Internet-Betrug

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Internet-Betrug

Vermeintliche Gratis-Angebote, Phishing-E-Mails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, unsichere Facebook-Apps, Mehrwert-SMS-Abofallen u.v.m. – die Bandbreite für möglichen Internet-Betrug ist groß. Und auch wenn die Tricks der BetrügerInnen im Prinzip immer dieselben bleiben, fallen unbedarfte InternetnutzerInnen auf immer wieder neue, kreative Lockangebote herein. Lesen Sie hier, wie Sie gängige Betrugsvarianten im Internet entlarven und sich dagegen schützen können.

Aktuelle Warnungen zu Internet-Betrug finden Sie auf der Watchlist Internet.

Sind Sie bereits in eine Internet- oder Handy-Betrugsfalle getappt, hilft Ihnen der Internet Ombudsmann kostenlos weiter!

Hier finden Sie die aktuellsten Nachrichten zum Thema Internet-Betrug.

Fast jeder Zweite von Internetbetrug betroffen

Vermeintliche Gratis-Angebote, Phishing-Mails oder Fake-Shops – die Bandbreite für mögliche Online-Betrugsfälle ist groß. Mehr dazu auf der Seite des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens.

Die Watchlist Internet gibt’s jetzt als App fürs Handy!

Ab sofort kann man sich die hilfreichen Tipps und Tricks rund um Internet-Betrug auch direkt am Smartphone anzeigen lassen. Installieren Sie jetzt die App!

A1 Internet für Alle – Programm 2020

Musik, Videos oder Bilder aus dem Internet legal nutzen? Fallen beim Online-Shopping vermeiden? Lassen Sie sich Ihre Fragen in den „A1 Internet für Alle“-Workshops beantworten.

Sextortion: Erpressungen per Video-Chat

Der Betrug des Online-Flirts: Nutzer/innen werden zu Sex-Chats überredet und anschließend mit dem intimen Bildmaterial erpresst. Wir geben Tipps, wie man Betrugsversuche erkennt und was Betroffene tun.

Wie Sie sich vor Erpressungs-Trojanern schützen können

Immer häufiger kursieren E-Mails mit Erpressungs-Trojanern, die sämtliche Dateien am Computer verschlüsseln – nur wer „Lösegeld“ bezahlt, bekommt eventuell seine Daten wieder. Wir zeigen, wie Sie sich.

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Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Internet-Betrug.

E-Mails

Soziale Netzwerke

Online-Shopping

„Gratis“-Angebote

Handy & Smartphone

Materialien

Hier finden Sie die neuesten Broschüren, Flyer und Co. passend zum Thema Internet-Betrug.

Flyer: Internet-Betrug

Informativer Flyer für Jugendliche zum Thema Internet-Betrug.

Veröffentlichung: Mai 2020

Betrug im Internet: So schützen Sie sich!

Die Broschüre „Betrug im Internet“ mit den wichtigsten Infos & Tipps zu Fake-Shops, Markenfälschungen, Schadsoftware, Phishing, Abo-Fallen und Kleinanzeigenbetrug.

Veröffentlichung: Februar 2020

Tipps

Die Bandbreite für möglichen Internet-Betrug ist groß und selbst aufmerksame NutzerInnen fallen immer wieder in die kreativen Fallen und Lockangebote von BetrügerInnen rein. Damit Sie nicht hineintappen, 10 Tipps zum Thema Internet-Betrug.

Erst denken, dann klicken.

Klicken Sie nicht unüberlegt auf allzu verlockend klingende Links oder Werbebanner. Oft verstecken sich hinter spektakulären Angeboten unangenehme Betrugs- oder Abo-Fallen. Das gilt auch, wenn die „Empfehlung“ scheinbar von FreundInnen kommt (z. B. auf Facebook).

Umsonst gibt’s nichts.

Auch im Internet ist selten etwas gratis. Seien Sie bei „Gratis“-Angeboten stets misstrauisch, besonders wenn Sie persönliche Daten angeben müssen. Oft handelt es sich um Lockangebote, bei denen später laufende Kosten entstehen. Antworten Sie auch nicht auf dubiose E-Mail-Versprechungen mit ungewöhnlich hohen Profiten – auch nicht, um das „Geschäft“ abzusagen – und löschen Sie die E-Mails sofort.

AGB lesen.

Bevor Sie eine vermeintlich kostenlose Leistung in Anspruch nehmen möchten, lesen Sie immer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters. Oft verstecken sich darin Angaben zu Kosten.

