Fällt Abgeltungssteuer auf CFD Gewinne an

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Fällt Abgeltungssteuer auf CFD Gewinne an?

Wie werden CFDs steuerlich behandelt?

Obgleich man beim Erwerb eines CFD Kontraktes keinen direkten physischen Wert erwirbt, sondern vielmehr einen Kontrakt mit einem Broker auf eine bestimmte Kursentwicklung eingeht, fallen doch Einkünfte aus Kapitalvermögen an. Diese werden in Deutschland seit 2009 mit der Abgeltungssteuer verrechnet. Eine spezielle CFD Abgeltungssteuer gibt es dabei allerdings nicht. Mitgerechnet werden nicht nur Gewinne aus dem Geschäft mit CFDs, sondern alle Einkünfte aus Kapitalanlagen wie Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Wertpapierverkäufen. Es gibt einen Freibetrag von 801,00 € und bei Ehepaaren einen gemeinsamen Freibetrag von 1.602,00 Euro. Hat der eine Partner weniger als 801,00 Euro eingenommen, kann der andere entsprechend mehr unversteuert einnehmen. Insofern fällt auf CFD Abgeltungssteuer an.

Kapitalertragssteuer in Deutschland

In Deutschland unterliegen generell alle Kapitalerträge der sogenannten Kapitalertragssteuer – daran führt kein Weg vorbei. Seit 2009 ist es dabei sogar vollkommen unerheblich, aus dem Handel mit welchen Finanzinstrumenten diese Gewinne erwirtschaftet worden sind, fällig wird zunächst immer die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent. Als Bemessungsgrundlage dienen hierfür wiederum alle Kapitalerträge, die der Anleger während eines Jahres erwirtschaftet hat.

Zusätzlich zu dieser Kapitalertragssteuer müssen Trader allerdings zwei weitere Steuern bezahlen, von der eine allerdings optional ist:

  • Solidaritätszuschlag: Der Zuschlag für den Aufbau Ost liegt noch immer bei 5,5 Prozent.
  • Kirchensteuer: Wer Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirche ist, zahlt je nach Bundesland zwischen 8und9Prozent

Wichtig ist, dass sich diese beiden Steuern nicht auf den Reingewinn der Kapitalerträge beziehen, sondern auf die bereits bezahlte Kapitalertragssteuer. Somit liegt der gesamte Steuersatz für Kapitaleinkünfte nicht etwa bei 38,5 Prozent, sondern bei rund 28 bis 29 Prozent.

Fazit: In Deutschland muss jeder Anleger Kapitalertragssteuer zahlen, unabhängig davon, wie die Erträge letztlich erwirtschaftet worden sind. Fällig wird im ersten Schritt immer die reine Kapitalertragssteuer von 25 Prozent, auf dessen Basis dann wiederum noch Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag erhoben werden.

Jetzt bei XTB registrieren und kostenloses Demokonto eröffnen!

Freibetrag senkt die Steuerlast

Der deutsche Staat möchte mit der Kapitalertragssteuer vor allem vermögendere Personen belasten. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber den sogenannten Sparerpauschbetrag bzw. Freibetrag eingeführt:

  • Alleinstehende: Wer nicht verheiratet ist, kann den zu versteuernden Gewinn um insgesamt 801 Euro senken.
  • Verheiratete: Wer verheiratet ist, kann sogar einen Freibetrag von 1.602 Euro geltend machen.

Hat der Anleger beispielsweise 2.000 Euro an Gewinn erwirtschaftet, muss er hiervon – sofern er alleinstehend ist – lediglich 1.199 Euro versteuern. Allerdings gilt der Freibetrag tatsächlich für alle Kapitalerträge, die innerhalb eines Jahres erwirtschaftet werden. Somit müssen Trader den Betrag nicht nur bei der reinen CFD-Abgeltungssteuer, sondern auch bei Einkünften aus Festgelder, Aktien oder anderen, klassischen Finanzinstrumenten einkalkulieren.

Sofern der Anleger bei einem ausländischen Broker tradet, ist er selbst für die Geltendmachung des Freibetrags verantwortlich. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung wird ein entsprechendes Feld ausgefüllt. Führt der Trader gleichzeitig noch ein Depot bei einem deutschen Finanzdienstleister, so ist es möglich, bei diesem einen Freistellungsauftrag einzureichen. Bis zu dem hierin genannten Betrag – maximal 801 bzw. 1.602 Euro – führt die Bank dann keine Steuern ab.

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Fazit: Durch den Freibetrag können Anleger die CFD-Abgeltungssteuer um ein gutes Stück senken. Dabei müssen sie allerdings beachten, dass der Freibetrag immer im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht wird, sofern der Broker nicht aus Deutschland stammt.

