man hart daran arbeitet. Und vor allem anfängt. Auch Amazon ist nicht groß auf die Welt gekommen, sondern hat als kleiner Buchladen im Kinderzimmer von Jeff Bezos angefangen.

Strategie hilft!

Amazon, Outfittery und viele weitere haben ihre strategischen Hausaufgaben gemacht und sind damit erfolgreich. Aber auch viele lokale und stationäre Einzelhändler sind erfolgreich. Wenn man diese fragt, was sie tun, wird schnell deutlich, dass sie eine klare Strategie haben und verfolgen. Sie haben sich auseinander gesetzt mit der Zukunft und den daraus entstehenden Herausforderungen. Sie haben sich auseinander gesetzt mit den sich ständig verändernden Anforderungen der Kunden an den Handel.

Die Digitalisierung ist für den Handel einerseits Bedrohung, andererseits bietet sie gleichzeitig enorme Potenziale. Viel zu oft reagiert der Handel defensiv, anstatt sich die eigenen Stärken bewusst zu machen und in die Waagschale zu werfen. Das strategische Denken, das Erarbeiten einer Unternehmensstrategie und dann das ständig Weiterarbeiten daran, sind ein Schlüssel, hier voran zu kommen.

Die 3 besten Strategien für den Intraday-Handel

Intraday-Handel bezeichnet einen bestimmten Handelsstil, bei dem ein Geschäft am selben Handelstag eröffnet und geschlossen wird. Das kann für jeden Markt angewendet werden, wird aber gewöhnlich vor allem auf Devisen- und Aktienmärkten genutzt.

Tageshändler verwenden unterschiedliche Strategien, um von kurzfristigen Preisschwankungen bei Vermögenswerten mit hoher Liquidität zu profitieren. Auf schnelle Änderungen im Markt zu spekulieren kann recht ertragreich sein, insbesondere beim Einsatz von Multiplikatoren, aber es ist auch riskant. Deshalb sollte der Intraday-Handel erst nach einem intensiven Studium angewendet werden. Neu eingestiegene Händler denken oft, dass kurzfristige Geschäfte einfach sind, aber das ist bei weitem nicht so.

Besonders wichtig für einen neuen Intraday-Händler ist, sich für eine Herangehensweise zu entscheiden und diese tiefgründig zu studieren.

Die verbreitetsten Handelsstrategien sind:

Skalpjäger (engl. Scalping): eine auf mehrere kurzfristige Geschäfte (Zeitrahmen von 1-5 Minuten) und kleine Auszahlungen gerichtete Strategie. Die Idee dahinter ist, dass viele kleine Erträge sich zu einem großen Gewinn addieren können, aber es ist wichtig, dabei kontrollierte Beträge zu investieren und ein Stop-Loss-Niveau zu implementieren, um Ihr Investment abzusichern.

Durchbruch (engl. Breakout): verwendet Unterstützungs- und Widerstandslinien für die Bestimmung der Einstiegspunkte. Händler kaufen, wenn der Kurs eines Wertes die Widerstandslinie durchbricht, und verkaufen, wenn er unter die Unterstützungslinie fällt. Weiter ist es notwendig, dass Sie hier Ihren Ausstiegspunkt festlegen und ein Take-Profit-Niveau setzen.

Anhand Nachrichten handeln: eine Strategie, die auf Neuigkeiten mit starken Auswirkungen und dem Handel mit betroffenen Aktien basiert. Dieser Ansatz beinhaltet, dass der Händler gut über die Nachrichten am Markt informiert sein und schnell die Möglichkeiten für Geschäfte erkennen muss. Dabei kann es hilfreich sein, zusätzlich die Signale von Momentum-Indikatoren zu überprüfen.

Es gibt diverse andere Ansätze, aber bei allen gilt, dass es wichtig ist, wie gut ein Händler über den Markt informiert ist. Mit einigen Schritten können Sie ein effektiver Tageshändler mit mehr Erfahrung werden.

