Das richtige Timing beim Handel Hochs & Tiefs 2020 erkennen

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Das richtige Timing – wie trifft man den richtigen Moment? Trading-Ratgeber für 2020

Timing ist neben dem Risikomanagement das A und O im Trading. Man könnte sogar sagen, dass das Timing eine Art des Risikomanagements ist, denn es sorgt in vielen Fällen dafür, dass man einen guten Preis bekommt und die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn dementsprechend sehr hoch ist. Stichwort: Chancen-Risiko-Verhältnis.

Doch was bedeutet eigentlich „richtiges Timing“? Das hängt davon ab, in welche Richtung der Handel erfolgen soll. Wenn man Call-Optionen kauft, stellt ein Preis nahe den Tiefs sicherlich ein sehr gutes Timing dar – beim Handel von Put-Optionen gelten die Hochs als gute Ausgangslage. Diese zu treffen ist in der Praxis jedoch nicht sehr einfach, denn dass ein Hoch gebildet wurde, erkennt man in vielen Fällen erst hinterher.

Wie erkennt man Hochs und Tiefs?

Dennoch gibt es technische Set-ups, bei denen sich ein Hoch bzw. ein Tief erahnen lässt. Das kann zum einen der Fall sein, wenn starke Widerstände oder Unterstützungen erreicht werden. Sehr risikobewusste Händler warten meist auf die Bestätigung eines Hochs bzw. Tiefs, oft mithilfe von Indikatoren. Doch weil viele Indikatoren nachlaufend sind, stellt sich auch dieser Umstand als kompliziert für das richtige Timing dar.

Dennoch: Besonders bei Indikatoren, die die Stärke des Trends anzeigen, können Divergenzen durchaus auf eine Ausbildung solcher Punkte hindeuten, wie das folgende Chart des DAX Futures darstellt. Während der DAX Future weiter anstieg, befand sich der RSI-Indikator bereits in einem Abwärtstrend.

Screen1: 4-Stundenchart des DAX

Ein gängiges Set-up, um ein Tief zu erkennen, ist die klassische Bodenbildung in Form einer SKS-Formation oder eines Doppel-Bodens. Doch schaut man sich denselben DAX Future an, so wird man alleine in dem vom letzten Hoch aus beginnenden Abwärtstrend mehrere solcher Formationen erkennen, die den Kurs jedoch jedes Mal nicht nachhaltig stützen konnten.

Vor allem im Handel von Produkten, die ein manuelles Risikomanagement erfordern, also Stops selbst gelegt werden müssen, wären die Verluste jedes Mal gering ausgefallen, sofern der Einstieg nahe den Tiefs erfolgt wäre. Hätte man die Stops mitgezogen (Trailing Stops), wären womöglich gar keine Verluste angefallen.

Trader, die darauf gewartet haben, dass zunächst der Widerstand bei 11.800 Pkt. erreicht wurde, bevor sie eingestiegen sind, weil sie so fälschlicherweise von einer Bestätigung ausgingen, haben definitiv Verluste zu verzeichnen gehabt, siehe Chart unten.

Screen 2: 4-Stundenchart des DAx

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Doch auch im Handel von binären Optionen sollte sich ein richtiges Timing als zielführend erweisen, denn obwohl der Trend wieder nach unten zeigte, würde der Gewinn letztendlich von der gewählten Laufzeit abhängen. Und je besser das Timing, umso mehr Zeit hätte man, um in der Gewinnzone zu bleiben.

Die umgekehrte Psychologie beim Timing

Dem oberen Chart zufolge sollte ein gutes Timing eigentlich nicht allzu schwer sein, oder? Man kauft so nah wie möglich an Tiefs oder Hochs. Fakt ist jedoch, dass gerade der Kauf nahe den Tiefs oder Hochs der Überwindung von psychologischen Hürden bedarf. Denn oft befindet sich der Trend nahe eines Tiefs immer noch Richtung abwärts. Um ein richtig gutes Timing zu erzielen, muss man also gegen den Trend handeln – und das spricht natürlich gegen den Gedanken der gewünschten Bestätigung.