Weiter zum Broker und Traidingkonto eröffnen

Beispiel: So kann die CFD-Abgeltungssteuer ausfallen

Wie genau CFDs bzw. Finanzinstrumente im Allgemeinen besteuert werden, soll das folgende Praxisbeispiel zeigen. Zunächst errechnet der Anleger, wie hoch sein Gewinn aus Kapitalanlagen für das Jahr 2020 ausgefallen ist:

  • Gewinn beim CFD-Trading von 8.000 Euro
  • Verluste von 2.000 Euro, die entsprechend gegengerechnet werden
  • Weitere 5.000 Euro Rendite aus anderen Anlagen

Der Reingewinn summiert sich auf einen Betrag von 11.000 Euro auf. Hiervon ist im zweiten Schritt der Freibetrag von 801 Euro abzuziehen, so dass sich eine Bemessungsgrundlage für die Steuer von 10.199 Euro ergibt. Auf dieser Basis lässt sich jetzt die Kapitalertragssteuer bestimmen:

10.199 Euro * 0,25 = 2.549,75 Euro

Damit ist die Steuerlast an sich aber noch nicht errechnet. Schließlich muss der Trader auch noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlen, wobei sich diese Beträge jetzt wiederum auf die Kapitalertragssteuer beziehen:

  • Solidaritätszuschlag: 549,75 * 0,055 = 140,24 Euro
  • Kirchensteuer:549,75 * 0,08 = 203,98 Euro

Insgesamt ergibt sich so eine Steuerlast von rund 2.894 Euro. Bezogen auf den eigentlichen Gewinn von 11.000 Euro liegt die prozentuale Besteuerung der Kapitalerträge damit wiederum bei rund 26,3 Prozent.

Fazit: Wie das Praxisbeispiel zeigt, können Trader die Höhe der CFD-Abgeltungssteuer leicht errechnen. Zunächst ist hierfür zu ermitteln, wie hoch die Kapitaleinkünfte im betrachteten Jahr tatsächlich ausgefallen sind. Anschließend wird der Freibetrag abgezogen, um die Bemessungsgrundlage für die Steuer berechnen zu können. Hieraus ergeben sich dann zunächst die Kapitalertragssteuer und anschließend auch Solidaritätszuschlag und mögliche Kirchensteuer.

Jetzt bei XTB registrieren und kostenloses Demokonto eröffnen!

Was ist bei der Brokerwahl hinsichtlich der CFD Abgeltungssteuer zu beachten?

Grundsätzlich sollte man alle seine Einkünfte aus Kapitalvermögen bei der Steuererklärung angeben, denn Anleger sind in Deutschland dazu verpflichtet ihre Steuern selbst zu ermitteln und an das Finanzamt abzuführen. Da sich in der gesamten EU die Finanzämter über Konten austauschen, erführen sie recht schnell, dass jemand die CFD Abgeltungssteuer umgehen will. Also Vorsicht, diesbezügliche Unterschlagungen haben selbst einen Herrn Hoeneß, wenn gleich nicht wirklich adäquat lang, denn es ging um siebenstellige Gewinnerträge, hinter Schloss und Riegel gebracht.

Ein sehr interessanter Punkt ist vielmehr der Hauptsitz des jeweiligen Brokers. Die meisten haben ihren Hauptsitz im Ausland – bevorzugt in Großbritannien, Malta oder auf Zypern und betreiben hier in Deutschland nur jeweilige Zweigniederlassungen. Diese gelten beim deutschen Fiskus allerdings nicht als Zahlstellen und so werden im Laufe des Handelsjahres vom Broker keine Steuern direkt eingezogen. Man bekommt vielmehr, meistens gegen Ende Februar des darauffolgenden Jahres, eine schriftliche Aufstellung aller Handelsaktivitäten, aus der eine Gewinn-/Verlustaufrechnung hervorgeht und kann so seine CFD Gewinne versteuern. Dies ist ein gewisser Liquiditätsvorteil, da die, an das Finanzamt abzuführenden Beträge bis zum Jahresende als Handels-Margin verwendet werden können.

Im Gegensatz hierzu ist es bei Anbietern mit Hauptsitz in Deutschland so, dass zu zahlende Steuern auf die Gewinne täglich saldiert und vom Handelskonto abgezogen werden. Insofern hat der erfolgreiche Trader bei den ausländischen Brokern einen deutlichen Vorteil. Allerdings muss man die Gewinn-/Verlustrechnung für die Steuererklärung selbst anzeigen, während dieses, inländische Broker komplett für die Kunden übernehmen. Gerechterweise sollte man dabei erwähnen, dass die deutschen Broker nicht nur die Gewinne täglich versteuern, sondern auch die Verluste als Vorträge einbeziehen. Wenn man z.B. hier einen größeren Gewinn eingefahren hat und an einem späteren Tag einen Verlust zu verzeichnen hat, wird dieser mit dem darauffolgenden Gewinn verrechnet. Seriöses Brokererage ohne dabei CFD Abgeltungssteuer abführen zu müssen wird man schwerlich finden, insofern muss man bei jedem Anbieter seine CFD Gewinne versteuern. Einzige Möglichkeit diese legal zu umgehen, wäre eine Kontoeröffnung direkt im Ausland. Allerdings sollten Sie sich dort eine Steuernummer holen und zusätzlich am Ende des Jahres eine Steuererklärung in der Landessprache erstellen und Ihre Steuern nach den jeweiligen Gesetzen dort abführen. Damit ist es dann aber noch nicht getan, denn es gibt mit den meisten Ländern Doppelbesteuerungsabkommen und dann wird es noch komplizierter. Näheres hierzu erfahren Sie von Ihrem Steuerberater.