Testzugänge stornieren.

Erklären Sie den sofortigen Rücktritt von Testzugängen, wenn Sie diese nicht mehr brauchen. Geben Sie zum unverbindlichen Testen von Online-Diensten niemals Ihre persönlichen Daten an.

Schriftlich zurücktreten.

Treten Sie von unerwünschten bzw. versehentlich eingegangenen Verträgen bzw. kostenpflichtigen Anmeldungen immer per Post mit einem eingeschriebenen Brief zurück und behalten Sie eine Kopie des Schreibens und des Aufgabescheins.

Sicher bezahlen.

Bezahlen Sie in Online-Shops, auf Kleinanzeigen-Plattformen und bei Online-Auktionen nicht gegen Vorauskasse per Banküberweisung. Nutzen Sie sichere Zahlungsmittel und bei Auktionen zusätzlich Treuhandsysteme. Nehmen Sie von Bargeldtransfers wie Western Union, Scheck oder Geldversand via Post besser Abstand, da diese Services keinen Schutz gegen Internet-Betrug bieten.

Vorsicht bei Käufen im Ausland.

Seien Sie besonders bei sehr günstigen Angeboten (z. B. Markenartikel) aus dem Ausland vorsichtig. Vor allem, wenn Sie auf der Website des Anbieters kein vollständiges Impressum finden oder Ihnen ungewöhnliche Zahlungs- oder Versandmethoden vorgeschlagen werden.

Phishing-E-Mails ignorieren.

Seriöse Unternehmen und Banken verlangen niemals vertrauliche Daten wie Logins, Passwörter oder Transaktionsnummern (TANs) per E-Mail von Ihnen – löschen Sie solche Nachrichten gleich!

Unerwünschte Mehrwert-SMS stoppen.

Antworten Sie auf ungewollte Mehrwert-SMS mit „Stopp“. Die Anbieter von Mehrwertdiensten sind gesetzlich verpflichtet, dies als Kündigung zu akzeptieren.

Hilfe holen.

Sind Sie in eine Internet- oder Handy-Betrugsfalle getappt, hilft Ihnen der Internet Ombudsmann kostenlos weiter. Bei Problemen mit der Handyrechnung können Sie ein kostenloses Schlichtungsverfahren bei der RTR beantragen.

Die 10 fiesesten Online-Fallen

15.06.2020 | 16:09 Uhr | Roland Feist

Betrüger lassen sich immer neue Tricks einfallen, um andere Menschen im Internet übers Ohr zu hauen. Dies sind momentan die am häufigsten aufgestellten Online-Fallen.

Das Internet hat für Betrüger einen großen Vorteil: Sie erreichen mit verhältnismäßig geringem Aufwand Millionen potenzieller Opfer. Die notwendigen E-Mail-Adressen sind heute von Dutzenden von Firmen erhältlich, in den dunklen Zonen des Internet gibt es sie jedoch auch kostenlos. Auch das Know-how, um Websites zu präparieren, so dass sie Besuchern ein Schadprogramm auf den Rechner spielen, ist mittlerweile weit verbreitet und wird in obskuren Foren weitergegeben. Viel machen lässt sich dagegen nicht.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich der Gefahren bewusst sind und bei Ihren Aktivitäten im Internet Vorsicht walten lassen. Insbesondere die folgenden Regeln sollen Sie beachten:

Seien Sie äußerst vorsichtig mit der Herausgabe Ihrer Konto- und Kreditkartendaten. Geben Sie sie nur bei absolut vertrauenswürdigen Anbietern an. Sobald Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, brechen Sie die Dateneingabe ab und schließen Sie die Webseite.

Werden Sie misstrauisch, wenn für ein angeblich kostenloses Angebot die Eingabe Ihrer persönlichen Daten gefordert wird.

Werden Sie misstrauisch bei Mails, die Ihnen Links zu Ihrer Bank oder zu einem Kreditkarten-Unternehmen anbieten. Seriöse Institute verschicken solche Mails nicht.

Öffnen Sie keine Anhänge in den Mails von Absendern, die Sie nicht kennen.

Verwenden Sie ein Antivirenprogramm und spielen Sie die Patches für Windows und Ihren Browser sofort ein.