Wenn man jedoch auf diese Bestätigung – ob durch Indikatoren oder das Erreichen eines Widerstandes (siehe 11.800 Pkt.) – verzichtet, so geht man ein höheres Risiko ein. Das ist grundsätzlich eine falsche Annahme, die uns unser umgedrehtes Verständnis von Risiko suggeriert.

Das Risiko ist natürlich höher, wenn bereits alle eingestiegen sind, man also eigentlich zu spät auf den Zug aufspringt. Währenddessen ist das Risiko nahe den Tiefs alleine schon deswegen geringer, weil man sich sehr nah absichern kann, da Tiefs gleichzeitig wichtige Unterstützungen darstellen.

Sollten diese Tiefs wieder angesteuert werden, so können Verluste, wie weiter oben bereits angedeutet, gering gehalten werden. Ein besseres Timing als ein Einstieg nach einer Bestätigung stellt daher stets ein günstigeres Chancen-Risiko-Verhältnis dar.

Diese psychologische Hürde gilt es zu überwinden, wenn es darum geht, ein gutes Timing zu erzielen. Dabei basiert die Hürde lediglich auf unserem falschen Verständnis von Risiko. Aber wie sollte man es auch anders verstehen, wenn es so gut wie nie kommuniziert wird?

Fazit: Die Psychologie macht’s

Wie so oft spielt die Psychologie auch beim richtigen Timing eine große Rolle. Vor allem unser Verständnis von Risikosituationen ist ausschlaggebend dafür, ob wir die Lage richtig einschätzen. Die Risikosituation kann man jedoch nur richtig beurteilen, wenn die Konsequenzen der jeweiligen Einstiege bekannt sind.

Eine essenzielle Frage wäre daher in diesem Fall: „Welcher Verlust entstünde für mich, wenn ich hier kaufe – und welcher, wenn ich an dieser Stelle einsteige?“ Meist lässt sich diese Frage bereits durch die Analyse der Vergangenheitskurse beantworten. Oft ist das CRV nahe den Tiefs besser als an anderer Stelle. Mit dieser Erkenntnis ist der erste Schritt zum richtigen Timing getan.

Richtiges Timing beim Handel mit Binären Optionen

Neben dem Risikomanagement kommt es beim Handel mit Binären Optionen auf das richtige Timing an. Auch das Timing gehört zum Risikomanagement dazu, denn es kann Tradern zu einem guten Preis und einem entsprechend hohen Gewinn verhelfen. Hier greift das Chance-Risiko-Verhältnis. Das richtige Timing ist abhängig von der Richtung, in die der Handel erfolgen soll. Bei einer Call-Option ist ein Preis nahe eines Tiefs ein gutes Timing, bei einer Put-Option sollte nahe an einem Hoch gehandelt werden. Es ist allerdings in der Praxis nicht immer leicht, Hochs und Tiefs zu erkennen.

Hochs und Tiefs erkennen

Mit technischen Set-ups können Trader Hochs oder Tiefs erahnen, beispielsweise dann, wenn starke Unterstützungen oder Widerstände erreicht wurden. Zumeist warten risikobewusste Trader darauf, dass sich ein Hoch oder Tief bestätigt, und nutzen Indikatoren. Allerdings ist auch das kompliziert, denn viele Indikatoren sind nachlaufend. Verschiedene Indikatoren zeigen die Stärke eines Trends an, sodass Divergenzen auf die Ausbildung derartiger Punkte hindeuten können. Ein Chart des DAX-Futures zeigt einen Anstieg des DAX Futures, während sich der RSI-Indikator bereits im Abwärtstrend befindet. Ein Tief kann anhand einer klassischen Bodenbildung als

erkannt werden. Der DAX-Future zeigt im Chart mehrere solcher Formationen, doch konnten sie den Kurs jeweils nicht nachhaltig stützen. Beim Handel mit Produkten, bei denen ein manuelles Risikomanagement erforderlich ist, da der Trader die Stopps selbst legen muss, wäre es jedes Mal zu geringen Verlusten gekommen, wäre der Einstieg nahe eines Tiefs erfolgt. Möglicherweise wäre es nicht zu Verlusten gekommen, wenn der Trader die Stopps mitgezogen hätte. Ein weiterer Chart des DAX-Futures zeigt, dass Trader, die auf einen Widerstand bei 11.800 Punkten gewartet hätten, einen Verlust erlitten hätten. Der Gewinn hängt von der gewählten Laufzeit ab, daher sollte das richtige Timing zielführend sein. Der Trader hat umso mehr Zeit, in der Gewinnzone zu bleiben, je besser das Timing ist.