Lernen Sie zunächst, Gelegenheiten zu entdecken. Die Handelsstunden eines Tages genügen, um eine sinnvolle Investition zu tätigen, aber Sie müssen den Markt aufmerksam beobachten und die Vermögenswerte vergleichen. Testen Sie unterschiedliche Strategien und schauen Sie, welche besser für Sie funktioniert. Sicher passt nicht jede Strategie zu Ihnen und das ist auch normal, aber auf jeden Fall können und sollten Sie das Testkonto dafür nutzen.

Befassen Sie sich mit dem Risikomanagement und seien Sie besonders vorsichtig bei Ihren Investitionen. Der Intraday-Handel kann sehr riskant sein, investieren Sie deshalb nur Beträge, deren Verlust Sie verschmerzen können, und vergessen Sie nicht, Stop-Loss-Niveaus zu setzen.

Halten Sie sich nicht zuletzt an Ihren Plan und weichen Sie nicht davon ab, auch wenn es sehr verlockend scheint. Die Kontrolle der Emotionen ist beim kurzzeitigen Handel besonders wichtig, es könnte Sie sonst dazu treiben, mehr und mehr zu investieren. Kontrollieren Sie sich selbst und denken Sie daran, rechtzeitig aus den Geschäften auszusteigen.

Der Intraday-Handel weist eine Reihe von Vorteilen auf: Sie sehen die Ergebnisse innerhalb kurzer Zeitrahmen und es gibt keine Übernacht-Gebühren. Dennoch beinhaltet dieser Ansatz ein größeres Risiko, und es ist wichtig, zu lernen und zu üben, bevor Sie echtes Geld investieren.

HINWEIS: Dieser Artikel ist keine Investmentberatung. Jegliche Bezugnahme auf historische Kursbewegungen oder -niveaus dient rein informativen Zwecken und basiert auf externen Analysen, und wir übernehmen keine Garantie dafür, dass solche Bewegungen oder Niveaus in Zukunft erneut auftreten.
Gemäß den Anforderungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ist der Handel mit binären und digitalen Optionen nur für Kunden verfügbar, die als professionelle Kunden eingestuft sind.

CFDs sind komplexe Instrumente und beinhalten ein hohes Risiko, aufgrund von Hebelwirkungen schnell Geld zu verlieren.
87% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs über diesen Anbieter Geld.
Sie sollten gut abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Strategien – Alle Forex Strategien für Anfänger einfach und verständlich erklärt

WEITER ZUM FOREX TESTSIEGER

Bevor man als Trader mit dem Devisenhandel beginnt, sollte man sich unbedingt auch mit dem Thema Forex Strategien beschäftigen. Denn auf Dauer hat man nur mit einer guten Forex Strategie die Chance, erfolgreich mit fremden Währungen zu handeln. Mittlerweile gibt es zahlreiche Forex Handelsstrategien, sodass im Prinzip jeder Trader die Strategie finden kann, die zu seiner persönlichen Einstellung sowie zu den Zielen passt, die mit der Spekulation verfolgt werden.

Auch wenn der Forexhandel an sich natürlich spekulativ und risikoreich ist, so gibt es zum Beispiel dennoch in diesem Rahmen Strategien, die eher konservativ sind und genauso auch Forex Trading Strategien, die als sehr risikoreich bezeichnet werden. Als Trader hat man aber nicht nur die Möglichkeit, bereits vorhandene Forex Strategien zu nutzen, sondern natürlich kann man sich auch seine eigene Forex Strategie „basteln“. Dies ist allerdings erst sinnvoll, wenn man bereits längere Zeit mit Devisen handelt und schon Erfolge erzielen konnte.

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Die Fakten zu „Strategien“ im Überblick:

  • Strategien können die fundamentale, technische oder Chart-Analyse als Basis haben.
  • Bei manuellen Strategien werden zwar Indikatoren, aber keine Orders festgelegt.
  • Es gibt voll- und halbautomatisierte Strategien, welche als Social Trading oder von Brokern angeboten werden.
  • Automatisierte Strategien können von den Tradern selber entwickelt oder nur modifiziert werden.
  • Die Fundamentalanalyse befasst sich mit den Gründen für eine Kursentwicklung und leitet daraus Zusammenhänge ab.
  • Handelsstrategien sollten an einem Demokonto erprobt werden und ein effizientes Risikomanagement beinhalten.
  • Indikatoren und Handelssignale sollten niemals für sich betrachtet werden.