Die Auszahlungsmöglichkeiten bei XTB

Zwischenfazit: CFD Abgeltungssteuer ist, wie bei anderen Einkünften aus Kapitalvermögen, zu zahlen. Obgleich es bei den CFD Brokern, je nach Hauptniederlassungsstandort, unterschiedlich gehandhabt wird, sind CFD Gewinne, die über die Freibeträge hinausgehen, im darauffolgenden Jahr ganz normal über die Abgeltungssteuer zu berücksichtigen.

Weiter zum Broker und Traidingkonto eröffnen

So wird die CFD-Abgeltungssteuer abgeführt

Weil die meisten Anleger bei ausländischen Brokern traden dürften, müssen sie die CFD-Abgeltungssteuer selbst an das Finanzamt abführen. Dies geschieht immer im Rahmen der Einkommensteuererklärung und somit einmal pro Jahr. Zusätzlich zu den gewöhnlichen Formularen müssen Trader ihrer Erklärung noch die Anlage „Kap“ für Kapitaleinkünfte beifügen. Zu nennen sind hier:

  • Die bei ausländischen Brokern erwirtschafteten Kapitalerträge.
  • Der Freibetrag, der schon verwendet worden ist – etwa bei deutschen Banken oder Finanzdienstleistern.
  • Der Freibetrag, der noch verwendet werden soll.

Bei fast allen CFD-Brokern erhalten Anleger einmal pro Jahr einen Depotauszug, der die genauen Kapitaleinkünfte auflistet und transparent ausweist. Vereinfacht gesprochen müssen Anleger dann nur noch die Zahl in das entsprechende Feld eintragen und können das Formular anschließend direkt abschicken.

Nachdem die Erklärung abgeschickt worden ist, prüft das Finanzamt die Daten und setzt anschließend die Steuerlast fest. Sofern Trader ein Lastschriftmandat beim Finanzamt hinterlegt haben, erfolgt eine automatische Abbuchung der Steuer. Ist das nicht der Fall, so muss der Betrag manuell überwiesen werden.

Hinweis: Wer bisher noch keine Erfahrungen im Umgang mit der Einkommensteuer oder der Erstellung einer Einkommensteuererklärung gemacht hat, sollte fachmännische Hilfe anfordern. Zwar kostet der Steuerberater einige hundert Euro, er haftet aber im Zweifelsfall für Fehler und sorgt dafür, dass alle gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.

Fazit: Die CFD-Abgeltungssteuer führen Tradern im Rahmen der Einkommensteuererklärung an das Finanzamt ab. In das Formular „Kap“ sind die entsprechenden Einkünfte einzutragen, auf deren Basis das Finanzamt dann die Steuer festsetzt und einzieht.

Kann ich Verluste aus anderem Kapitalvermögen, wie z.B. Aktien oder Rentenpapiere (Anleihen) auf CFD Gewinne abschreiben?

Erträge aus Kapitalvermögen sind in Deutschland generell zu versteuern. Dabei fallen seit 2009 fast alle diese Erträge unter die Abgeltungssteuer. Im Bereich Forex (Devisenhandel) ist es noch ein bisschen anders gelagert, allerdings fallen Forex CFDs, also CFD Kontrakte auf verschiedene Währungspaare nicht darunter. Reiner Devisenhandel setzt den physischen Besitz der Devisen voraus. Insofern werden Erträge aus beliebten CFD Währungspaaren, wie EUR/USD, EUR/GBP oder auch USD/JPY über die Abgeltungssteuer berechnet. Grundsätzlich kann man in Deutschland, sofern eine Gewinnabzielungsabsicht ersichtlich ist, Verluste aus einer bestimmten Einkunftsart mit Gewinnen aus derselben verrechnen. Nun müsste der Gesetzgeber im Grunde genommen Einkünfte aus Kapitalvermögen, egal, ob es jetzt Aktien, Anleihen, EFTs oder CFDs sind, auf eine Stufe stellen. Will heißen, dass man beispielsweise Verluste aus Aktiengeschäften mit Gewinnen durch CFD steuerlich ausgleichen kann. Leider ist es in dem Fall nicht so. Verluste aus Aktien können nur mit Gewinnen ebenfalls aus Aktiengeschäften aufgerechnet werden. Hart aber ungerecht, CFD Abgeltungssteuer ist in diesem Fall, bis auf den Freibetrag, komplett zu entrichten.

Weiter zum Broker und Traidingkonto eröffnen

Inwieweit kann ich Verluste durch den CFD Handel mit Erträgen aus anderen Kapitalanlageprodukten vor dem Fiskus verrechnen?

Auch wenn der geneigte Leser jetzt vielleicht den Kopf schüttelt, so wird sich der noch nicht vollumfänglich informierte CFD Trader freuen. Egal welcher Basiswert beim jeweiligen CFD gehandelt wird, kann verlusttechnisch geltend gemacht werden. Ob es nun Rohstoff CFDs, Aktien CFDs, CFD auf Anleihen oder auch besagte Währungspaare sind. Daraus entstandene Verluste können mit Gewinnen aus Aktien oder Anleihen verrechnet werden. Steht also am Jahresende auf Ihrem CFD Handelskonto ein Verlust, so brauchen Sie schon mal keine CFD Abgeltungssteuer zu bezahlen und die zu zahlende Abgeltungssteuer auf Ihre Aktiengewinne fällt auf jeden Fall kleiner aus.