Die umgekehrte Psychologie

Bei einem guten Timing kauft der Trader möglichst nahe an einem Hoch oder einem Tief, doch muss er dabei psychologische Hürden überwinden. Der Trend nahe an einem Tief befindet sich oft noch in Abwärtsrichtung, was gegen den Gedanken einer gewünschten Bestätigung spricht. Verzichten Trader auf eine Bestätigung, gehen sie ein höheres Risiko ein. Diese Annahme ist falsch, denn ein umgekehrtes Verhältnis von Risiko wird suggeriert. Das Risiko wird umso höher, wenn der Trader zu spät einsteigt. Nahe den Tiefs ist das Risiko geringer, da ein Tief eine wichtige Unterstützung darstellt und sich der Trader absichern kann. Wenn diese Tiefs wieder angesteuert werden, können Verluste gering gehalten werden. Um ein gutes Timing zu erreichen, kommt es auf die Überwindung der psychologischen Hürde an, die auf dem falschen Verständnis von Risiko basiert.

Fazit

Beim Timing hat die Psychologie einen hohen Stellenwert, dabei kommt es auf das Verständnis von Risikosituationen an, um die Lage richtig einzuschätzen. Nur dann, wenn der Trader die Konsequenzen der jeweiligen Einstiege kennt, kann er die Risikosituation richtig beurteilen. Der Trader sollte überlegen, welcher Verlust für ihn entsteht, wenn er an einer bestimmten Stelle kauft oder einsteigt. Eine Analyse der Vergangenheitskurse kann dabei helfen. Das Chance-Risiko-Verhältnis ist häufig nahe an den Tiefs am besten.

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Das richtige Timing beim Handel Hochs & Tiefs 2020 erkennen

Timing ist nicht nur im Trading das Schlüsselwort. In so gut wie jeder Branche wirtschaftlicher Aktivitäten zieht sich das Wörtchen durch die Bank hindurch. Doch gerade im Trading wird deutlich, wie treffend die Aussage „Zeit ist Geld“ zum gut getimten Einstieg passt.

Leider ist Timing alles andere als einfach. Unsere Instinkte stehen uns beim Anpassen vom richtigen Timing immer im Weg. Oder können Sie von sich behaupten, stets nach dem Motto „Jetzt oder nie“ vorzugehen, bevor Sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen? Eher nicht, denn das widerspricht unserer gewünschten rationalen Vorgehensweise beim Treffen relevanter Entscheidungen.

Aufgrund dessen ist das richtige Timing nicht nur eine Frage der Handelstechnik, sondern auch der Psychologie. Unser Risikobewusstsein lässt uns in dem Glauben, dass man lieber auf Nummer sicher gehen sollte. Im Trading hängt Timing vor allem von der Strategie und der Technik ab. Hat man eine Strategie, die sehr regelfest und starr ist, macht es wenig Sinn, sich Gedanken um das richtige Timing zu machen.

Das Risiko wird nämlich über die starren Regeln kontrolliert. Andererseits ist beim mittel- bis langfristigen Anlegen das Timing durchaus wichtig, besonders wenn die Märkte über einen längeren Zeitraum sehr schwankungsbreit sind. In diesem Fall übernimmt das Timing nicht nur die Aufgabe eines vorteilhaften Einstiegs, sondern ist auch Teil des Risiko-Managements.

Wichtige Time Trading Begriffe

Breakout: Ausbruch des Kurses aus einer Unterstützung, einem Widerstand, einer Formation et cetera.