1. Überblick: Die wichtigsten Forex Handelsstrategien

Viele Forex Strategien basieren entweder auf der fundamentalen oder der technischen Analyse. Das fundamentale Trading, welches auf der Fundamentalanalyse aufbaut, gilt als vergleichsweise konservativ. Denn in diesem Fall basiert die Handelsstrategie ausschließlich auf Zahlen, Fakten und Nachrichten, die es bezüglich der Währungen gibt und die einen Einfluss auf den Devisenkurs haben könnten. Ein typisches Beispiel wäre hier, dass die Wirtschaftslage sich in den USA deutlich verbessert hat (Nachricht), sodass dann aus fundamentaler Sicht von einem steigenden Dollarkurs auszugehen ist.

Andere Forex Strategien basieren nur auf der Analyse der Charts, also auf der Betrachtung der historischen Kursverläufe. Während sich die technische Analyse mathematischen Algorithmen widmet, befasst sich die Chart-Analyse mit dem Erkennen von Chart-Mustern. Eine weitere bekannte, und vielfach genutzt Forex Handelsstrategie ist das Scalping, was übersetzt so viel wie „Ausschneiden“ bedeutet. Das Scalping kennzeichnet sich vor allem durch schnellen Kauf und Verkauf der Devisenpositionen. Dabei werden die gleichen Indikatoren angewandt, wie bei dem langfristigen Devisenhandel, nur dass hierbei lediglich ein kleiner Ausschnitt eines Trends betrachtet wird. Das Scalping findet innerhalb von Sekunden oder Minuten statt.

Diese Strategien lassen sich zwar hervorragend in verschiedene Vorgehensweisen kategorisieren, doch die Kunst liegt in der Kombination. Denn im Grunde genommen sind für eine ausgewogene Trading-Strategie sowohl die Daten der technischen, der Chart- als auch der Fundamental-Analyse notwendig. Nur so kann sich der Trader ein umfassendes Bild vom Geschehensablauf machen und einen Trend prognostizieren. Strategien, die nur auf einem Indikator aufbauen können dauerhaft keine Erfolge bringen.

Gerade Anfänger sollten sich an die KISS-Strategie, welche als Abkürzung für „Keep it simple and stupid“ steht, halten. Hier bieten sich die Ausbruch– und Trendfolge-Strategien an, welche auf einfach nachvollziehbare Indikatoren, wie Widerstände und Unterstützer oder Trendkanäle setzt. In Kombination mit einem guten Risikomanagement kann so ein Trading stattfinden, welches den Anfänger nicht überfordert.

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2. Was sind manuelle Strategien?

Bei manuellen Strategien muss der Trader jede Handlungsaktivität selber anweisen. Er muss nicht nur selber die Positionen setzen, sondern auch die Indikatoren, Chart-Verläufe und Marktnachrichten im Blick haben um bei Bedarf handeln zu können. Dies bedeutet jedoch nicht, dass keine Hilfsmittel benutzt werden. Natürlich behilft man sich auch hier der technischen und fundamentalen Indikatoren, welche Handelssignale auslösen.

Manuelle Strategien sind vor allem für professionelle Trader und Vollzeit-Trader geeignet. Diese haben einen ständigen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und können auch ohne automatisierte Orders den Überblick über ihre Strategien behalten. Daher reagieren sie auf Kursentwicklungen unter Beachtung aller erfassbaren Informationen. Dadurch sind auch höhere Gewinne möglich, doch auch das Risiko höherer Verluste ist gegeben, da keine Stop-Loss-Orders zur Risikoabsicherung genutzt werden.

Es gibt jedoch auch gemäßigtere Varianten, die einen gewissen Grad der Automatisierung zulassen. Je nach Kenntnisstand und zeitlicher Verfügung können diese dann mehr oder weniger starke Automatisierungen enthalten. So können je nach Broker Handelssignale an Orders gekoppelt werden oder auch nur ein akustischer oder visueller Alarm ausgelöst werden. Dies ermöglicht auch ein manuelles Trading trotz anderer zeitlicher Belastungen.