Fazit

CFD werden steuerlich, wie alle anderen Einkünfte aus Kapitalvermögen behandelt. Insofern ist auf CFD Abgeltungssteuer zu entrichten. Inländische Broker ziehen die Steuern täglich ein und bei ausländischen Brokern mit Niederlassung in Deutschland muss der Kunde sich um die Entrichtung der Steuern selbst kümmern. CFD Verluste können mit Gewinnen aus Aktien oder Anleihen verrechnet werden. In jedem Fall sollte man seine Gewinne beim Finanzamt anzeigen.

Weiter zum Broker und Traidingkonto eröffnen

CFD Steuer 2020: Müssen Sie Gewinne aus dem CFD-Handel versteuern?

Differenzkontrakte werden steuerrechtlich als Termingeschäfte bewertet und fallen deshalb wie die meisten Kapitalerträge unter die Abgeltungssteuer – eine eigenständige CFD Steuer sieht das deutsche Steuerrecht nicht vor. Die Abgeltungssteuer beträgt pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

  • Der Handel mit CFDs gehört steuerrechtlich zu den Termingeschäften und wird so mit der sog. Abgeltungssteuer belegt, sollten Gewinne erzielt werden.
  • Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent und wird direkt vom Broker einbehalten, sofern er seinen Sitz in Deutschland hat.
  • Broker im europäischen Ausland bieten einen Liquiditätsvorteil, da ein automatischer Abzug der Abgeltungssteuer nicht durchgeführt wird.
  • Gewinne bei ausländischen Brokern müssen durch den Anleger selbst versteuert werden.
  • Unterlässt der Trader diese Selbstversteuerung, so macht er sich strafbar.
  • Verluste aus CFDs können mit Positiverträgen anderer Kapitalanlagen verrechnet werden.
  • Erfolgreiches Handeln mit CFDs setzt einen kühlen Kopf, Wissen und Übung voraus.

Die Steuer wird grundsätzlich – nach jedem profitabel abgeschlossenen Trade – direkt durch den Broker einbehalten. Das gilt allerdings nicht, wenn der Broker keine auszahlende Stelle laut Definition der Finanzbehörden ist. Das ist bei Brokern der Fall, deren Sitz sich außerhalb Deutschlands befindet – eine mögliche Zweigniederlassung in Deutschland ändert daran nichts. Die Steuerpflicht existiert auch für Gewinne bei Brokern im Ausland. Die Erträge müssen vom Steuerpflichtigen dem Finanzamt angezeigt und versteuert werden. CFD Broker mit Sitz im Ausland bieten dadurch einen Liquiditätsvorteil, da die gesamten Gewinne ohne Abzug an den Trader ausgezahlt werden. Wie die Abgeltungssteuer berechnet wird und wie mit etwaigen Verlusten umzugehen ist, kann in diesem Ratgeber nachgelesen werden. Außerdem wollen wir mit unseren Tipps erfolgreiches Trading unterstützen. Ferner haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie man einen seriösen CFD-Anbieter findet.

Jetzt zu XTB und Konto eröffnen

CFD Abgeltungssteuer – so wird sie gezahlt

Auch wenn es sich bei dem Handel von CFDs um riskante Finanzgeschäfte handelt, fallen sie dennoch nicht unter die Steuerfreiheit, wie zum Beispiel das Glücksspiel. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine unternehmerische Handlung, die darauf ausgerichtet ist, kontinuierlich Erträge zu erwirtschaften. Aus diesem Grunde sind sie auch nach dem Einkommensteuergesetz zu versteuern.
Grundsätzlich ist es so, dass von den erzielten Kapitalerträgen 25 Prozent an Abgeltungsteuer durch den Broker einbehalten und unmittelbar dem Fiskus zur Verfügung gestellt werden. Wie bereits erwähnt, gilt dies nur für inländische Broker. Broker, die im europäischen Ausland ihren Sitz haben, führen diese Abgeltungssteuer nicht ab. Der Reingewinn steht dem Trader zunächst zu 100 Prozent zur Verfügung. Allerdings ist er verpflichtet und dafür verantwortlich, seine Erträge aus dem CFD-Handel selbst zu versteuern. Dies kann in der Regel über die jährliche Steuererklärung geschehen, was bis dahin einen Liquiditätsvorteil darstellt. Sollte der Trader seine Gewinne nicht selbstständig gegenüber dem Finanzamt anzeigen, fällt diese Unterlassung unter den Straftatbestand der Steuerhinterziehung. In unserem Ratgeber BDSwiss Abgeltungssteuer ist noch einmal ausführlich dargelegt, wie die Abgeltungssteuer bei einem nicht in Deutschland ansässigen Broker zu begleichen ist.

Steuern aus CFD-Gewinnen abführen

Bei der Bemessung des steuerpflichtigen Gewinns einer CFD-Position sind alle Aufwendungen abzugsfähig, die in direkten Zusammenhang mit der Transaktion stehen. Darunter fallen zum Beispiel Finanzierungskosten und Kommissionen. Anleger, deren persönlicher Steuersatz bei der Einkommensteuer 25 Prozent unterschreitet, können Kapitalerträge im Rahmen der Einkommensteuer veranlagen lassen. Die Höhe der CFD Steuer wird dann individuell gemäß des Einkommensteuertarifs ermittelt.