Fakeout: Ein scheinbarer Breakout nach dem sich der Kurs aber in die entgegengesetzte Richtung bewegt (Fehlausbruch).

Hammer: Bullische Ausprägung eines Candlesticks*: Eine Kerze mit langem unteren Schatten, kleinem Körper und kleinem oder keinem oberen Schatten. Der Hammer ist vor allem am Ende einer Abwärtsbewegung interessant. In einer Aufwärtsbewegung heißt dieses Muster Hanging Man.

Short Squeeze: Marktsituation, in der ein Kurs durch (unfreiwillige) Deckungskäufe von Leerverkäufern verstärkt nach oben getrieben wird.

SKS-Formation: Eine Schulter-Kopf-Schulter(SKS)-Formation besteht aus zwei Schultern, einem Kopf und der Nackenlinie, welche die beiden Schultern miteinander verbindet. Eine solche Formation tritt meist am Ende starker Trends auf und kann eine übergeordnete Umkehr einleiten.

Übernacht-Kurslücke: Ein Overnight-Gap ist eine Kurslücke, die über Nacht entsteht, wenn es beispielsweise kursrelevante Nachrichten gab. Zur nächsten Eröffnung des Handels kann so eine sichtbare Lücke im Chart entstehen.

Edge: Edge ist ein umgangssprachlicher Begriff im Trading. Er beschreibt den Vorteil eines Handelssystems gegenüber anderen Systemen oder den Erfahrungsvorteil eines diskretionären Traders.

Breakeven: Der Breakeven ist der Zeitpunkt, ab dem das Verlustrisiko bei Null ist, also die Stopp-Loss-Order auf Kauf- beziehungsweise Verkaufskurs liegt (ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten).

Chance/Risiko-Verhältnis: Beim Chance/Risiko-Verhältnis wird das Gewinnpotenzial eines Trades ins Verhältnis zum festgelegten Verlust gesetzt. Ein hohes CRV spricht für ein günstiges Risikoprofil, da die Chance (deutlich) höher ist als das Risiko.

Der Trader muss sich allerdings überlegen, ob für seine Strategie das frühe Timing überhaupt wichtig ist. Handelt er überwiegend Breakouts und hält seine Positionen bei jedem Trade einheitlich über eine festgesetzte Anzahl von Punkten oder Pips, ist es für ihn irrelevant, ob er den gesamten Trend mitnimmt oder nicht.

Seine Performance erreicht er nicht über die maximale Haltezeit, sondern über viele einzelne Trades, die nur an einem kleinen Teil des Trends partizipieren. Der Trader, der wiederum eine Strategie verfolgt, bei der er so viel wie möglich vom Trend mitnehmen möchte, muss sich sehr wohl Gedanken über das Timing machen.

Nicht umsonst gilt die Regel „Kaufe tief, verkaufe hoch“. Die Aussage hört sich vielleicht simpel an. Wäre sie wirklich so simpel, dann wären wir bereits alle professionelle Investoren und reich. Die Schwierigkeit liegt also in der Umsetzung und damit in unserer Psyche.

Sie als Trader sollten Ihr Risikobewusstsein so trainieren, dass Sie in einem frühen Einstieg eher Chancen als Gefahren erkennen.

Erkennen Sie die Vorteile eines frühen Einstiegs

An dieser Stelle möchten wir die Vor- und Nachteile von frühen und den durch einen Ausbruch bestätigten späten Einstiegen gegenüberstellen. Möglicherweise erkennen Sie dann, dass keine gravierenden Unterschiede bestehen. Was könnte zum Beispiel passieren, wenn Sie versuchen, das Ende eines Trends zu antizipieren, noch bevor es durch ein technisches Setup bestätigt wird?

  • Der Trend könnte sich fortsetzen und Sie werden ausgestoppt.
  • Der Trend endet tatsächlich und Sie sind früh genug eingestiegen.

Und was könnte passieren, wenn Sie erst auf eine Bestätigung warten, die weiter entfernt erfolgt (zum Beispiel durch einen Ausbruch entgegen der Trendrichtung)?