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3. Was sind automatisierte Strategien?

Automatisierte Strategien werden von fast allen Brokern angeboten. Je nach Software können Strategien selber erstellt werden, der Broker bietet eine Auswahl an automatisierten Strategien an oder man kann über das Social Trading die Strategien anderer erfolgreicher Trader kopieren und auf seiner Plattform nutzen. Automatisierte Strategien sind sehr gut für Anfänger geeignet um den Markt verstehen zu lernen oder auch für vielbeschäftigte Trader die nicht so viel Zeit zur Verfügung haben. Die Nutzung automatisierter Strategien ist jedoch keine Garantie für erfolgreiches Trading.

Die branchenübliche Handelsplattform MetaTrader 4 bietet als Hilfestellung den Expert Advisor an. Dieser wird von einigen Brokern modifiziert und IronFX bietet sogar den EA Builder an, mit welchem die Trader eigene Strategien entwickeln können. Hierbei ist es nicht erforderlich die C#-Programmiersprache zu beherrschen. Anfänglich können Strategien mittels Click & Drop-Verfahren gebaut werden.

Doch auch beim Social Trading über Handelsplattformen wie zum Beispiel den Zulu Trader können automatisierte Strategien verwendet werden. Diese wurden jedoch nicht selber oder von einem professionellen Broker geschrieben, sondern von anderen Tradern und bereits in realen Marktsituationen getestet. Erfahrene Trader stellen ihre Strategien zur Verfügung und erhalten im Gegenzug eine kleine Vergütung. So können sie mit erfolgreichen Strategien gleich doppelt Geld verdienen.

Eine vollautomatisierte Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur alle verwendeten Indikatoren vorgegeben sind, sondern die Handelssignale auch tatsächlich eine Handelsaktivität auslösen. Je nach Risikobereitschaft und persönlichen Präferenzen können die Strategien gewählt werden. Der Kauf und Verkauf findet hingegen ohne Zutun des Traders statt. Dies wird komplett von der Software übernommen.

Halbautomatisierte Strategien können hingegen entsprechend der Vorstellungen des Traders modifiziert werden. Dadurch hat der Trader die Möglichkeit einerseits die getesteten Strategien zu nutzen, aber im Zweifelsfall einzugreifen und den Austrittszeitpunkt selber zu bestimmen. Erfahrenen Trader werden diese Strategien auch noch mit anderen Indikatoren versehen um es ihrem Risikomanagement anzupassen. Hier sollten die Strategien jedoch zuvor noch einmal getestet werden um die Funktionstüchtigkeit der Strategie auch weiter zu gewähren.

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4. Was ist die Fundamentalanalyse?

Bei der Fundamentalanalyse gibt es verschiedene Ansätze. Zunächst sollte man sich jedoch der Tatsache bewusst sein, dass hier die Gründe und Ursachen für die Kursentwicklung begutachtet werden. Es werden verschiedene Zusammenhänge zugrunde gelegt, welche als Basis für den Interpretationsspielraum gelten. Dabei kann natürlich jeder Trader nach eigenen Zusammenhängen suchen und daran die Wahl der Indikatoren festmachen.

Es gibt jedoch bereits ein paar Theorien zu den Markt-Zusammenhängen an denen sich Anfänger orientieren können. So gibt es unter anderem die Kaufkraftparität. Diese besagt, dass ein und dieselbe Ware in verschiedenen Ländern trotz Umrechnung unterschiedliche Preise haben kann. Ist das der Fall, ist mit einer Index-Angleichung in naher Zukunft zu rechnen. Andere Faktoren sollten Auskunft darüber geben, ob der Kurs der einen Währung steigen oder der Kurs der anderen Währung fallen wird.