Zu versteuern sind CFD-Gewinne allerdings nur, wenn sie einen Freibetrag – den sogenannten Sparerpauschbetrag – nicht übersteigen. Der Freibetrag für Singles beträgt 801 Euro und für verheiratete Paare 1.602 Euro. Einen entsprechenden Freistellungsauftrag können Trader einem inländischen Broker erteilen. Da bei einem im Ausland ansässigen Broker keine Abgeltungssteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss, ist ein solcher Antrag hier auch nicht zu stellen. Der Sparerpauschbetrag kann dann entsprechend in der jährlichen Einkommensteuererklärung nachträglich geltend gemacht werden. Zu beachten gilt es hier, dass sich der Freibetrag auf jegliche Gewinne aus Kapitalanlagen, also auch aus Tagesgeld- oder Festgeldanlagen, bezieht. In unserem CFD Broker Vergleich finden Sie einfach den für Sie passenden Anbieter.

Jetzt zu XTB und Konto eröffnen

Verlustrechnung mit CFDs – funktioniert das?

Im Vergleich mit Aktien und anderen Assetklassen bieten CFDs steuerliche Vorteile bei der Verlustverrechnung. Während Gewinne aus Aktiengeschäften (Kursgewinne) ausschließlich mit Verlusten aus Aktiengeschäften verrechnet werden können, ist eine Verrechnung von Verlusten aus CFD-Geschäften gegen alle andere positiven Kapitalerträge, darunter Dividenden und Zinsen, möglich. Die Behandlung der CFD Abgeltungssteuer ist unabhängig von dem Basiswerte, der einem Kontrakt zugrunde liegt. Werden bei mehreren Brokern Handelskonten geführt, können Verluste auf einem Konto mit Gewinnen auf einem anderen Konto verrechnet werden, indem eine Verlustbescheinigung angefordert wird.

Die steuerliche Situation nach dem ersten und nach dem zweiten Wertpapiergeschäft.

Erträge aus Kapitalanlagen sind grundsätzlich alle mit 25 Prozent zu versteuern. Broker, die im Inland ihren Stammsitz haben, führen automatisch die Abgeltungssteuer an das Finanzamt ab. Mit einem Freistellungsauftrag können Händler einen Freibetrag von 801 Euro bzw. 1.602 Euro geltend machen. Ausländische Broker führen die Abgeltungssteuer nicht ab, so dass der Trader verpflichtet ist, diese selbst gegenüber dem Finanzamt anzuzeigen. Verluste aus CFDs können mit Gewinnen anderer Kapitalanlagen verrechnet werden.

Jetzt zu XTB und Konto eröffnen

Wie hoch fällt die CFD Abgeltungssteuer aus?

Bereits kurz angesprochen worden ist, dass die Kapitalertragssteuer in Deutschland bei 25 Prozent liegt. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass auch die wirkliche Steuerlast bei eben diesen 25 Prozent liegt. Schließlich kommen mit dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer zwei weitere Kostenpunkte auf Trader zu, die die Steuerlast erhöhen. Hingegen sorgt der ebenfalls schon angesprochene Freibetrag für eine Minderung der Besteuerung. Ein kurzes Praxisbeispiel soll erläutern, wie sich die gesamte Steuerlast letztlich zusammensetzt:

  • Betrachtet sei das CFD-Trading eines Anlegers für das Jahr 2020.
  • Insgesamt hat dieser Trader Gewinne von 12.000 Euro erwirtschaftet.
  • Allerdings machen die Verlustpositionen 2.000 Euro aus, so dass der zu versteuernde Reingewinn bei lediglich 10.000 Euro liegt.
  • Der Trader ist alleinstehend.

Wie hoch fällt die CFD Abgelstungssteuer aus?

Zunächst muss der Anleger die Bemessungsgrundlage für die Steuer an sich berechnen. Zu Buche steht ein Reingewinn von 10.000 Euro, von dem wiederum noch der Freibetrag von 801 Euro abzuziehen ist. Ergibt eine Bemessungsgrundlage von 9.199 Euro, auf die sich jetzt zunächst die Kapitalertragssteuer von 25 Prozent bezieht:

9.199 Euro * 0,25 = 2.299,75 Euro.

Damit ist allerdings noch nicht die komplette Steuerlast errechnet, weil zusätzlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlt werden müssen. Diese beziehen sich allerdings nicht auf die Bemessungsgrundlage, sondern die schon bezahlte Kapitalertragssteuer:

  • Solidaritätszuschlag: 299,75 * 0,55 = 126,49 Euro
  • Kirchensteuer:299,75 * 0,08 = 183,98 Euro

Die gesamte Steuerlast ergibt sich durch eine Addition der drei Werte und beträgt damit 2.610,22 Euro. Bezogen auf den Reingewinn von 10.000 Euro ist eine prozentuale Steuerlast von 26,10 Prozent entstanden.

Tipp: Als Faustregel für die Besteuerung von Kapitalerträgen kann ein Wert von rund 30 Prozent genutzt werden. Je höher der erzielte Gewinn, desto stärker strebt die Steuerlast gegen diesen Prozentwert, weil der Freibetrag von 801 Euro immer weniger ins Gewicht fällt.

CFD Abgeltungssteuer umgehen – ist das möglich?