  • Bei dem Ausbruch handelt es sich um einen Fakeout, der Trend setzt sich fort und Sie werden ausgestoppt.
  • Der Ausbruch wird bestätigt und es etabliert sich ein neuer Trend.

Ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der vorherige Trend fortsetzt wirklich größer, als dass es einen Fakeout gibt? Wer kann das schon so genau sagen? Und ist es überhaupt wichtig, das zu wissen? Kommt es nicht eher darauf an, seine Position so aufzubauen, dass sie im gesamten Verlauf des Trades vorteilhafter ist?

Chance/Risiko-Verhältnis (CRV)

Gehen wir im Folgenden von einem Long Trade aus. Ein Einstieg (schwarze Linie in Bild 1) nahe des Tiefs und eine Stopp-Loss-Order (rote Linie), die etwas unter dem Tief der vorhergehenden Kerze liegt, ermöglicht in vielen Fällen nicht nur ein besseres CRV, sondern kann bei größeren Schwankungen den zu früh erfolgten Stopp-Out per Stopp-Loss-Order verhindern, wie das Beispiel eindeutig belegt.

Zwar weist der Abstand bei fest definierten Stopps stets das gleiche Verlustrisiko auf, dennoch wäre der Trade, dessen Entry früher erfolgt, erst dann ausgestoppt, wenn die wirklich wichtige Unterstützung (untere Trendlinie) gebrochen wird und nicht bereits mit Verlust vorher. Der späte Einstieg knapp unterhalb von 10 000 Punkten war zwar in der Richtungswahl ebenfalls richtig, aber das Risiko, im Fall eines ganz normalen Rücksetzers ausgestoppt zu werden, lag hierbei deutlich höher.

Das Verlustrisiko stellt sich nämlich nicht nur zahlenmäßig in Punkten dar, sondern auch über ein vorteilhaftes Setup. Ein ungeübtes Risikobewusstsein kann uns glauben lassen, der frühe Einstieg sei zu riskant – in Wirklichkeit aber verpassen wir so vielleicht den eigentlich besten Einstiegspunkt, der es uns ermöglicht, den Trade später optimal managen zu können. Bild 2 soll verdeutlichen, warum ein früher Einstieg mehr zum Risiko-Management beiträgt als das Warten auf den Ausbruch über das letzte Hoch.

Der Entry (schwarze Linie) erfolgt nach Ausbildung einer Wendeformation. Der Kurs bricht zuvor aus dem Aufwärtstrendkanal aus und bildet ein Breakout-Hoch. Nach einer kurzen Korrektur in den Trendkanal hinein überwiegen doch wieder die Bullen und der Kurs schließt positiv oberhalb der Trendlinie.

Die Stopp-Loss-Order wird zunächst unter das Tief gelegt. Bei dem darauffolgenden dynamischen Anstieg kann die Stopp-Loss-Order schnell nah an den Kaufkurs gelegt und damit der Breakeven erreicht werden.

Das Risiko eines Verlusts kann auf diese Weise, abgesehen von einer Übernacht-Kurslücke, voll ausgeschaltet werden. Wie ersichtlich, wäre diese Taktik durchaus komfortabel gewesen, da der Kurs kurze Zeit später in eine längere Korrekturphase überging.

Wäre der Entry erst bei Überschreiten des letzten Hochs erfolgt (rote Linie), so wäre es für ein Nachziehen des Stopps auf Kaufkurs zu früh gewesen und damit hätte der Stopp mit einem Verlust gegriffen.

Die richtigen Timing-Werkzeuge wählen

Wie erkennen Sie nun, ob ein frühzeitiger Einstieg sinnvoll ist und funktioniert? Gegenfrage: Woran erkennen Sie, dass ein Ausbruch wirklich nachhaltig ist? Eigentlich gar nicht, denn auch das ist nur eine Erwartung, die auf Annahmen beruht. Wenn man annimmt, dass ein Ausbruch ein zuverlässigeres Signal ist, lassen sich Strategien darauf aufbauen.