Auf den folgenden Seiten beschreiben wir zehn der beliebtesten Maschen, wie derzeit versucht wird, Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

1. Der Klassiker: Phishing-Mails

Momentan kursieren etliche Mails, in denen der Bezahldienst PayPal seine Kunden auffordert, ihre Kontodaten zu bestätigen oder eine neue Registrierung durchzuführen. Dazu sollen Sie auf einen Link in der E-Mail klicken und ein Formular mit Ihren Kontodaten ausfüllen. Diese Mails sind samt und sonders gefälscht. Es geht den Betrügern nur darum, an Ihre Kontodaten zu gelangen, die Methode wird als Phishing bezeichnet. Genau wie Banken und Kreditkarten-Unternehmen wird auch PayPal niemals versuchen, auf diese Weise Fragen zu Ihrem Konto zu klären.

Teilweise geht es den Absendern solcher Mails aber auch gar nicht um Ihre Kontodaten, sondern nur darum, Ihnen über die angegebene Webseite einen Trojaner-Virus unterzujubeln. Solche Viren nutzen häufig Schwachstellen im Browser oder Add-ons wie Adobe Flash, um unbemerkt Software auf Ihrem Rechner zu platzieren. Die Programme fangen beispielsweise Kreditkarten-Informationen ab oder verwandeln Ihren PC in einen ferngesteuerten Bot-Rechner. Mit Bot-Netzen, zu denen Tausende von Rechnern gehören, werden Attacken gegen Websites gefahren mit dem Ziel, den Server lahmzulegen und die Site zumindest vorübergehend unerreichbar zu machen.

Phishing-Mails werden heute von den meisten Spam-Filtern aussortiert. Achten Sie trotzdem darauf, dass Sie die Website Ihrer Bank immer nur über die manuelle Eingabe der Adresse in den Browser oder über Ihre persönliche Favoritenliste aufsuchen.

2. Die E-Mail vom Anwalt

Um Viren auf fremden Computern zu platzieren, verschicken Betrüger gerne Mails, in denen sie noch nicht beglichene Rechnungen anmahnen. Dabei geben sie sich als Anwaltsbüro oder als Inkassofirma aus. Meist geht es um dreistellige Beträge, die angeblich noch offen sind, näheres steht angeblich in einem Dokument in einer angehängten ZIP-Datei. Viele Empfänger bekommen daraufhin einen Schreck, sie vergessen sämtliche Vorsichtsmaßnahmen, öffnen das ZIP-File und klicken auf das darin enthaltene Dokument. Und die Falle schnappt zu: Denn es handelt sich tatsächlich nicht um ein Dokument, sondern um eine getarnte Programmdatei, die nun einen Virus ins System setzt.

Anstatt von Rechnungen sollen die Mails teilweise auch Bestellbestätigungen oder Bestätigungen der Anmeldung bei einem Online-Dienst enthalten. Immer geht es jedoch darum, den Empfänger zu veranlassen, einen Dateianhang in Augenschein zu nehmen. Doch ganz gleich, von wem die Nachricht stammt, es gilt immer die alte Grundregel: Niemals den Anhang in einer Mail öffnen, bei der Sie den Absender nicht kennen.

3. Webshops mit Jahresabo

Mit einer besonders fiesen Methode arbeiten einige Webshops, die zum Anlocken von Besuchern sogar Anzeigen bei Suchmaschinen und bei Facebook schalten. Bei Eingabe bestimmter Schlüsselbegriffe wie etwa „apple günstig“ oder „iPhone billiger“ wurden bei Microsofts Bing eine Zeitlang Anzeigen eingeblendet, die Apple-Geräte zu stark reduzierten Preisen versprachen. Klickte man einen der Links an, so wurde man auf eine Website geführt, die nach einer Registrierung Zugriff auf eine Datenbank verspricht, über die man Händler für Restposten und Konkursware finden sollte.

Der Dienst richtet sich angeblich nur an gewerbliche Nutzer, was jedoch nicht überprüft wird. Wenn ein Besucher nun seine Daten in das Formular einträgt und auf „Jetzt anmelden“ klickt, wird er mit 298,80 Euro pro Jahr zur Kasse gebeten, die Laufzeit des Vertrags beträgt zwei Jahre. Ein entsprechender Hinweis findet sich in einem kleinen Kasten auf der Seite, wird jedoch offensichtlich von vielen Anendern übersehen. Es gibt übrigens keine Gewähr, dass die gesuchte Hardware dann tatsächlich bei einem der Händler im Angebot ist. Versucht der Kunde dann, mit dem Hinweis auf sein Widerrufsrecht aus dem Vertrag wieder auszusteigen, wird behauptet, dass dieses Recht für Gewerbetreibende nicht gilt.