Die Abgeltungs- bzw. Kapitalertragssteuer senkt den eigenen Trading-Gewinn also um rund 30 Prozent – ein stolzer Wert. Folglich stellen sich Trader immer wieder die Frage, ob sich die Abgeltungssteuer in irgendeiner Form umgehen lässt. Die kurze Antwort: Nein. In Deutschland müssen alle Kapitalerträge versteuert werden, andernfalls läge ein Straftatbestand vor, der entsprechend geahndet wird.

Aber: In gewisser Weise können CFD-Trader die zu zahlende Steuer möglichst lange hinauszögern, wenn sie bei ausländischen Brokern Handel betreiben. Denn diese Unternehmen führen die Steuer nicht direkt an das Finanzamt ab, sondern zahlen 100 Prozent der Gewinne aus. Ein Beispiel:

  • Der Trader erzielt in 2020 einen Gewinn aus dem CFD-Handel von 10.000 Euro.
  • Wie bereits aufgezeigt worden ist, müssen hiervon allerdings 2.610 Euro an den Fiskus abgeführt werden.
  • Allerdings reicht der Trader seine Steuerklärung für 2020 erst Mitte 2020 ein.
  • Bis der Bescheid beim Anleger eintrifft, dauert es meist bis September oder Oktober.

Zwischen Januar 2020 und September 2020 kann der Anleger die Steuern also noch aktiv für den Handel einsetzen, weil der Bescheid des Finanzamtes noch nicht verschickt worden ist. Allerdings sollte dieses freie Kapital nicht zu spekulativ verwendet werden, denn die Steuern müssen zwangsweise bezahlt werden. Steht das Geld zu diesem Zeitpunkt dann nicht zur Verfügung – etwa, weil es beim CFD-Trading verloren worden ist – drohen hohe Mahngebühren bzw. letztlich sogar die Zwangsvollstreckung durch das Finanzamt.

Wo müssen erzielte Gewinne angegeben werden?

Trader, die bei ausländischen Broker Gewinne mit Wertpapieren erwirtschaften, müssen diese im Rahmen der eigenen Einkommensteuererklärung angeben. Hierfür stellt das Finanzamt jedes Jahr die Anlage „Kap“ zur Verfügung, die für Anleger zwei wichtige Felder beinhaltet:

  • Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzu unterliegen: Hier müssen Trader eben jene Gewinne eintragen, die bisher noch nicht vom Finanzamt versteuert worden sind. Eine entsprechende Übersicht kann bei fast allen großen Brokern angefordert werden, so dass nur ein einziger Wert angegeben werden muss.
  • Sparer-Pauschbetrag: Hierbei handelt es sich um den vorgestellten Freibetrag, wobei zwei Werte anzugeben sind. Im ersten Feld ist einzutragen, welcher Teil der 801 Euro bereits genutzt worden sind – etwa für Aktiengeschäfte bei einem deutschen Broker. Im zweiten Feld können Trader dann angeben, wie viel der 801 Euro noch nicht genutzt worden sind und entsprechend auf den Gewinn aus dem CFD-Trading angerechnet werden sollen.

Grundsätzlich ist die Anlage „Kap“ selbsterklärend und erhält keine verklausulierten Forderungen. Es empfiehlt sich aber gerade bei der ersten Steuererklärung, das Dokument von einem Fachmann überprüfen zu lassen. So sind Anleger auf der sicheren Seite und laufen nicht Gefahr, hohe Bußgelder etwa für nicht angegebene Erträge zahlen zu müssen.

Jetzt zu XTB und Konto eröffnen

Richtig mit CFDs handeln: Das sind unsere Tipps

So handeln Sie CFDs richtig!

Bei CFDs handelt es sich um Differenzkontrakte, mit denen Anleger auf die Kursveränderung eines Basiswertes, wie Aktien, Rohstoffe, Indizes u.v.m. setzen. Dabei hat der Trader die Möglichkeit, Short oder Long zu gehen. Mit einer Short-Position geht der Trader davon aus, dass der Kurs des jeweiligen Basiswertes fällt, während bei einer Long-Position das Ansteigen eines Kurses angenommen wird. Soweit so gut! Weiterhin handelt es sich bei CFDs um Finanzprodukte, die mit einem Hebel zwar hohe Rendite, aber auch hohe Verluste erzielen können. Denn der Hebel wirkt in beide Richtungen. Wie kann man CFDs also richtig bzw. erfolgreich handeln?

  1. Immer mit Absicherungen in Form von Stop-Marken traden.
  2. Nie mit zu vielen Positionen auf einmal handeln, um Übersichtlichkeit zu gewähren.
  3. Die Hebel sollten anfänglich nicht zu hoch eingestellt werden.
  4. Mit Demokonten lassen sich Strategien und Risikomanagement-Tools testen.
  5. Trader sollten nie nach Gefühl, sondern mit einer Strategie handeln.
  6. Der Einsatz pro Trade sollte fünf Prozent des verfügbaren Kapitals nicht übersteigen.
  7. Seminare, Webinare, Videos oder Tutorials helfen beim Verstehen des CFD-Handels.
  8. Positionsgrößen sollten von Zeit zu Zeit kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.
  9. Nur das Kapital sollte zum Handeln mit CFDs eingesetzt werden, das auch frei verfügbar ist.
  10. Margin Calls sind mit ausgewogenem Kapitaleinsatz und bedachtem Handeln zu vermeiden.
  11. Bei der Broker-Wahl ist auf eine zuverlässige Regulierung und Einlagensicherung zu achten.
  12. Money-Management, Handelsplattform und Gebühren sind ebenfalls zentrale Aspekte.