Eine weitere Theorie liegt dem Zahlungsbilanzmodell zu Grunde. Nach diesem Modell strebt der Devisenmarkt nach einem Gleichgewicht zwischen Import und Export einer Gesellschaft. Handelt es sich um verstärkten Export, so ist die Währung im Land sehr niedrig, wodurch die Einfuhr des Währungsstarken Landes günstiger ist, als die Produktion oder der Kauf im eigenen Land. Anders rum haben Staaten mit hohem Import eine starke Währung, welche sie zum Kauf von Produkten im Ausland nutzen können.

Des Weiteren gibt es auch noch das Assett-Modell. Nach diesem Modell sind nicht die Handelswaren ausschlaggebende Faktoren für die Entwicklung eines Währungskurses, sondern der Handel mit internationalen Finanzanlagen. Dieses übersteigt bei weitem den Handel mit normalen Handelswaren und hat daher einen wesentlich größeren Einfluss auf den Aktien- und Devisenmarkt.

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5. 3 nützliche Tipps für Handelsstrategien

Um eine Handelsstrategie erfolgreich durchführen zu können, bedarf es in erster Linie Übung. Dafür ist ein Demokonto sehr sinnvoll. Hier können Anfänger und experimentierfreudige Profis die Indikatoren und Strategien bei realen Chart-Verläufen testen ohne ein Risiko einzugehen. Einige Broker bieten nicht nur Demokonten mit Echtzeit-Charts, sondern auch noch vergangene Charts zum Stresstest der Strategien an, wie der Broker FXCM mit seinem Market Replay.

Zudem empfiehlt es sich ein Risikomanagement zu praktizieren. Selbst professionelle Trader empfehlen dabei niemals mehr als ein oder zwei Prozent des verfügbaren Kapitals auf eine Position zu setzen. Diese Regel ist umso sinnvoller, wenn mit Hebeln gearbeitet wird. Zudem sollten gerade Anfänger mit Stop-Loss-Orders arbeiten um die Verluste möglichst gering zu halten. Auch sollten zu Beginn keine allzu großen Risiken eingegangen werden. Hohe Gewinnchancen gehen auch immer mit hohen Verlustmöglichkeiten einher.

Gerade Anfänger sollten, solange sie das Prinzip des Marktes noch nicht erschlossen haben, automatisierte Strategien nutzen. Mit fortschreitendem Kenntnisstand können diese dann auch modifiziert und den eigenen Vorstellungen angepasst werden bis schließlich eine eigene Strategie entwickelt werden kann. So simpel die Strategien auch gehalten werden sollten, umso wichtiger ist jedoch, dass man sich nicht allein auf einen Indikator verlässt. Eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Indikatoren ist dabei notwendig. Zudem müssen die Strategien immer den besonderen Marktverhältnissen angepasst werden, da ein allgemein gültiger Algorithmus noch nicht gefunden wurde.

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6. Die größten Fehler trotz Forex Trading Strategien

Forex Strategien können beim Handel behilflich sein, allerdings müssen sie dann auch konsequent eingehalten werden. Trader begehen oftmals den Fehler, dass sie ihre Forex Trading Strategien nicht von Anfang bis Ende durchführen und damit auch keine verlässliche Vergleichsbasis haben. Selbst, wenn die Forex Handelsstrategie einmal nicht aufgeht, kann sie wichtige Informationen für zukünftige Strategien und bessere Handelsentscheidungen liefern. Voraussetzung ist jedoch, dass die Anleger sich wirklich an die Strategie halten. Es gibt noch weitere Fehler, welche nicht nur unerfahrene Anleger begehen. Schauen wir uns an, was beim Handel mit Devisen falsch laufen kann auch, wenn eine vermeintlich gute Strategie genutzt wird.

Sich auf zu viele Devisenpaare fokussieren

Der Devisenmarkt ist vergleichsweise einfach zu verstehen und deshalb glauben auch Trading-Anfänger, dass sie dies können. Demzufolge werden nicht nur einzelne, sondern oftmals gleich mehrere Währungspaaren gehandelt. Parallel versteht sich, denn man möchte ja schließlich gleich zu Beginn einen Handelserfolg erzielen. Dieser Enthusiasmus ist zwar gut, kann jedoch auch gerade falsch sein. Zeigt sich ein positiver Trend am Markt, wird er sofort genutzt und bestenfalls mit einem Großteil des Kapitals investiert. Doch genau das ist falsch, denn der Trend kann sich natürlich genauso schnell wieder ändern. Auch bei dem vermeintlich einfach zu verstehen den Devisenmarkt geschehen plötzliche Trendveränderungen. Deshalb müssen die Anleger der Lage sein, rechtzeitig zu erkennen und zu reagieren. Wer jedoch unzählige Währungspaare versucht gleichzeitig zu analysieren, wird damit wenig Erfolg haben. Deshalb sollten die Trader ihren Fokus zunächst auf fundierte Analysen ausgewählter Devisenpaare richten, um hier eine möglichst präzise Voraussage treffen zu können und Gewinne zu erzielen.

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Forex Trading Strategien ohne Demokonto nutzen

Ein weiterer Fehler, der gar nicht so unüblich ist, ist der bewusste Verzicht auf das Demokonto. Auch, wenn Trader bereits bei einem anderen Broker gehandelt haben, sollten sie nie darauf verzichten, ein Demokonto bei ihrem neuen Anbieter zu eröffnen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen können die Anleger und Risiko dem Broker näher kennenlernen und zum anderen auch seine Handelsmöglichkeiten und vor allem die Plattformen. Nicht überall steht beispielsweise der MT4 zur Verfügung oder oftmals bieten die Broker zusätzliche Tools zur Chartanalyse. Wer sie ganz ohne Risiko mit dem virtuellen Guthaben des Demokontos unter die Lupe nehmen kann, ist klar im Vorteil. Später können die Trader noch immer das Live-Konto eröffnen oder sogar häufig parallel zum Demokonto führen. Auch die Strategie lässt sich mit dem virtuellen Guthaben deutlich einfacher testen als mit eigenem Kapital. Selbst, wenn sie falsch ist, verlieren die Anleger nicht ihr eigenes Kapital, sondern lediglich das Spielgeld des Brokers.

Trader sind häufig zu gierig

Erfolge machen Lust auf mehr und lassen häufig das Risiko gar nicht so schlimm erscheinen. Davon können auch viele Trader ein Lied singen. Haben sie ihre ersten Handelserfolge bei den Devisen erzielt, werden sie häufig unvorsichtig und übermütig. Die Folge: Strategien werden nicht zu Ende oder nur ins konsequent umgesetzt, denn es sind ja ein vermeintlicher Gewinn. Auch von Risikomanagement wollen dann viele Anleger nichts mehr wissen. Genau dieser Hunger nach weiterem Handelserfolg lässt jedoch das strategische Vorgehen vermissen und die Emotionen dominieren. Doch genau sie sind es, die beim Handel sonst gar nichts zu suchen haben. Deshalb sollten die Anleger immer versuchen, mit einer Strategie zu investieren, um ihre Emotionen im Griff zu behalten und nicht unüberlegt zu agieren.

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7. Fazit: Forex Trading Strategien bringen Sicherheit beim Handel

Es gibt verschiedene Forex Handelsstrategien, die wahlweise einfach oder auch schwieriger anzuwenden sind. Allerdings ist es für alle Trader empfehlenswert (egal ob anfing oder professioneller Anleger), dass eine Strategie genutzt wird. Sie bietet optimale Informationen und eine Handlungsanweisung darüber, wann der geeignete Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg mit dem eigenen Investment ist. Außerdem ist sie dabei, die Emotionen beim Handel außen vor zu lassen und stattdessen das Risikomanagement konsequent zu verfolgen. Anleger, die noch wenig Erfahrung beim Devisenhandel besitzen, sollten immer mit einem Demokonto beginnen und sich mit den Grundlagen des Forex-Handels auseinandersetzen. Dazu gehört auch die Entwicklung einer passenden Strategie zum Anlageziel. Mit dem Demokonto können die Trader dann überprüfen, ob die Strategie überhaupt Sinn macht und gegebenenfalls nachbessern. Auch, wenn die Anleger mit ihrer Strategie noch keinen Erfolg haben, geht nicht das eigene Kapital, sondern das virtuelle Guthaben des Brokers verloren.

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