Unter der Adresse www.watchlist-internet.at/abo-fallen/bekannte-abzocke-websites-auf-einen-blick führt der österreichische Internet-Ombudsmann eine Liste mit bekannten Websites dieser Art auf. Sie sind nahezu alle in Deutschland beheimatet. Achtung: Die Links in den Anzeigen dienen meist nur der Verschleierung der tatsächlichen Adresse und leiten die Interessenten lediglich weiter zu den genannten Shops.

4. Webshop liefert nicht

Ein Klassiker unter den Betrugsfällen sind Webshops, die Vorkasse verlangen und die bestellte Ware anschließend nicht liefern. Da ein solches Verhalten natürlich Strafanzeigen nach sich zieht, sind solche Sites meist auch schnell wieder verschwunden. Doch zuvor wird noch kräftig Kasse gemacht, danach sind die Verantwortlichen nicht mehr auffindbar.

Hier hilft nur Vorsicht: Lassen Sie sich niemals darauf ein, das Geld für eine Ware im Voraus zu überweisen. Werden Sie misstrauisch bei Shops, die ausschließlich diese Zahlungsmethode anbieten. Am besten ist die Zahlung per Rechnung nach Erhalt der Ware, verhältnismäßig sicher ist auch die Zahlung per Kreditkarte oder über PayPal, da Sie im Streitfall Ihr Geld zurückfordern können. Beachten Sie jedoch, dass Sie dazu Fristen einhalten müssen: Bei Kreditkarten-Zahlung müssen Sie sich normalerweise innerhalb von vier Wochen bei dem Institut melden, das die Karte ausgestellt hat, bei PayPal beträgt die Frist 45 Tage.

5. Abzocke mit ESTA-Anträgen

Seit einigen Jahren verlangen die USA im Rahmen des Electronic System for Travel Authorization (ESTA) einen elektronischen Einreiseantrag. Unter der Adresse https://esta.cbp.dhs.gov/esta gibt es dafür ein offizielles Formular, außerdem muss eine Bearbeitungsgebühr von 14 Dollar bezahlt werden, was momentan etwa 10,70 Euro entspricht. Einige Websites machen sich die Unwissenheit vieler USA-Reisender zunutze und bieten an, die Antragstellung für sie zu übernehmen. Das ist allerdings mit hohen Kosten verbunden, teilweise werden Preise von 70 bis 80 Dollar verlangt. Begründet wird das mit Service-Leistungen wie einer rund um die Uhr erreichbaren Hotline oder der Überprüfung der Angaben durch einen Fachmann. Zwar bekommen die Kunden in der Regel ihre Anträge, der Preis ist jedoch völlig überzogen. Es handelt sich hierbei um reine Geldmacherei, das Ausfüllen des offiziellen Formulars führt genauso zum Ziel. Es gibt übrigens keine Gewähr, dass der ESTA-Antrag auch genehmigt wird.

6. Branchenbuch-Betrüger

Eine weit verbreitete Form des Betrugs lockt mit Branchenbuch-Einträgen im Internet. Kleine Büros und Firmen bekommen einen Brief oder eine E-Mail und werden gebeten, die Angaben zu ihrer Branche und ihrer Adresse zu überprüfen und mit einer Antwort zu bestätigen. In einigen Varianten locken die Schreiben auch damit, dass sie den Adressaten neu in ein Branchenverzeichnis aufnehmen. Zwar taucht die Adresse anschließend tatsächlich in einem Internet-Verzeichnis auf, allerdings haben die Einträge in den unvollständigen Datenbanken kaum einen Wert. Nur im Kleingedruckten oder in schlecht lesbarer Schrift auf Umweltschutzpapier steht zudem, dass der Eintrag keineswegs kostenlos ist. Je nach Anbieter werden Rechnungen zwischen 600 und 1400 Euro im Jahr präsentiert. Die Vertragslaufzeit ist auf zwei Jahre festgelegt und verlängert sich automatisch.

Der Branchenbuch-Trick funktioniert, da viele Adressaten die Schreiben im hektischen Büroalltag nur oberflächlich ansehen, unterschreiben und zurückschicken. Betroffene sollten auf keinen Fall sofort bezahlen und sich stattdessen Hilfe holen. Weitere Informationen gibt es beispielsweise beim Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e. V. (www.dsw-schutzverband.de), der eng mit den Industrie- und Handelskammern zusammenarbeitet und Tipps für die weiteren Schritte geben kann.

7. Gratis-Angebote bei Facebook

Vor allem in Facebook, aber auch in vielen Banner-Anzeigen, werden Gratis-Geschenke angepriesen. Folgt man den Links, kann man angeblich kostenlos ein iPhone oder iPad, Gutscheine oder Facebook-Credits bekommen oder an einer Facebook-Lotterie teilnehmen. Ziel ist es immer, den Anwender auf eine externe Website zu locken, wo er dann ein Formular ausfüllen oder auf ein weiteres Banner klicken soll. Damit verbunden ist dann häufig der Abschluss eines kostenpflichtigen Abos, oft geht es aber auch nur darum, an die persönlichen Daten der Person zu gelangen, denn die lassen sich gut weiterverkaufen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Handynummer abgefragt wird. Denn auf diese Weise können die Firmen die Abogebühren einfach über die Handyrechnung einziehen, die Angabe einer Kontonummer ist dann nicht mehr erforderlich.

Seien Sie wachsam, wenn Sie Ihre persönlichen Daten in ein Internet-Formular eintragen sollen. Geben Sie Ihre Kontoverbindung und die Handynummer nur in Ausnahmefällen weiter. Achten Sie darauf, was Sie mit dem Klick auf den Button am Ende des Formulars alles bestätigen – hier lauert oft der Abovertrag. Sehen Sie sich zudem das Impressum der Site an und googeln Sie den dort verzeichneten Anbieter, auf diese Weise lassen sich schwarze Schafe meist gut identifizieren. Personen, die in eine Abofalle getappt sind, finden auf den Seiten des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e. V. (www.ecommerce-verbindungsstelle.de) Merkblätter und weitere Informationen.

8. Scareware

Ein relativ alter Trick, aber er funktioniert offenbar immer noch: In Werbebannern auf Webseiten oder bei der Installation von Freeware-Programmen taucht die plötzlich Warnung auf, dass auf dem Rechner des Anwenders ein Virus entdeckt wurde. Doch Hilfe ist nah: Ein Klick genügt, und man wird auf eine Seite geleitet, auf der es ein Antiviren-Programm zum Download gibt, kostenpflichtig natürlich. Teilweise wird auch eine Online-Desinfektion versprochen, auch dafür muss der Anwender zahlen. In einigen Fällen wird auch mit angeblichen Hacker-Angriffen oder über eingeblendete Anzeigen, die angeblich von der Bundespolizei oder anderen Polizeibehörden stammen, versucht, dem Besitzer des Rechners Angst zu machen (daher die Bezeichnung „Scareware“) und ihn zum Kauf von Abwehrmaßnahmen oder zur Überweisung einer Geldbuße zu bewegen.

Sie können solche Banner und Einblendungen getrost ignorieren. Denn die angebliche Gefahr besteht nicht, die angebotenen Antiviren-Tools sind zumeist Fake. Tatsächlich geht es in den meisten Fällen nur darum, Geld abzuzocken, vereinzelt dient die Täuschung auch dem Versuch, einen Trojaner-Virus auf Ihrem PC zu platzieren.

9. Der Intelligenztest

Intelligenz- oder IQ-Tests im Internet sind beinahe so beliebt wie sich selbst zu googeln. Es hat sich daher ein umfangreiches Angebot von kostenlosen Tests entwickelt, die sich über Anzeigen offenbar auch wirtschaftlich rechnen. Die meisten dieser Tests, beispielsweise von der „Süddeutschen Zeitung“ oder der „Welt“, sind seriös, womit allerdings nicht die Aussagekraft der Ergebnisse bewertet werden soll. Es gibt aber auch zwielichtige Angebote. Sie fordern den Benutzer nach Beantwortung der Testfragen auf, Name und Adresse anzugeben und den elektronischen Testbogen mit dem Klick auf einen Button an den Betreiber der Website zu schicken, damit man im Gegenzug eine ausführliche Auswertung zuschicken kann. Damit schnappt die Falle zu, denn mit dem Klick auf den Button stimmt der Benutzer dem Bezug eines kostenpflichtigen Services oder Abos zu. Auch hier gilt: Bei der Angabe von persönlichen Daten im Internet ist höchste Vorsicht geboten.

10. Gewinnspiele

Jeden Tag werden neue Gewinnspiele ins Internet gestellt, viele davon locken mit äußerst attraktiven Preisen: Man kann Autos, Reisen, Fernseher, Smartphones oder sogar hohe Geldbeträge gewinnen. Die überwiegende Zahl dieser Spiele stammt von vertrauenswürdigen Anbietern und dient dem gleichen Zweck wie ein Kreuzworträtsel in einer Illustrierten: Es geht darum, Adressen zu sammeln, an die anschließend Newsletter und andere Werbung verschickt wird oder die an die werbetreibende Wirtschaft weiterverkauft werden. Die Gewinne finanzieren sich damit quasi von selbst, wenn sie nicht ohnehin gesponsert werden. Teilweise werden die Teilnehmer anschließend mit Spam überschüttet, was sich nur schwer wieder abstellen lässt. Und auch hier lauern wieder die Abofallen: Einige Firmen nutzen aus, dass die Teilnehmer mit Aussicht auf einen schönen Gewinn alle Vorsicht fahren lassen und ihre Adressen angeben. Mit der Bestätigung der Teilnahmebedingungen ist dann der Bezug eines kostenpflichtigen Abos verbunden.

Was ist ein Internet-Betrug? Die Definition und 5 Hauptarten

SoftwareLab Blog

Was ist ein Internet-Betrug?

Ein Online-Betrug ist ein unehrliches Programm, das über das Internet durchgeführt wird. Ziel ist es, potenzielle Opfer zu betrügen und für den Täter einen finanziellen Gewinn zu generieren. Die meisten Betrügern sind hinter den Informationen Ihres Bankkontos her, einige können jedoch auch dabei Malware auf Ihrem Computer installieren. Lesen Sie weiter, um mehr über die häufigsten Arten von Betrug und die Möglichkeiten zu erfahren, wie Sie sich davor schützen können.

Im folgenden Artikel geht es um:

Internet-Betrüger versuchen möglicherweise, schädliche Software auf Ihrem Computer zu installieren. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Online-Sicherheit niemals für selbstverständlich halten. Werfen Sie einen Blick auf unseren Vergleich der besten Antivirensoftware, um im Internet sicher zu bleiben.

Internet-Betrug

Gewonnen bei einer Lotterie, die Sie niemals besucht haben, eine Grußkarte von jemandem erhalten, mit dem Sie seit Jahren kein Kontakt hatten oder von einem reichen Menschen aus einem exotischen Land zufällig auserwählt sein, um 20% seines Vermögens zu erhalten – wenn es zu schön ist, um wahr zu sein, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Betrug. Wenn Sie Opfer eines Online-Betrugs werden, gewinnen Sie nicht nur nichts, sondern verlieren möglicherweise auch alles.

Was ist ein Online-Betrug?

Ein Online-Betrug ist jede Nutzung der Internet-Technologie, um Menschen zu betrügen. Internet-Betrügereien werden von Cyberkriminellen für einen persönlichen oder finanziellen Vorteil durchgeführt. Betrüger verwenden betrügerische Methoden wie Phishing-E-Mails, gefälschte Websites und schädliche Software, um auf die Daten und persönlichen Informationen ihrer Opfer zuzugreifen. Sie können die Kreditkartendaten und Sozialversicherungsnummern ihrer Opfer stehlen, auf ihre Bankkonten und Krankenakten zugreifen oder sie sogar dazu verleiten, ihnen freiwillig ihr Geld zu geben.

Seit es das Internet gibt, gibt es auch Betrüger, die unerfahrene Benutzer dazu verleiten, ihre vertraulichen Informationen zu teilen. Das Konzept des Internet-Betrugs erregte erstmals Mitte der 1990er Jahre öffentliche Aufmerksamkeit, als Berichte über die Verwendung gestohlener Kreditkarten mit Prominenten auftauchten. Mit dem darauffolgenden Boom im E-Commerce wurden Online-Betrüger schlauer und begannen, gefälschte Shopping- und Auktions-Websites zu erstellen, die genau wie die wirkliche Zielseite für ahnungslose Käufer aussah.

Trotz einiger bedeutender Fortschritte bei der Cybersicherheit in den letzten Jahren hat Online-Betrug im Zeitalter der sozialen Medien einen starken Anstieg verzeichnet. Laut Statistik haben Internet-Betrügereien 2020 einen Rekordwert erreicht, allein in den USA wurden mehr als 45.000 Fälle gemeldet. In ähnlicher Weise waren im Jahr 2020 fast 7.000 Australier Opfer von Online-Shopping-Betrug geworden, was sie knapp 1 Million US-Dollar gekostet hat. Weltweit haben Online-Betrügereien Unternehmen und Einzelpersonen bisher mehr als 100 Milliarden Dollar gekostet.

Online-Betrug und Internet-Betrug im Allgemeinen gehören seit langem zum US-Strafgesetzbuch. Dieses Rechtsdokument schreibt eine Höchststrafe von 20 Jahren für Betrug in Bezug auf Computer, Zugangsgeräte und persönliche Dokumente vor. E-Mail-Betrüger können eine Höchststrafe von fünf Jahren erhalten, während die Besitzer irreführender oder betrügerischer Websites mit unangemessenem Inhalt bis zu 10 Jahre Gefängnis bekommen können.

Welche Arten von Online-Betrug gibt es?

Es gibt zahlreiche Arten von Online-Betrug, von der Identitätswechsel anderer in sozialen Medien bis hin zu gefälschten Crowdfunding-Kampagnen. Zu den häufigsten Arten von Betrug gehören:

1. Spear Pishing

Beim Spear-Phishing werden täuschende E-Mails an Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen gesendet, um Zugang zu ihren privaten Informationen zu erhalten. Anstatt diese E-Mails nur zufällig an Millionen von Adressen zu senden, senden sie sie nur an bestimmte Ziele, deren E-Mail-Adressen sie über Social Media oder gestohlene E-Mail-Aufzeichnungen erhalten haben. Um den Betrug realistischer zu machen, geben Hacker oft vor, sie wären der Geschäftspartner des Opfers und sprechen sie mit ihrem Namen an, anstatt eine allgemeine Einleitung zu verwenden.

Um die persönlichen Informationen des Opfers zu erhalten, werden Betrüger sie bitten, eine dringende Rechnung auszufüllen oder auf eine falsche Anfrage zu antworten. Sie können auch eine Datei an die Mail anhängen und behaupten, dass sie ein sehr wichtiges Dokument enthält, das überarbeitet werden muss. Ahnungslose Opfer laden den Anhang auf ihren Computer herunter, wodurch sie im Endeffekt schädliche Software auf ihrem Computer installieren. Dadurch kann der Betrüger nicht nur den PC des Opfers überwachen, sondern auch alle anderen Geräte, die an dasselbe Netzwerk angeschlossen sind.

2. Lotterie-Betrug

Wahrscheinlich gibt es keinen Internetbenutzer, der im Laufe seines Lebens nicht mindestens eine Lotto-E-Mail erhalten hat. Viele unerfahrene Benutzer sind im Laufe der Jahre diesem Betrug zum Opfer gefallen und haben den Betrügern Geld geschickt. Diese Nachrichten informieren potenzielle Opfer darüber, dass sie eine große Summe Geld gewonnen haben, dass sie jedoch eine kleine Gebühr zahlen müssen, um ihren Preis zu fordern. In einigen Fällen können Betrüger sogar ein eigenes gefälschtes Online-Zahlungsterminal einrichten, mit dem sie auch auf die Kreditkarteninformationen des Opfers zugreifen können.

3. Grußkarten-Betrug

Diese Grußkarten werden in der Regel zu großen Feiertagen verschickt und informieren Sie, dass Sie eine animierte Grußkarte von einem Freund oder Familienmitglied erhalten haben. Es gibt jedoch einen Haken. Um Ihre Grußkarte anzuzeigen, müssen Sie auf den in der E-Mail enthaltenen Link klicken und eine Software herunterladen, normalerweise Flash Player. Anstelle von Flash Player laden Sie jedoch eine schädliche Software herunter, mit der Hacker Ihre Aktivitäten verfolgen, auf Ihre Dateien und Dokumente zugreifen und sogar Tastatureingaben aufzeichnen können.

4. Vorzahlungsbetrug

Auch als nigerianischer Betrug bekannt, beginnt der Vorzahlungsbetrug normalerweise mit einer schlecht geschriebenen emotionalen E-Mail, die angeblich von jemandem aus einem vom Krieg zerstörten Land verschickt wurde, dessen Eltern ihm eine große Summe Geld hinterlassen haben. Sie werden Sie darum bitten, das Geld auf Ihr Bankkonto überweisen zu lassen und enthalten im Gegenzug 20% des Betrags.

Wenn Sie auf die E-Mail antworten, beginnt der Betrüger möglicherweise eine lange Korrespondenzkette und fordert Sie auf, verschiedene Gebühren und Steuern zu zahlen, die ihm helfen, das Geld zu überweisen. Sie schicken Ihnen sogar gefälschte Dokumente, um den Betrug glaubwürdiger zu machen. Alternativ können sie Sie um die Angaben Ihrer Bankverbindung bitten, damit sie das gesamte Geld auf einmal überweisen können. Wenn Sie dies tun, verwenden die Betrüger stattdessen die Informationen, um das Konto zu leeren.

5. Mörder-Betrug

Bei Mörder-Betrug handelt es sich um eine E-Mail, die von einem mutmaßlichen Attentäter gesendet wurde, der von einer unbenannten Person beauftragt wurde, Sie zu ermorden. In dieser E-Mail erfahren Sie, dass der einzige Weg, den Tod zu vermeiden, darin besteht, ihnen innerhalb eines kurzen Zeitraums Tausende von Dollar zu zahlen, in der Regel nicht mehr als 48 Stunden. Diese E-Mails können persönliche Informationen enthalten, die in Ihren Social-Media-Profilen erfasst wurden, um die Bedrohung realistischer zu machen.

Viele waren der Meinung, dass diese Betrügereien der Vergangenheit angehören. Doch in jüngster Zeit wurden in den USA neue Killer-Betrugsfälle gemeldet. Dieses Mal suchten Betrüger jedoch Geld in der Kryptowährung und nicht nach dem echten Geld. Auf diese Weise hätten die Behörden keine Möglichkeit, sie zu fangen, wenn das Opfer auf ihren Betrug herein fallen würde.

Beispiele für Online-Betrug

Während einige Online-Betrüger es schaffen, anonym zu bleiben und sich dem Gesetz zu entziehen, werden viele von ihnen wegen ihrer Internet-Kriminalität festgenommen und vor Gericht gestellt. Einige der größten Online-Betrügereien, die von den Strafverfolgungsbehörden in den letzten Jahren aufgedeckt wurden, sind die Folgenden:

  • Im Jahr 2020 nahm die nigerianische Polizei einen 40-jährigen Mann fest, der weltweit für Tausende erfolgreicher Online-Betrügereien verantwortlich war. Der Mann, der nur unter dem Namen „Mike“ bekannt ist, verwendete Spear-Phishing-E-Mails, um Malware auf den Computern seiner Opfer zu installieren und deren persönliche Daten zu sammeln. Dabei wurden von ihm mehr als 60 Millionen US-Dollar verdient.
  • Im Juni 2020 wurden 74 Personen in den Vereinigten Staaten, Nigeria, Polen, Mauritius und Kanada wegen ihrer Beteiligung an Spear-Phishing und Vorzahlungsbetrug festgenommen. Die verhafteten Betrüger haben Millionen von Dollar gestohlen, 16 Millionen US-Dollar wurden von den US-Behörden erfolgreich wiederhergestellt.
  • Im Juni 2020 wurden von Europol 95 professionelle Betrüger wegen mehr als 20.000 Transaktionen mit gestohlenen oder anderweitig gefährdeten Kreditkarten festgenommen. Dabei haben sie mehr als 9 Millionen US-Dollar (8 Millionen Euro) erhalten.

So schützen Sie sich vor Online-Betrug

Der einfachste Weg, um online sicher zu bleiben, besteht darin, die beste Antivirensoftware zu verwenden, um Ihre Informationen und Ihre Dateien sicher zu halten. Bei Online-Betrug ist es jedoch auch wichtig, sehr genau darauf zu achten, was Sie tun und wie Sie sich im Internet verhalten. Zum einen sollten Sie niemals Ihre Kreditkartendaten oder andere persönliche Informationen in E-Mails oder privaten Nachrichten in sozialen Medien teilen. Kaufen Sie nur Produkte von vertrauenswürdigen E-Commerce-Sites mit HTTPS-Zertifikaten und Datenverschlüsselung, um die Sicherheit zu erhöhen.

Reagieren Sie niemals auf E-Mails, die Sie von unbekannten Adressen erhalten haben und klicken Sie nicht auf die darin enthaltenen Links oder Anhänge. Wenn Sie E-Mails mit beunruhigendem Inhalt erhalten (d. h. Mörderandrohungen und Vorzahlungs-E-Mails), sollten Sie diese entweder der Federal Trade Commission oder dem FBI melden.

Während einige Betrüger möglicherweise nur hinter Ihrer Kreditkarten- oder Bankverbindung her sind, können andere Ihren Computer mit Spyware oder einer anderen Art von schädlicher Software infizieren, um Ihre Aktivitäten zu überwachen und Ihre persönlichen Informationen zu stehlen. Daher ist es wichtig, die beste Antivirensoftware zu verwenden, um im Internet sicher zu sein. Um zusätzlichen Schutz zu erhalten, sollten Sie Ihr Antivirenprogramm und die Virendefinitionen regelmäßig aktualisieren.

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