Weitere hilfreiche CFD-Tipps stehen in unserem Ratgeber zur Verfügung.

Auch wenn sich mit CFDs bzw. Hebelprodukten theoretisch hohe Renditen erzielen lassen, ist ohne Praxis, Konsequenz und Übung nicht viel erreichen. Ohne genügend CFD-Kenntnisse und Absicherungen sind in der Regel eher Verluste zu verzeichnen. Übermut, emotionale Trades und ein unausgewogenes Money-Management gehören ebenfalls zu den Risiken. CFDs mit überschaubaren Positionen und Einsätzen sowie einer mit kühlem Kopf erarbeiten Strategie zu handeln, führt in der Regel eher zum gewünschten Erfolg.

CFD und Steuern » Das sollten Trader 2020 beachten

Inhalt

CFD und Steuern

Nahezu sämtliche moderne Finanzprodukte wie CFDs, Zertifikate oder Futures stellten Finanzämter lange Zeit vor Rätsel. Mehrere Jahre herrschte Unklarheit darüber, wie Gewinne versteuert werden müssten. Inzwischen sind die Spielregeln allerdings eindeutig und alle Händler von CFDs sollten sie beachten, um Komplikationen zu vermeiden.

Top 5 CFD Broker

Wie werden CFDs versteuert?

CFDs gehören steuerrechtlich zu den Termingeschäften und gelten als „Einkünfte aus Kapitalvermögen“. Das bedeutet, dass Gewinne, die aus CFDs resultieren, mit der Abgeltungssteuer belegt werden. Sie beträgt 25 Prozent. Zusätzlich können auch Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent und die Kirchensteuer fällig werden. Der Solidaritätszuschlag wird nur in den alten Bundesländern erhoben. Auch die Höhe der Kirchensteuer ist vom Bundesland des Steuerpflichtigen abhängigen. Baden Württemberg und Bayern erheben acht Prozent, in den übrigen Bundesländern sind es neun Prozent. Je nach Kirchenzugehörigkeit kann der Prozentsatz allerdings auch geringer sein.

Die Abgeltungssteuer fällt allerdings nicht auf den gesamten Gewinn an. Von ihm kann der Sparer-Pauschbetrag in Höhe von maximal 801 Euro bei Alleinstehenden und 1.602 Euro bei Verheirateten abgezogen werden. Er wird anstelle der Werbungskosten genutzt. Nur wenn der gesonderte Steuertarif von 25 Prozent gilt, können die tatsächlichen Werbungskosten wie beispielsweise Gegenfinanzierungskosten geltend gemacht werden. Vorteilhaft ist dies natürlich nur, wenn die Werbungskosten den Pauschbetrag übertreffen.

Jetzt kostenlos das eBook von aktien.net herunterladen und Steuern sparen

Das eBook „100 Tipps, um erfolgreich Steuern zu sparen“ ist komplett kostenlos! Laden Sie es sich noch heute herunter und schlagen Sie dem Finanzamt ein Schnippchen. Sparen Sie Hunderte von Euros und lesen Sie auf knackigen Seiten exakt 100 Tipps, mit denen Sie erfolgreich Geld sparen können. Ganz ohne jegliche Verpflichtungen.

Verluste aus CFDs steuerlich nutzen

Verluste aus CFDs – wie die meisten anderen Verluste mit Anlageprodukten – können nicht mit anderen Einkünften ausgeglichen werden. Es ist allerdings möglich, sei bei positiven Einkünften aus Kapitalvermögen in den folgenden Veranlagungszeiträumen abzuziehen.

Wie werden CFD bei ausländischen Brokern besteuert?

Wie CFDs im Ausland besteuert werden, hängt jeweils vom Herkunftsland des Brokers ab. Es kann teilweise vorkommen, dass auch im Ausland Steuern auf Gewinne aus CFDs fällig werden. Allerdings haben viele Staaten mit Deutschland das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen. Es soll vermeiden, dass Anleger doppelt besteuert werden. Erzielt ein Anleger also in zwei Staaten Einkünfte, erheben in der Regel zwei Finanzämter Anspruch auf Steuern. Durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) wird jedoch vermieden, dass der Anleger die Steuern doppelt entrichten muss.

In Einzelfällen kann die Durchsetzung des DBA jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden sein. In diesen Fällen lohnt es sich nur, Steuern im Ausland zurückzufordern, wenn es sich um einen höheren Betrag handelt.

Welche Vorteile hat der Handel mit CFDs im Ausland?