Statistisch betrachtet führen Ausbrüche allerdings oft zu Fakeouts. Das ist auch der Grund, warum klassische Ausbruchsstrategien oft niedrige Trefferquoten haben. Die Werkzeuge, mit denen man interessante Setups, wie etwa ein Reversal, identifizieren kann, basieren in der Regel auf der Technischen Analyse.

Ein Hammer in einem Abwärtstrend zum Beispiel ist ein Signal für entstehenden Kaufdruck. Nun kann es natürlich durchaus sein, dass bei einer Gegenbewegung nur Stopps (Short Squeeze) verarbeitet werden und der Trend sich kurz darauf wieder fortsetzt. Denn nicht jeder Hammer generiert ein Einstiegssignal, sondern ist nur etwas, dem man erhöhte Beachtung schenken sollte.

Eine klassische Bodenbildung, die auf ein Tief folgt und höhere Tiefs ausbildet, wäre beispielsweise ein gutes Setup für ein nachhaltiges Reversal. Unterstützt durch technische Momentum-Indikatoren wie den Relative Stärke Index (kurz: RSI) kann eine weitere Filterung erfolgen.

Dabei sind Divergenzen* zwischen dem Indikator und dem Kurs zuverlässige Signale für aufkommende Schwäche des aktuell vorliegenden Trends. In Bild 3 befindet sich der Markt Ende Januar in einem Abwärtstrend. Der RSI bestätigt diesen Trend durch die gleichverlaufende Linie. Zwischen dem 27. und 30. Januar werden im Kurs immer tiefere Tiefs ausgebildet. Der RSI verhält sich aber genau umgekehrt – er weist eine positive Divergenz auf, was eine Schwäche des aktuellen Abwärtstrends bedeutet und auf eine Trendwende hindeutet.

Wie Sie Timing im Scalping nutzen können

Im Trading geht es vor allem darum, sich einen Vorteil gegenüber der Masse zu erarbeiten. Entweder man erreicht dies durch ein ausgefeiltes Risiko-Management in Verbindung mit starren Regeln und somit längerem Zeitverlauf, oder man entwickelt Einstiegstechniken, die von vornherein einen Vorteil bieten.

So ist es mittlerweile besonders im ultrakurzfristigen Handel, auch Scalping genannt, bei dem man nur einige wenige Punkte lang investiert ist, gängige Praxis, konterintuitiv zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen. Man hält an wichtigen Levels sozusagen „dagegen“. Gemeint ist die aktuelle Kursrichtung.

Auch das ist eine Timing-Strategie, deren Anwendung ein psychologisches Umdenken erfordert. Durch die Identifikation von relevanten Unterstützungen oder Widerständen auf höherer Zeitebene kann sich auch im kurzfristigen Handel ein Vorteil ergeben. Man verbindet sozusagen die Zuverlässigkeit der Level auf höherer Zeitebene mit den wahrscheinlichen kurzfristigen Gegenbewegungen.

Bild 4 zeigt ein gutes Beispiel, bei dem es an jedem Level mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest eine kurze Gegenbewegung gab (Kreise), die mittels Scalping gehandelt werden konnte. Weitere wichtige Levels in der Chartanalyse stellen Unterstützungen und Widerstände dar. So auch in Bild 5 zu sehen. Gold wies seit Ende August 2020 einen starken Abwärtstrend auf. Der Kurs fiel dabei immer wieder auf die Unterstützung von 1115 US-Dollar je Unze zurück. Nach dem starken Kursabfall änderte sich allerdings das Bild. Das Niveau bei 1115 USDollar konnte als neuer Widerstand für einen Scalping Short Trade genutzt werden.

Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es eine Gegenbewegung an wichtigen Levels gibt, ist sehr hoch – auch, wenn das Level kurze Zeit später nicht halten sollte. In diesem Fall kommt man in der Regel aber bei entsprechend frühem Einstieg zumindest ohne Verlust aus dem Trade. Zu beachten ist bei dieser Form des Scalpings allerdings, dass die Ordererteilung zumindest für die definierten Stopps bereits einprogrammiert sein sollte. Es besteht nämlich die Gefahr, dass man manuell nicht schnell genug reagieren kann.

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