Deutsche Banken und Broker führen die Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt ab. Bei jedem abgeschlossenen Trade wird also mindestens ein Viertel des Gewinnes vom Kapital des Traders abgezogen. Bei ausländischen Brokern geschieht dies nicht, weil der Anleger die Abgeltungssteuer selbstständig an das Finanzamt abführen muss. Das bedeutet, dass er das Geld bis zum Steuerbescheid nutzen kann, um es weiter zu investieren. Der Handel mit CFDs geht bei ausländischen Brokern also mit einer erhöhten Liquidität einher und ermöglicht es, vom Zinseszins-Effekt zu profitieren. Dieser Vorteil rechnet sich natürlich vor allem für sehr aktive Trader. Allerdings kommt schon bei wenigen Trades pro Quartal bei ausreichender Rendite ein vierstelliger Betrag zusammen, der beim direkten Abführen der Abgeltungssteuer verloren geht. Der höhere Aufwand durch die selbstständige Angabe der Gewinne beim deutschen Finanzamt ist die Mühe also für die meisten Privatanleger wert. Die meisten ausländischen Broker stellen allerdings auf Anfrage jährlich eine Bescheinigung über erzielte Gewinne aus. Diese kann dann bei der jährlichen Steuererklärung genutzt werden, sodass sich der Mehraufwand in Grenzen hält.

Top 5 Aktien Depots

Testberichtzu onvista * 12 Order p.a. je Order 1000 €

Auch bei ausländischen Brokern sollten Gewinne aus dem Handel mit CFDs jedoch am Jahresende versteuert werden. Die OECD arbeitet immer besser zusammen und will ihre Kooperation zudem weiter vertiefen. Das bedeutet, dass Steuerhinterziehung immer riskanter wird. Die Strafen hierfür sind empfindlich und in der Regel lohnt sich die Hinterziehung nicht.

Geeignete Broker im Ausland finden

Da gerade für aktive Trader die Reinvestition der Abgeltungssteuer vier- bis fünfstellige Beträge im Jahr ausmachen kann, handeln viele Anleger CFDs bei ausländischen Brokern. Der Steuervorteil sollte hierbei jedoch nicht entscheidend sein. Händler sollten genauso wie in Deutschland darauf achten, dass sie einen seriösen ausländischen Broker wählen. In der Regel empfehlen sich Broker aus Großbritannien. Diese werden durch die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA kontrolliert. Die FCA ist hinsichtlich der Strenge und der Gründlichkeit mit der deutschen BaFin vergleichbar, sodass britische Broker als seriös gelten können. Anleger sollten dann allerdings auch darauf achten, dass sie ihr Trading-Konto in Euro führen können. Ist dies nicht der Fall, gehen sie ein zusätzliches Wechselkursrisiko ein. Gerade wenn es darum geht, dass die Abgeltungssteuer zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder vom Kapital abgezogen werden muss, um sie einem deutschen Finanzamt zuzuführen, kann dies sehr nachteilig sein. Bei einem ungünstigen Wechselkurs könnte dann der Vorteil des Zinseszinses wieder zunichtegemacht werden.

Top 5 ETF Broker

Empfehlenswert sind auch ausländische Broker mit einer Zweigniederlassung in Deutschland. Auch sie sind nicht dazu verpflichtet, die Abgeltungssteuer direkt abzuführen. Das bedeutet, dass sich für den Trader kaum ein Unterschied in der Handhabung ergibt und er das Gefühl hat, bei einem deutschen Broker zu handeln. Der Ansprechpartner in Deutschland ermöglicht es aber dennoch, die Abgeltungssteuer solange zu reinvestieren, bis sie mit dem Steuerbescheid an das Finanzamt abgeführt werden muss.

Fallen auf den CFD-Handel Gewerbesteuern an?

Dass auf den CFD-Handel Gewerbesteuern anfallen können, ist ein Gerücht, das sich hartnäckig hält. Es hat seinen Ursprung in einem Urteil des Finanzgericht Münchens vom 15.03.2006. Damals ordnete das FG die Spekulationsgewinne einer Börsenmaklerin, die sie auf eigene Rechnung tätigte, als Gewinne aus einer gewerblichen Tätigkeit ein. Die Entscheidung wurde durch den BFH bestätigt. Die Einnahmen unterlagen somit der Gewerbesteuer.

Allerdings ist nicht jeder Daytrader gewerbesteuerpflichtig. Stattdessen ist laut den FG Schleswig-Holstein entscheidend, dass zwischen der privaten Vermögensverwaltung dem gewerblichen Handel differenziert werden müsse. Wichtig zur Beurteilung sind der Umfang der Geschäfte, das Unterhalten eines Büros oder einer Organisation, das Ausnutzen des Marktes unter Einsatz beruflicher Erfahrungen und das Anbieten des CFD-Handels gegenüber einer breiten Öffentlichkeit.

Wer also ausschließlich mit seinem eigenen Geld handelt, keine Tätigkeit als Finanzunternehmen ausübt und nicht als Börsenhändler zugelassen ist, hat in der Regel gute Chancen, dass der Handel als ausschließlich privat eingestuft wird. Wichtig ist zudem, dass weder eine Erlaubnis als Wertpapierhandelshaus noch als Finanzdienstleistungsinstitut vorliegt. Wer eine solche beantragt, wird allerdings wohl auch wissen, dass er ein Gewerbe für den Handel beantragen muss.

Außerdem dürfen private Anleger keine Geschäfte mit institutionellen Händlern tätigen. Die Höhe des eingesetzten Kapitals und die Häufigkeit des Handels werden von den meisten Finanzämtern jedoch vernachlässigt. Nur wenn die oben genannten Punkte zutreffen, können private Händler Probleme mit der Gewerbesteuer bekommen. Wichtig ist hier lediglich, dass die Gewinne mit der Abgeltungssteuer belegt werden.

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Investition in binäre Optionen für Anfänger
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: